Donnerstag, April 17, 2008

Pomme d'Amour

Sogenanntes Valentinstag-Gemüse:



















Im übrigen aber ist es schon erstaunlich, wieviele meist sehr ähnliche Bilder man im Internet findet, wenn man nach "potatoe heart" oder (neu-Englisch) nach "Kartoffelherz" bildergoogelt.

Man verzeihe mir meinen Mangel an Originalität an dieser Stelle.

Aber dieses ist eben meins!

Montag, April 07, 2008



Post wie von Wagner



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Lieber Blut-Knut,

du warst unser Liebling, wir verfolgten deine ersten tapsigen Schritte die wo du tatest, bangten um dich, als böse Menschen dir mit dem Tod drohten. Du warst so gut, so rein, so unbescholten, artig und brav.

Wie konnte es passieren, dass du uns nun so enttäuschst? Klar, du wurdest von einem Ossi erzogen und wir wissen, dass bei denen der Respekt vorm Leben wegen der schlimmen Zeit unter der LSD nicht so ausgeprägt ist wie bei uns in der Zivilisation. Aber musstest du deshalb gleich zum Fleischfresser werden? Da wo ich damals aufgewachsen bin, haben wir den ganzen Tag auch nur Salat und Wurst gegessen, aber niemals Fleisch. Meine Eltern haben mir beigebracht, Fleisch nicht zu mögen, weil dafür Tiere sterben müssen. Und du Blut-Knut, du bist doch auch ein Tier. Wieso magst du dann deine Mit-Tiere nicht? Wie konntest du nur so grausam werden? Wie konntest du 10 unschuldige Karpfenleben nehmen, ohne Reue, ohne Scham, einfach so zum Vergnügen?

Noch sagt PETA "Lieber nackt, als Pelz", aber bald werden sie hinzufügen "...außer der von Knut!". Und das ist dann auch gut so.

Blut-Knut, wegen Dir hätten wir beinahe auf's Autofahren verzichtet, um deine Verwandten bei den Pinguinen zu beschützen, damit denen nicht das Eis unter den Tatzen wegtaut. Nun müssen wir nochmal drüber nachdenken. Vielleicht ist eine Welt ohne Tiere wie dich eine Bessere.

Dämlichst
Dein F.DJ. Wagner

Sonntag, April 06, 2008

Schuss jetzt!

From his now dead, cold hands!

C. Heston hat endlich die Flinte ins Korn geschmissen.

Zeit wurd's!
























Liebe/r/s "Anonym":
Zunächst einmal recht herzlichen Dank für Deinen Mut zur Offenheit. Eine Meinung äußert sich immer angenehmer aus sicherer Deckung.

Anyway: Nein, "gestört" hat er mich nicht "persönlich". Genausowenig wie mich George Bush oder die chinesische KP "persönlich stören". Aber es gibt meiner Meinung nach einfach Leute, die durch ihre Abwesenheit auf diesem Planeten mehr zu einem gedeihlichen Miteinander der Menschen beitragen, als durch ihre Anwesenheit. Und jener hier war einer davon.

Montag, März 31, 2008

Freitag, März 28, 2008

Mauss Kraffei

Morgens auf dem Weg zur Arbeit hör ich gern HR-Info. Weil ich ein Intellektueller bin. Und weil ich es um diese Uhrzeit nicht ertragen kann, wenn mir ein in seiner Sozialisation schwer gestörtes US-amerikanisches Blödchen was vorsingt von wegen Hoppla, Sie hätte es schon wieder getan.

Aber das nur am Rande.

Um 7.00 kam dann die Nachricht, dass das Transrapid-Projekt zwischen München und dem Schöfferhofer Moos nun entgültig magnetentschwebt sei. Die Nachrichtensprecherin meinte im Nachsatz auch, dass "ThyppenKruss aber deswegen keine Stellen streichen werde".

Das war lustig.

Im Nachhinhein hab ich mir aber Gedanken darüber gemacht, wie solch ein Versprecher zustande kommt. War es wirklich nur ein Versprecher? Sowas kann ja passieren. Das ist durchaus an der Tagesordnung. Oder kann es einen anderen Grund dafür geben?

Ich hab mir da Folgendes ausgedacht: Kann es nicht sein, dass sich die Nachrichtensprecher und deren Redakteure solche Sachen einfallen lassen, es mithin absichtlich machen? Vielleicht im Rahmen irgendwelcher Mutproben, um die redaktionsinterne Hackordnung auszuklamüsern? Ähnlich Schülern, die sich gegenseitig anspornen, dem Lehrer (früher:) eine Reisszwecke oder (heute:) ein HIV-infiziertes Spritzbesteck auf den Stuhl zu legen? "Traust du dich ja eh nich!" wird dann gestichelt! Oder "Wenn du DAS machst, bekommst von mir'n Eis!".

Also ich könnt mir das vorstellen.

Neuer Trendsport:

Extrem-Im-Stehen-Einschlafing



Mittwoch, März 12, 2008

In Memoriam Bastian Sick! Du hast es wenigstens versucht....


Da ist er wieder. Die Kakerlake unter den Satzzeichen, der Spaltpilz der Interpunktion, der Pickel am Arsch der Grammatik: Der Deppenapostroph.

Pestizidresistenter als Ghettoratten und von der ästhetischen Anmutung eines ostdeutschen Plattenbauskins gedeiht dieser Aussatz im Gesicht des geschriebenen Wortes überall dort, wo er von einer tumben aber aggressiv-hirnfreien Marketingschar umhegt, gedüngt und mit der Verachtung für Rechtschreibung und Orthographie im Allgemeinen und einer pathologischen Abneigung gegen die korrekte Pluralbildung im Besonderen kultiviert wird. Er wird erst dann seinen Vernichtzungsfeldzug beenden, wenn das arme und genetisch wohl unterlegene Plural-S letztlich aufgibt und den ihm vom grausamen Schicksal zugedachten Platz im Schatten des mächtigen Deppenapostroph's (jahaaa! Stimmt der nun, oder etwa nicht?) am Ende eines Wortes ohne Ansehung seines Falles einnimmt und vom Wortstamme getrennt einsam aber von allen verlacht verreckt.

Warum es das tut?

Das weiß keine'r!

Freitag, Februar 29, 2008

Montag, Februar 25, 2008

Donnerstag, Februar 21, 2008

Wussten Sie schon?

Eigentlich müsste hanuta ja hanuschni heißen.

Immerhin steht auf der Packung "Haselnuss-Schnitte". Und der geübte Akronymen-Akrobat weiß, dass man gerne die erste Silbe des zu akronymisierenden Wortes verwendet.

Ich finde ja, hanuschni klingt einfach irgendwie zu verschnupft. Marketingtechnisch nur schwer an den Konsumenten zu bringen.

Die Erklärung auf Wikipedia find ich albern: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanuta

Wobei das natürlich auch nur ein Zeichen dafür ist, dass unsere Informationsgesellschaft dem Untergang geweiht ist. Oder geweiht sein sollte. Ein Artikel über eine Süßigkeit! Manche Leute haben einfach zu viel Zeit!

Dienstag, Februar 19, 2008

Sind wir nicht alle ein wenig Zumwinkel?

Ich verstehe die Entrüstung nicht! Worüber regt sich das wiedervereinigte Deutschland denn auf? Über die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen, oder der Verderbtheit unsere "Eliten" im Besonderen?

Heuchelei!

Letzlich ist das doch alles nur die reine Schadenfreude. Schaut her, jetzt hat's mal einen von den Großkopferten erwischt. Doch was steckt WIRKLICH dahinter?

Nichts, meiner Meinung nach. Oder auf jeden Fall nichts moralisch Erhebliches. Weil nämlich: wären wir an der Stelle eines Herrn Zumwinkel, eines Herrn Ackermann, eines Herrn Esser anders? Hätten wir anders entschieden? Hätten wir den Aufschrei der gerechten Empörung gen Himmel fahren lassen und uns schützend vor die darbende Masse der HartzIV-Empfänger geworfen und gesagt: "So nicht, meine Herren, so nicht! Nehmt euer schmutzig Geld und versuchet mich nimmermehr!"?

Hätten wir aus reinem Gutmenschentum auf Steuerrückzahlung verzichtet? Hätten wir vor lauter Ehre und Gewissen Millionenabfindungen in den Wind geschlagen, nur um unser Seelenheil willen?

Ich glaubs doch fast nicht.

Wir ärgern uns doch alle nur scheckich, dass WIR nicht in der Lage sind, soviel Steuern zu hinterziehen. Wir kriegen Plaque, bei dem Gedanken, dass irgendwelche Horste bei erwiesenem Scheitern auch noch per Goldenem Handschlag in einen wohlalimentierten Ruhestand mit Aufsichtsratsbespaßung verabschiedet werden.

Doch basiert diese Echauffage auf der Erkenntnis der moralischen Verwerflichkeit ALS SOLCHER, oder kommt sie nur daher, dass sowas eben nur irgendwelchen ANDEREN passiert, und nicht uns. Hätte auch nur einer von uns in der Position eines Mannesmann-Aufsichtsrates abgelehnt, wenn man ihm eine größere Summe Geldes fürs rechtzeitige Handheben geboten hätte?

Kurz: Wollen wir Gerechtigkeit, oder wollen wir nicht auch nur mal die Möglichkeit, den großen Deal zu machen, mal Absahnen, mal mit Anlauf auf all die anderen Loser scheißen? Nach dem Motto: Eure Armut kotzt mich an!

Ich denke, die Antwort dürfte eindeutig ausfallen.


Wie war es denn zu Zeiten der Dot.Com-Blase? Hat sich nicht Heinz und Hilde bereitwillig dazu hergegeben, auch für den banalsten Job sich mit Aktien-Optionen abfinden zu lassen? Hat nicht jeder Ökosystemadministrator mit Freuden den Porsche als Benefit für hervorragende Dienste akzeptiert, nur weil er mal Word richtig eingerichtet hat? War das nicht irgendwie das selbe, nur halt auf nem anderen Niveau?

Wir müssen uns doch nur eingestehen, dass wir alle korrupt sind. Oder es zumindest gerne wären, böte sich nur endlich die Gelegenheit dazu. Jeder Kopf hat seinen Preis. Vielleicht sollten wir uns einfach mal an die berühmte eigene Nase fassen, bevor wir uns vollmundig und ach-so rechtschaffen über die Scheiße, die andere Leute bauen (und sich dabei erwischen lassen!), aufregen.

Find ich jedenfalls.








"Zyniker glauben, dass jeder genauso korrupt ist wie sie selbst. Idealisten glauben, jeder ist korrupt außer ihnen selbst." Robert Anton

Samstag, Februar 16, 2008

Camino

Laut eines Artikels in der "Rheinpfalz" befindet sich "Lolammed", so der Künstlername des jungen Mannes, auf dem 666 Kilometer (jahaa, soviel Klischee muss sein!) langen "March For Music" von Bobenheim-Roxheim bei Frankenthal nach Berlin, um auf diesem Wege für die Musik-Kultur im Allgemeinen, Verständnis für "die schwarze Szene" im Speziellen und GEGEN die akute "Pilgerreisemanie" im Besonderen, zu demonstrieren.

Ein löblich Werk. Vielleicht oder auch gerade wegen des bekloppten Namens.

Die Mitteilung provozierte bei Sandra die spontane Frage "wieviele Räder der denn abhaben muss". Eine schwierige Frage, die so auf Anhieb nicht beantwortet werden kann.

Und auch nicht wird!

Dennoch bleibt die Intention ein gute und ihm sind eigentlich nur noch die Daumen zu drücken. Vor allem für die Durchwanderung der Ostmarken wird er mehr brauchen, als nur unser Verständnis. Auf dem Weg durch diese für ihre Toleranz gegenüber Andersdenkenden oder auch Anders-Seienden eher unbekannten Territorien könnten Dinge passieren, die aus der "Nicht-Pilgerreise" schneller ein veritables Martyrium machen, als es ihm lieb sein könnte.

Man darf also gespannt sein.

Interessierte verfolgen jene Links:

http://www.depechemode-forum.de/forum/showthread.php?t=13219
http://www.party9.de/Nachrichten-Neuigkeiten/March-for-music_200.schlagzeile
www.myspace.com/hoellenkraemer

Achtung Firefox-User: Gerade die Seite hinter dem letzten Link besticht eher durch Individualität als durch Lesbarkeit!

Meinen Segen hat er!

Montag, Februar 04, 2008

Ja wie?

Die Frage des Tages stellt Sandra M. aus H.:

Morgens um 7 am Mannheimer Hauptbahnhof sind Funkenmariechen, Musketiere und Gandalfs unterwegs … Wie gaga kann man sein?

Freitag, Februar 01, 2008

Nihao

Diese Web-Site wird gefördert von der Volkshochschule Darmstadt, Sekretariat für Fremdsprachenkurse:

Freitag, Januar 11, 2008

Heavy on the Wood Way

Quiz

Schildwechsel

Wer rausfindet, was das bedeuten soll:


Mit bestem Dank an Isa!

gewinnt meine gebrauchte Unterwäsche!!

Reaktionen:

Roger P. aus F. schreibt dazu: "What does it mean? Blind people crossing? John Lennon fans crossing?"



Freitag, Januar 04, 2008

Samstag, Dezember 08, 2007

20:00 - 20.05

Licht aus für den Klimawandel. Gute Sache das.

Ich frag mich nur, warum machen die das nich im Sommer? Dann wär um die Zeit noch hell.

Donnerstag, Dezember 06, 2007

England

Manchmal hat das moderne Lohnsklaventum auch seine Vorteile. So kann ein überraschender Budget-Rest zum Jahresende einen Business-Trip übern Kanal zu unseren eigentümlichen aber erwiesenermaßen wehrhaften Freunden auf der Insel ermöglichen.

Dieses Jahr war ich dran.

Um den Kulturschock nicht allzu hart ausfallen zu lassen, war die erste Station meines Aufenthaltes von Arbeitsamkeit geprägt. Will meinen, zuerst war ich in Farnham. In diesem nach einem australischen Sänger benannten Nest arbeitet mein Kollege, den zur Sau zu machen ich die Freude hatte.

Und so siehts dort aus. Gruselig englisch:










Niedelich, nich? Hat sowas herrlich marodes. Unaufdringlicher Verfall. Ausdruck besten englischen Understatements. Aber: Die Autos in Top-Zustand! Das Prekariat ist halt überall gleich. Keine zwei Pfund achtzig für ne neue Glasscheibe fürs Toilettenfenster, aber'n Auto und nen Golf vor der Hütte parken haben!

Gut, das Kaff hatte auch nette Ecken. Vor allem die lokale gotische Kathedrale hat's mir angetan. Schönes Gemäuer, mutige Hausmeister:








Nein, im Ernst, war ne schöne Kirche:








Aber schon dieses kleine Kaff vermittelte mir sehr schnell die Gewissheit, dass eine Population, die sich zu lange in einem abgeschlossenen Habitat reproduziert, über die Generationen hinweg, nun, nennen wir's mal "liebenswerte Eigenheiten" entwickelt. Und die sind so dermaßen "liebenswert" und so überaus "Eigen", dass der etwas bösartigere Kontinentaleuropäer sie nur mit Mühen von ordinärer Dummheit zu unterscheiden mag. Wie auch die Kolonialengländer (US-Amerikaner), haben die Originalengländer einen ziemlichen Hang zur Gefahrenprävention durch nicht immer subtile Bevormundung. Das Spektrum reicht dabei von "harmlos dämlich"








bis hin zu "schlicht albern":








Diese waldorfschülergerechte Aufbereitung des komplexen Themas "Über die Straße gehen", befand sich übrigens an einer Straße, die eben gerade breit genug für ein Auto war.

Aber wer weiß, vielleicht ist das alles nur ein Produkt des berühmten englischen Humors:













Ehrlich arm und impotent. Braaahaha!


Schluss mit lustig, jetzt LONDON!

London ist groß, meist pompös, nicht immer schön, aber auf jeden Fall anstrengend. Was zu einem nicht unbeträchtlichen Teil an der Sprache der Londoner liegt. Klar, viele sprechen irgendeine guturale Karikatur dessen, was man uns in der Schule als "Englisch" beigebracht hat. Das hat dann mehr mit Ugurisch oder einem seltenen finnischen Dialekt gemeinsam, aber DIE sind nicht das Problem. Problematisch sind die ... vielen Pakistani (nies? ner? nisten?) und Inder. Ich weiß ja nicht, wann die an den Kreidefelsen gestrandet sind, aber lang kanns noch nicht her sein. Jedenfalls hört sich deren Interpretation von "Englisch" an wie eine Mischung aus Ranjitsch (wie auch immer) und Edmund Stoiber. Dabei ist in der Kommunikation mit diesen Leuten nicht Verständnis das größte Problem, sondern das "nicht-in-brüllendes-Gelächter-ausbrechen-weil-die-wirklich-so-klingen-wie-ne-schlechte -Parodie". Das letzte Mal gings mir so in Leipzig. Da musste ich mir auch die Zunge blutig beissen, als ich einen Leipziger nach dem Weg fragte und der mir in seiner Mutter"sprache" antwortete. Schlimm, wenn man klingt wie ein schlechter RTLII-Comedian. Ich bin Pfälzer, ich weiß, wovon ich rede.

London.

Genau.

London besteht hauptsächlich aus Gebäuden. Das ist insoweit bemerkenswert, als dass man die meisten davon schon kennt. Irgendwo hat man das ganze Geraffel schon mal gesehen. Der Uhrenturm, das lokale Parlamentsgebäude, das Riesenrad, verschiedenen Bahnhöfe und Brücken, Ellies Eigenheim und sogar die meisten Plätze und Kreisverkehre kommen einem irgendwie seltsam vertraut vor. Dabei ist es allerdings so, dass diejenigen Dinge, die man (noch) nicht kennt, es dann aber auch auf keinem Auge wert wären. Insofern stellt sich hier die Frage von Ursache und Wirkung. Oder auch nicht. Will meinen, zu "entdecken" gibts nicht wirklich viel. Aber vielleicht bin ich auch einfach ein bornierter Idiot, der der Stadt keine Chance mehr geben will. Möglich wärs. Immerhin hat sie mir 3 Tage Gelenkschmerzen und einen zweiwöchigen Schnupfen eingebracht! Drecksnest, miserabliges!

Dennoch, oder vielleicht: gerade deswegen hat mich dieses Gebäude hier schon ein wenig überrascht. Der ausführende Architekt ist ein Schüler der "Schilda'er Schule". Entgegen der traditionellen Baukunst lehrt sie, Gebäude von oben nach unten zu bauen. So werden die Bauarbeiter weniger nass. Ein im regenreichen London bestechend logischer Ansatz.













Neben den oben erwähnten pompösen Gebäuden gibt es auch diejenigen, die durch das völlige Abhandensein von Ästhetik auffallen. Zum Beispiel muss sich hier ein überambitionierte Architekt zum Thema "Zeitlosigkeit" so dermaßen keine Gedanken gemacht haben, dass es schon fast wieder beeindruckend ist. Die Hausverwaltung vermietet den Dienstboteneingangsbereich -als am wenigsten den Sehnerv beleidigendenden Teil des Gebäudes- an Pornofotografen. Der damit erzielte Erlös wird vollumfänglich für die Abwehr der zahlreichen Klagen der EU wegen Grausamkeit am Bau verbraten.












Und dann gibts natürlich noch sowas. Wie wohnt man darin? Wohnt man überhaupt? Oder dient es einfach dazu, den Abstand zwischen den beiden benachbarten Gebäuden konstant zu halten? Oder sie zu stützen?

Dienstag, November 13, 2007

Neulich im Bad...


... schaue ich auf mein Duschgel in genau der Art, in der man auf Dinge schaut, um sie durch schieres Draufschauen dazu zu bringen, entweder just nicht kaputt und/oder leer zu gehen. Dabei entdeckte ich den Aufdruck "Limitierte Auflage", verschämt, als sei er sich seines zweifelhaften Sinngehalts gewahr, in der rechten oberen Ecke des Etiketts.


Limitierte Auflage. Dusch Das. Limitiert. Auflage.
Das stellt sich schon die Frage, was dies dem Kunden, dem Käufer, MIR, sagen soll. Was genau ist limitiert? Die Geruchsrichtung? Das Layout des Etiketts? Die Form der Verpackung? Und warum, selbst wenn dem so wäre, sollte man es limitieren? Und wodurch unterschiede sich eine Limitierung der Auflage von den eh stündlich wechselnden Designs solcher Dinge, die die fragwürdige Existenz der Berufsgruppe der Industriedesigner rechtfertigt bzw. rechtfertigen soll?

Wollen die Leute von LeverHenkelProcter&Gamble im Rahmen einer großangelegten aber dennoch subtilen Kundenbindungskampagne durch Forcierung der Consumer-Product-Affection (ich glaube, das gibts nicht. Noch nicht!) den Absatz in ungeahnte Höhen katapultieren? Wenn ja, wie stelle ich mir das vor? Gibt es eine ausreichende Anzahl Menschen auf der Welt, die Duschgel sammeln? Vielleicht so Leute wie Horst D. aus Niedernixwitz in Thüringen, der seit frühester Jugend -damals noch in der DDR- Duschgel sammelt, das damals noch "Genossenseife" hieß. Und dann? Gibt er mit den Prunkstücken dann irgendwann mal auf RTL II im Nachmittagsprogramm an? "Nu, hiör hob isch nochnö orginal verbaggte 97er 'Dusch Dem'-Fehlbressung. Undör uns Sammlern besser begannt als die Aggusadief-Abweischung!". Kurz, gibt es einen mir unbekannten Duschgel-Kult? Oder soll mit limitierten Auflagen ein solcher geschaffen werden? Soll Duschgel mal zur gleichen Stil-Ikone werden, wie z.B. der Benz-Flügeltürer oder die Philippe Starck Zitronenpresse? Oder sucht man gar den adoleszenten Ü-Ei-Sammler abzuwerben?

Ich weiß es nicht.

Auch weiß ich nicht, was für Menschen das sind, die sich sowas ausdenken. Oder aufgrund perfide ausformulierter Arbeitsverträge ausdenken müssen. Was macht so einer, der das in ewig langen und gehirnrindekorrodierenden Creative-Board-Meetings durchgesetzt hat? Geht der abends mit dem guten Gefühl, was geleistet zu haben heim? Denkt der sich "Limitierte Auflage von unserem Duschgel! Geile Sache, das isses. Die reine Marketing-Historie! Rockefeller, du Flasche!"? Oder gehen solche Leute nicht heim, sondern bekommen ihre Pillen für die Nacht und werden wieder weggesperrt?

Man sollte das bei Gelegenheit mal klären.

Freitag, November 09, 2007

iPuke

Eine Gesellschaft, eine Zivilisation, eine Spezies, die es schafft GLEICHZEITIG das Ansteigen der Benzinpreise zu beklagen UND Nachts um 12 für ein aufgeblasenes, lächerlich überteuertes Yps-Telefon ansteht, hat ein massives Problem.

Ein Problem, welches am besten durch den großzügigen Einsatz von Nuklearwaffen gelöst werden sollte.

Oh mein Gott, ich vermisse 80er!

Freitag, November 02, 2007

Blut! Gehirn! MASSAKER!!!

Poaaa nee ... draußen laufen wieder "Elternteile" über den Flur und präsentieren ihre debile Brut. Umlagert wie das kleine gallische Dorf von Römern werden sie hier von biologisch-tickenden doppel-x-Zeitbomben auf Beinen umringt, die nicht infantil genug dahernuscheln können, um ein Quentchen Aufmerksamkeit vom Fremdbalg zu erhaschen!

Das is soooo ekelich!

Kennt ihr das nicht? Wenn irgendein Kollege wunder-weiß-wie-toll es geschafft hat, sich zu reproduzieren und die hässliche Frucht seiner faltigen Lenden mit stolzgewellter Brust vorstellt. Meist kommen dann dümmlich-dickliche dauer-single-Frauen aus der Buchhaltung hinzu und "aaaachen" und "ooochen" und "gucciguuuchen" um das arme Wurm drumrum, als gäbs keine Bosheit auf der Welt. Da könnt ich austicken!

Mich regt diese Überhöhung der Reproktionsfähigkeit so dermaßen auf, mir würden glatt die Worte fehlen, wenn mir nicht just eben diese gerade einfielen.

Es ist ja von allen biologischen Funktionen wohl die banalste. Vergleichbar mit Kacken oder Haarausfall-haben-können. Dennoch wird's immer so hingestellt, als sei es in etwa so toll wie ein Heilmittel gegen Krebs erfunden zu haben, das gleichzeitig die Kalte Fusion ermöglicht und den Weltfrieden sichert.

In den Gewaltfantasien, die mich in diesem Moment plagen, spielen Kettensägen, rostige Klaviersaiten und Schrotflinten eine zentrale Rolle.

Donnerstag, November 01, 2007

Amerikanische Wissenschaftler...

... haben herausgefunden, dass der berüchtigte "Kater" NICHT IMMER auf übermäßigen Alkohlkonsum zurückzuführen sein muss. Manchmal können die penetranten Kopfschmerzen auch andere Ursachen haben:

Neueste archäologische Funde belegen, dass der als "BOKOMA" bekannt gewordene Exo-Cranial-Parasit schon im frühen Pleistozän gefürchtet war:


Freitag, September 28, 2007

Wie Geil!

Donnerstag, September 13, 2007

Ich sehe!

Ein weiterer Gallenstein auf dem Weg zur völligen Vermultimedialisierung meiner kleinen Welt. Mein erstes eigenes YouTube-Video.

Soooo stolz!

Man lobe mich!




Achja, eins noch:
1. Ja, es ist weit weg.
2. Ja, es ist verwackelt.
3. Ja, es ist ne Scheißqualität.
4. Ja, die Übertragungsrate ist ein Schmerz im Arsch.
5. Ja, ihr geht mir alle auf'n Sack!

Donnerstag, September 06, 2007

Büro-Humor

Tja, manchmal gibt es doch tatsächlich in dem Haufen täglicher Halblustigkeiten eine Perle, die sich als ungeschliffener Diamant entpuppt ...


My Dearest Redneck Son,

I'm writing this real slow, because I know you can't read fast.

We don't live where we did when you left home. Your Dad read in the newspaper that most accidents happen within 20 miles of your home, so we moved.

I won't be able to send you the address because the last Texas family that lived here took the house numbers when they moved so they wouldn't have to change their address.

This place is really nice. It even has a washing machine. I'm not sure it works so well, though. Last week I put a load of clothes in and pulled the chain. We haven't seen them since.

The weather isn't bad here. It only rained twice last week; the first time for three days, and the second time for four days.

About that coat you wanted me to send; -- your Uncle Billy-Bob said it would be too heavy to send in the mail with the big buttons on, so we had to cut them off. You can find them in the pockets.

Bubba locked his keys in the car yesterday. We were really worried because it took him two hours to get me and your Pa out.

Your sister had a baby this morning, but I haven't found out what it is yet so I don't know if you are an aunt or uncle. It's the dangdest thing, but the baby looks just like your oldest brother.

Uncle Bobby-Ray fell into a whiskey vat last week. Some men tried to pull him out, but he fought them off and drowned. We had him cremated; -- he burned for three days.

Three of your friends went off a bridge in a pickup truck. Bubba was driving. He rolled down the window and swam to safety. Your other two friends, Cletus and Buford, were in the back. They drowned because they couldn't get the tailgate down.

There isn't much more news at this time. Nothing much out of the normal has happened.

Your Favorite Aunt,

Mom

Freitag, August 31, 2007

BildBlogSpot


Link: sevenload.com

Montag, August 27, 2007

Da!

Schon wieder!

Diesmal aus SpOn!

Unglaublich. Wen bringt das weiter? Also mich nicht!

Hier:
"Seit 1970 pumpte der Bezirk 13 Millionen Tonnen Sand an die Strände - genug um das Empire State Building mehr als zwölf Mal zu füllen."

Mit bestem Dank an Sandra für den Tipp!

Freitag, August 17, 2007

Der Mensch ist doch ein Augentier...

... schöne Dinge wünsch ich mir.

Sangen schon Rammstein. Und die müssen es wissen, die sind nämlich alle nicht der Hellesten welche. Gut, mag man anderer Meinung sein, aber das ist momentan nicht das Thema.

Worum es geht ist, dass der Mensch als solcher seine Umwelt hauptsächlich visuell erlebt. Kein Mann würde sagen "Hey, die Mutter hört sich aber toll an!" oder "Ich glaub, die riecht gut!". Nein, der durchschnittliche nicht-doppel-X-Träger sagt "Wow, die Schnitte sieht ja mal lecker aus!".

Das ganze geht nun -übertragen- im Fernsehen ganz gut. Das Fernsehen ist ja nun nicht umsonst das erfolgreichste der zur Verfügung stehenden Medien. Radio ist gut zum Autofahren, aber wenn es um Entspannung und Distraktion nach eines harten Tages Arbeit geht, ist das Fernsehen die erste Wahl. Weil: es ist visuell.

Nun manifestiert sich aber nach meiner Beobachtung hier ein profundes Problem. Wenn eine Redaktion einen Bericht fürs Fernsehen erstellt, hat man immer einen armen Praktikanten, der die Kommentare schreibt und, wenn er die Huld des Scheffs genießt, sie unter Umständen auch sprechen darf. Und an dieser Stelle kommt das Schiff ins Schlingern. Ein Kommentar ist gesprochen. Er "liegt unter dem Bild". Er ist mithin nicht visuell. Dies, plus den Umstand, dass der durchschnittliche Fernsehkonsument von zweifelhafter Intelligenz ist, scheint dazu zu führen, dass auch das gesprochene Wort "visualisiert" werden muss.

Was das alles heißt?

Nun!

Neulich vor dem Fernseher (ja, auch ich bin nach 17.OO Uhr eher doof!), sah ich einen Bericht über irgendeinen neu errichteten, gerade den Weltrekord des höchsten Gebäudes der Welt innehabenden Wolkenkratzers. Der ganze Bericht war -natürlich- kommentiert. Und dann geschah Folgendes: Als der Kommentator sich gerade so richtig in Rage über die beeindruckenden Maße des Gebäudes redete und solche Banalitäten wie Höhe, umbaute Kubikmeter, Gesamtvolumen der Innendurchmesser der Röhrchen der Flüssigseifenspender auf den Damentoiletten und die beindruckende Menge an Pissoirsteinen, welche voraussichtlich im Verlauf eines Jahres ihrer Bestimmung zugeführt werden müssen, abgehandelt hatte, sagte er, dass das Gebäude ein Gesamtgewicht von (man nagele mich bitte nicht fest) von 1.500 Tonnen hätte.

Und dann kams: Dies entspräche ungefähr 1000 Mittelklasse-Pkws (oder so ähnlich). Zahlen sind nicht meine Stärke. Und wenn Zahlen sich in der Form der Mathematik präsentieren, neige ich zu autistischen Reaktionen. Aber darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass der herangezogene Vergleich doch arg, wie soll man es nennen, "dämlich?" ist. Ich meine, hey, was soll das? Ein Teil wiegt x kilo. Mal tausend, dann Tonnen. Toll. Das ist schwer. Und je größer die Zahl, umso größer das Gewicht, umso größer das Beeindruckt-sein. Wer von uns kann schon nur eine Tonne ohne große Not zum Beispiel durch die Gegend tragen. Na also! Was also soll der Vergleich mit der entsprechenden Anzahl PKW? Das ergibt doch nur dann einen Sinn, wenn ich zwar relativ Gaga im Kopf bin, wenn es darum geht, mir abstrakt 1000 Kilo vorzustellen, mir aber sofort das helle Licht der Erkenntnis durch das Gehirn schießt, wenn ich diese Gewicht als Bruchteil oder Vielfaches eines z.B. Golfs (auch das ist immer wieder ein gern genommener Vergleich) präsentiert bekomme.

Woher kommt das? Ich weiß es nicht!

Kann es sein, dass einem doch recht selten wie in Monty Python Sketchen ein 60 Tonnen Gewicht unmotiviert auf den Kopf fällt (So much for pathos!), man aber doch recht häufig einen Golf auf der Straße sieht? Wohl nicht! Immerhin wiegt ein Golf keine 60 Tonnen, dennoch möchte niemand ihn unvermittelt auf seinen Kopf gefallen sehn (gut, Alex vielleicht, aber dafür müsst es dann schon ein GTI sein). Wo also liegt der Gewinn? Der explanatorische Mehrwert?

Das hat sich mir noch nicht erschlossen.

Ich glaube es war Otto, die Älteren unter uns erinnern uns noch an jenen -heute würde man ihn Comedian nennen- Humorfachverkäufer, der einmal in einem Sketch/Witz meinte, dass wenn man die Geldscheine (um die ging es glaub ich in dem Witz) aneinanderreihte, diese 3 mal um die Weltkugel gingen. Wenn man nur genug Platz zwischen den Scheinen liesse.

Noch ein Beispiel? Gerne!

Ich bin stolzer Besitzer einiger Ausgaben des "Kowalski - Das einzig frei Blatt im Westen". Auch hier wurde eine Geschichte erzählt, die die Visualisierung eines Sachverhaltes erforderte. Was kam dabei heraus? "Das entspricht ungefähr 100 Nilpferden oder 8000 Bibern, wenn ihnen das lieber ist!".

Sehr sinnreich.

Oder doch eher nicht?

Na also!

Vielen Dank für die Geduld.

Zombie im Geheimdienst Ihrer Majestät





Mit bestem Dank an Terri für den Tipp!

Donnerstag, August 16, 2007

Elvis has left the planet!

Ich schwörs: Wenn ich innerhalb der nächsten 7 Tage noch EIN MAL "Love me tender" hören muss, am besten noch in der "verlachten" Version, dann SCHIESS ICH DEN FERNSEHER KAPUTT!

Ehrlich jetzt!

Hochnotpeinlicher Nachtrag:
Natürlich meinte ich "Are you lonesome tonight" (glaub ich). Was allerdings nur 2 Dinge beweist: 1) das klingt doch eh alles gleich und 2) meine Elvis-Kenntnis is nich allzu profund.

Mit zutiefst empfundener Scham und der Bitte um Gnade an alle Elvis-Jünger! Ich bin unwürdig. Ich bin staub. Ich bin es nicht wert, dass mir ein Vogel auf den Kopf scheißt. VERZEIHT!

Freitag, Juli 27, 2007

Teufel Internet

Da sucht man nach einem Bild zum Begriff "Wurstwasser" (fragt nicht!) und findet das hier:




War Disney Belgier?

Donnerstag, Juli 26, 2007

Filmchen

Nach dem erfolgreichen Test der Integration fremden künstlerischen Schaffens in mein(en) Blog zwecks Verschleierung der eigenen Unfähigkeit und Einfallslosigkeit, hier ein neues Video. Hab ich aus einem SpOn-Artikel über ... was auch immer.

Ist sich sehr nett.

Vor allem mit der Musik.

Kommt gut und lenkt erfolgreich von diesem und jenem ab. Auch von der Arbeit.

Share and Enjoy!


Montag, Juli 09, 2007

Mal die Dichröhre testen ...



Cool! FUNZT!

Jetzt muss ich nur noch die Urheberrechtsklagen abwarten ...

Freitag, Juli 06, 2007

Tour De France: Im Hyères und Jetzt

So, genug Kulturmensch geheuchelt. Nach über einer Woche Gemäuer, illydischen Städtchen und bezaubernden Landschaften war es nun an der Zeit, die Sache mal richtig anzugehen. Richtig angehen bedeutet hier konkret: STRAND, BIER, SONNENBRAND. Also ab ans Meer, Kinners, Kultur ist für nur was für Randgruppen!

Aufgrund vielfacher Empfehlung seitens uns bekannter Surfer (Surfer! Die Buben und Mädels haben alle so zuverlässig einen an der Lampe, was die sagen KANN nur'n guter Tipp sein!) zogs uns nach Hyères. Ein wunderschönes, auf einer Halbinsel gelegenes Kaff mit bewegter mondäner Vergangenheit und einem gewissen rostigen Charme. Somit war das also beschlossene Sache, so sollte es sein.

Der Campingplatz


Als Mann des geschriebenen Wortes (jaja, dochdoch!), liess ich mich auf der Suche nach einer adäquaten Interimsbleibe natürlich nicht von irgendwelchen Bauchgefühlen leiten, sondern vertraute auf die seit Jahrhunderten verlässliche Quelle des Wissens für all jene, welche die Weiten der Welt für unter 30 Taler pro Tag erleben wollen: Dem Michelin Campingplatz-Führer. Genau. Führer. Und wie das bei Führern des öfteren der Fall ist, ist der, der ihnen folgt, verdammt, verarscht und ganz allgemein arm dran. So auch hier. Dieses Drecksblatt empfahl als besten Campingplatz der Region den -ich glaub so hieß das Teil - "Le Ghetto". Der Michelin gab dem Platz 3 "Zelte" (sowas wie "Sterne", nur halt in ... naja, Zeltform), was ihn im internationalen Campingplatzranking vergleichbar macht mit dem Waldorf-Astoria oder dem Vier Jahreszeiten in Castrop-Rauxel, wenns um Hotels geht. Mit anderen Worten, sehr edel. Angeblich. Einziger kleiner, vernachlässigbarer Fleck auf diesem Garten-Eden-gleichen Platz sei, so euphemistelte der Michelin, der doch recht nahegelegene Flugplatz. "Kein Problem", dachte ich mir. Ich habe lang genug in einer schlecht gedämmten Studentenbude an der Haupteinfallsstraße Mannheims gewohnt, in der Nähe des Güterbahnhofs, direkt unterhalb der Einflugsschneise des Mannheimer Flughafens, gerade noch in Hörweite der lokalen Straßenbahn. So ein wenig entfernter Flughafenlärm sollte mich nicht abschrecken. Darüber hinaus unterlag ich der dramatischen Fehleinschätzung, dass es sich bei einem "Flugplatz" in "Südfrankreich" doch bestenfalls um eine gelegentlich sorglos gemähte Wiese handelte, auf welcher ab und an die von den Einheimischen abgeschossenen Cessnas landen, um nicht ins Meer zu stürzen. OK, vielleicht noch einmal am Tag der Post-Zeppelin und der Hubschrauber der Ärzte ohne Grenzen, aber nicht mehr. Mithin sollte sich doch die Lärmbelästigung in Grenzen halten. Deswegen war ich auch nur allzu bereit, die für eine Woche anfallenden Campinggebühren im voraus zu entrichten, was mir zwar zumindest ungewöhnlich deuchte, mich aber von nichts abhielt. Kurz, nach 10 Minuten radebrechender Kommunikation mit einem armen Geschöpf, welches in eklatanter Selbstüberschützung behauptete, es könne Englisch sprechen, war der Platz gebucht und die nicht unerhebliche Standgebühr berappt. Wir hatten die freie Platzwahl, die Gegend war angenehm und auch der punktgenau einsetzende Regen war von südländisch frisch-würziger Art. Das arme Geschöpf teilte uns noch mit, dass "la bas" die Toiletten seien und das FRIIIIIÄÄÄÄÄÄÄÄÄNNNNNGGGGGGIIIIIIIAAAAAAAAAAAAAAOOOOOOOOOOOUUUUUUUUUUUUUU. Ich bin jetzt wahrlich nicht über Tastatur zusammengebrochen, vielmehr soll dies einen Eindruck vermitteln, welcher Lärm auf einmal losbrach und das vom Geschöpf Geäußerte untergehen liess. Auf dem Flugplatz startete nämlich just in diesem Moment eine veritable Linienmaschine im Airbus A 350 Format. Der Pilot hatte seine Mütze neckisch in die Stirn gezogen, er trug eine blaue Uniform und hatte seine Krawatte gelockert. Dies kann ich deswegen berichten, weil das startende Flugzeug dies keine 50 Meter neben unserem Zelt machte. Also starten. Das Geschöpf hat meinen Gesichtsausdruck gesehen und muss wohl spontan von Überlebensängsten erfasst worden sein, weil es sofort anfing mir wortreich (Wortreich in 3 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch) zu versichern, dass höchsten 3 bis 4 solcher Flieger pro Tag hier starteten. Um es kurz zu machen: Selten bin ich von einer Frau so dreist belogen worden. Entweder hatte sie neben einer Fremdsprachenschwäche auch noch Probleme im Zahlenraum bis 100, oder sie hat schlicht und ergreifend geflunkert, dass es dem Kohl ein anerkennendes Wort entrungen hätte. Sie machte sich dann auch schnell mittels ihres Club-Cars vom Acker und ward nie wieder gesehen. Schlagartig wurde mir bewusst, WARUM hier (und nur hier) die Platzgebühr im Voraus zu entrichten war. Während der ganzen Zeit stand Sandra relativ wortlos uns schicksalsergeben neben mir. Ich wandt mich ihr zu und sprach FRIIIIIÄÄÄÄÄÄÄÄÄNNNNNGGGGGGIIIIIIIAAAAAAAAAAAAAAOOOOOOOOOOOUUUUUUUUUUUUUU., was die Sache allerdings nicht besser machte.

Nun, zumindest hatten wir eine Platz. Später haben wir dann herausgefunden, warum der Campingplatz derart vom Michelin gelobt wurde: Es gab ein "Kinderparadies" mit Wasserrutsche. Meinen Plan, die Redaktion des Campingführers zu ermorden, habe ich noch nicht aufgegeben.

Sandra weinte sich in den Schlaf. Ich hatte Ohropax dabei.

In Hy in Hyères...

Wie oben schon erwähnt, bewölkte es sich bei unserer Ankunft und blieb auch so bis zum nächsten Tag. Somit war die von mir aufs Dringlichste intendierte Strandinaugenscheinnahme zunächst vertagt. Stattdessen gab es -ta-daa- Kultur- und Stadtbesichtigung. Hyères ist nett, die Straßen sauber, die Altstadt alt und das Bier erschwinglich. Oberhalb der Stadt gibt es eine verfallene Burg, in der Stadt gibt es Katzen, die links nur ein Ohr haben und lustige Hunde.

Die Burg
Die Katze (mit links nur einem Ohr)
Lustiger Hund

Aber morgen ... morgen gehts an den Strand. Und wenn die Welt untergeht, is mir scheißegal. BEACH OR DIE!!

[t.b.c.]

Samstag, Juni 30, 2007

Tour De France: NO "Sur le pont d'Avignon"!!

Nachdem wir nun relativ abgefüttert waren mit diesen Kleinstsiedlungen aus dem frühen Pleistozän, wollten wir auch mal eine Großstadt eines touristisch motivierten Blickes würdigen. Da bot sich Avignon an. Es ist groß, eine Stadt und bietet im Ganzen doch mehr als vergleichsweise Brunsbüttel.

Bei Avignon fällt einem natürlich sofort die Brücke ein. Die Brücke von Avignon. Auf französisch: Le pont d'Avignon. Es ist eins der bisher ungelösten Rätsel der Menschheit, warum der Teil derselben, der Avignon besucht, sofort verschüttet geglaubte Sangeskünste für sich wiederentdeckt und unmotiviert in '"sürlöpongdawinjongonidonsöonidonsö"-Geplärre ausbricht. Ob sich hier tief im menschlichen Genom verankerte Atavismen Bahn brechen oder ob das nur schlicht grausame Dämlichkeit ist, hat sich mir noch nicht erschlossen. Auf jeden Fall verhängte ich beim Passieren des Ortschilds von Avignon ein umfassendes "SUR LE PONT D'AVIGNON"-Verbot, welches zumindest von Sandra weitestgehend eingehalten wurde. Obwohl ich glaube sie erwischt zu haben, wie sie es beim Anblick der Brücke doch leise vor sich hingesummt hat. Es sei ihr verziehen.


Die Brücke.

Die Entstehungsgeschichte der Brücke ist weitgehend unbekannt. Die wenig bekannten Fakten werden von den verschiedenen Schulen der sich dem Brückenbau verbunden fühlenden Historiker aufs Heftigste umstritten.

Am einleuchtendsten ist diese Version: In Iden des März des Jahres 1145 warf der -danach Heilig gesprochene- St. Inzèste, seines Zeichens Schafhirte und Faktotum eines nahegelegenen Ortes, auf Geheiß eines gerade vorbeifliegenden Engels einen Stein in die Rhone. Bei diesem Stein soll es sich der Legende nach allerdings um einen veritablen Felsblock gehandelt haben, was der Leistung einen gewissen extraordinären Anstrich verpasste. Ob der Ungewöhnlichkeit dieses selbst für südfranzösische Hirten seltsamen Verhaltens entschloss sich der Gemeinderat der Stadt Avignon, dies als Wunder im herkömmlichen Sinne zu interpretieren und, da ja nun schon mal ein Stein im Wasser lag, gleich Nägel mit Köpfen zu machen und eine Brücke an dieser Stelle zu bauen. Sprachs, beschloss es und heuerte gleich ein Heer Fronarbeiter an, die unter Einsatz ihres Lebens die Brücke bauten. Während des Baus allerdings zeitigte besagter St. Inzèste das Zeitliche. Um dem göttlich motivierten Steinewerfer ein Mindestmaß an Ehre zu erweisen, errichteten die Verantwortlichen zu seinem ewigen Gedenken eine kleine Kapelle mitten auf der Brücke. Diese hinwiederum ist dann doch nicht so klein ausgefallen wie anfänglich geplant und auf der Hälfte der Brückenstrecke waren auf einmal die Steine alle. Sie reichten nicht für eine GANZE Brücke UND die Kapelle. Da die Kapelle allerdings schon gebaut war, mussten die Brückenbauarbeiten auf halber Strecke eingestellt werden. Deswegen reicht die Brücke bis heute nur bis in etwa zur Mitte der Rhone, wo sie (die Brücke) unmotiviert endet. Was ihren Zweck als Brücke schwer einschränkt, ihren Wert als Touristenattraktion aber ähnlich dem Rathaus zu Schilda ins fast Unermessliche steigert.

Hier. Hört einfach auf. Ziemlich dämlich.
Einer anderen Legende zufolge liess Papst Inkontinenz XX. eine Brücke über die Rhone bauen, ganz einfach, weil er mal ans andere Ufer rüberwollte und er Schiffe nicht mochte. Bei Besichtigung der Bauarbeiten stellte er dann allerdings fest, dass das andere Rhone-Ufer schlicht völlig uninteressant, mopsig, öd, fad und langweilig war und man stellte die Bauarbeiten wieder ein. Auch net schlecht.

Naja, so oder so ähnlich hab ich auf jeden Fall die per Audio-Guide vermittelte Geschichte dieses in seiner Unspektakulärheit einzigartigen Bauwerks verstanden. Irrtümer seien mir vorbehalten und können höchstens aus der doch sehr bescheidenen Tonqualität des Audio-Guides resultieren.

Darüber hinaus ist Avignon interessant aber doch auch recht unspektakulär. Gut, es gab da noch den Engel, der Angst hat, dass ihm die Taube auf den Kopf scheißt:
Achja, ich hab mir eine Mütze gekauft. Toll! Da das niemanden interessierte ausser mich, hab ich mich auch gleich selbst fotografiert. Wenn man nicht alles selbert macht ...

Donnerstag, Juni 28, 2007

Tour de France: Apt und so ...

Nach der eindrucksvollen Bestätigung meiner wahren Identität als Regengott auf Erden (ich ziehe die Wolken an, sie lieben mich, sie wollen in meiner Nähe sein, um mich zu nähren und zu tränken!), versuchten wir dem humiden Inkontinentalklima durch die Flucht in südlichere Gefilde zu entgehen. Die Wolken und der Regen waren allerdings hartnäckig. Erst kurz vor Apt hat sich die Wetterlage -zumindest vorrübergehend- gebessert.

Apt an sich ist ganz nett. Nicht der Brüller, aber als Basislager durchaus nicht verkehrt. Ausserdem gibts dort einen recht schönen Pub. Gut, die können dort kein Englisch mehr, aber wir haben auf der Fahrt "Schämrädöpressiong" als Spruch der Wahl erlernt, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass wenn man das zum Bedienerich sagt und gleichzeitig die internationale Geste des Trinkens macht, man tatsächlich meist ein bierartiges Getränk bekommt. Und was will man mehr?
Von Apt ausgehend gings dann in die umliegenden Siedlungsgebiete. Vom Zeltplatz aus sah man auf einer Hügelkette thronend ein komisches Ebbes, was sofort meine Neugier erweckte. Bei näherer Inaugenscheinnahme stellte sich dieses Ebbes als Dorf namens Saignon heraus. Sehr idyllisch, sehr alt aber mit einem nachgerade atemberaubenden Ausblick. Dafür gabs allerdings weit und breit keinen Pub, was zu einem Abzug in der B-Note führte.

Der übliche Sakralbau. Hier eher sakralbaufällig, aber nett:
Das Nest an sich:
Und die oben schon erwähnte Aussicht (drunt im Tal lungert Apt rum. Die Stadt gewinnt mit der Entfernung.)
Und da wir nun schonmal auf dem Berg waren und der Tag noch jung war, fuhren wir weiter und entdeckten ein touristisch völlig unbelecktes Kleinod. Caseneuve. Das war so dermaßen unbeleckt, und zwar nicht nur vom Tourismus, sondern von Belebtheit im allgemeinen, dass sich der Vermutung aufdrängte, das Kaff wär aufgegeben worden. War es aber nicht. Am Ortsrand saß die lokale Rentnergang, liess sich die Sonne auf die nicht mehr ganz taufrischen Gesichtszüge scheinen und beobachtete uns mit einer Mischung aus Misstrauen, Entsetzen und Neugier. Ich wollte die Bande eigentlich fotografieren, aber ich hatte die Vermutung, sie würden dies als feindlichen Akt interpretieren und mich mit ihren diversen Gehhilfen in ein frühes Grab prügeln. Man soll die Agilität in die Enge getriebener Senioren -gerade der französischen -nicht unterschätzen. Deswegen liess ich davon ab und hab einfach mal ein Haus fotografiert. Das ist zwar weniger interessant, aber dafür auch weniger gefährlich.

Caseneuve, so siehts dort aus. Echt jetzt, keiner da! Es gab zwar eine lokale Katze, aber die war auch so dermaßen an Menschen nicht gewöhnt, dass sie ihr Heil in einer eiligen Flucht suchte.

Am nächsten Tag gings weiter mit einem touristischen Parforce-Ritt. Roussillon, Gordes und Sénanque. Diese Ziele sind zwar schön, doch aber auch sattsam bekannt. Deswegen gibts jetzt hier mal ein paar Bilder von Roussillon, die meinem szenetypischen Verhalten entspringen, welches mich dazu zwingt, mich auf Friedhöfen rumzutreiben und dort auf friedliche Passanten zu warten, um ihnen ein wenig Blut - in netter Form - abzuzapfen. Mit anderen Worten: hier der Friedhof von Roussillon:

Was eindrucksvoll beweist, dass sogar Tot-in-der-Gegend-rumliegen dorten schöner ist als zum Beispiel in Ludwigshafen, Mannheim oder auch in Oer-Erkenschwick.

Ich denk, Sénanque kann man sich sparen, vor allem da dieser Dreckslavendel seinen biologischen Pflichten nicht nachkam und Anfang/Mitte Juni noch nicht geblüht hat. Ich wollt mich beschweren, aber 's hat leider keinen interessiert.

Aber gut, eins von Sénanque:
Vielleicht trägt es zur Erheiterung bei zu wissen, dass Sandra an diesem Tage mit einem Fun-Shirt von Zillo bekleidet war. Darauf prangte in großen Lettern, auf das Intel-Inside-Logo anspielend, "Devil inside". Mit Rücksicht auf die sich noch immer in diesem Kloster zuhauf rumtreibenden Mönche und Mönchinnen sahen wir darob von einem Besuch ab. Weltfremd wie diese Brut ist, hätten die das für bare Münze genommen, es am Ende als Geständnis interpretiert und die Gutste per Scheiterhaufen in die Hände DES HERRN überantwortet. Das wollten wir (Sandra mehr als ich, is klar!) natürlich vermeiden. Allein aus Umweltschutzgesichtspunkten war dies wohl ein weiser Entschluss, wo das doch so eine trockene Gegend ist und jedes offene Feuer immer mit der Gefahr eines Flächenbrandes einhergeht.

Von Gordes gibts leider keine Bilder. Nur soviel: es ist alt und sieht auch so aus.

Tour De France: Lyon

TAG 1

Nach kaum 8 Stunden, in denen wir umständlichst ("Bis"-Route, ich bin mir noch nicht sicher, WAS genau das ist aber ich bin mir sicher, was es NICHT ist: Die kürzeste Strecke!) durch die frankreichische Wallachei -die Franzosen nennen das "Bourgogne", dort bauen sie Hühner und Kühe an - gegondelt sind, erreichten wir bei eitel Bewölkung und schwachen 23 Grad Lyon, das erste spontan erwählte Etappenziel. Sandras Eingebung folgend beschlossen wir, den folgenden Tag auch noch in Lyon zu verbringen und suchten zu diesem Behufe eine uns würdig deuchende Herberge. Sandra tat sie auf in Form eines "Mercure"-Hotels am Place De La Frommage. Und wer nun mit "Mercure" "billig" verbindet, dem sei gesagt, dass er irrt. Sackteuer wars, aber da Sandra zahlte, liess ich mich dazu überreden diesen Schlag in die Urlaubskasse zu akzeptieren.

Der Blick aus dem Hotelzimmer. Das Photo wird der Relität nicht gerecht. Es sah live besser aus.


Dann gings raus in die große Stadt, hin zu den Attraktionen, die sie für uns bereithielt: First Beer!

1,3 Promille später gings dann richtig los. Weiter in die Stadt. Lyon ist ja, was Städte betrifft, schon eher groß. Deswegen beschlossen wir, die nähere Umgebung zu erkunden. Die war auch recht nett, es muss wohl so eine Art Künstler/Studenteneck gewesen sein, auf der Stadtentwicklungsskala irgendwo zwischen "Kiez" und "Ghetto". Auf jeden Fall gabs reichlich zu gucken, und, wär nicht Sonntag gewesen, hätt man auch -gerade als Deutscher- feinsten Zwirn erwerben können.
Auf dem Bild leider nicht mehr erkennbar, sind die T-Shirts der Marke Thor-Steiner und White Masterrace. Sehr nett, inklusive Schwarz-Weiß-Roter "Toitschland"-Flagge und lustigen Sprüchen, die die geistige Haltung des Trägers in eindruckvollster Manier kundtun. Was einen zu der Erkenntnis führt, dass es Arschlöcher auch außerhalb Deutschlands gibt.

Zum wieder-runter-kommen und nachdem ich vergeblich nach geeigneten Steinen gesucht habe, um das Schaufenster neu zu gestalten, gings an den Fluss (an einen der beiden ... Rhone oder Saone ... wer weiß?). Dort gabs eine Brücke.

View From a Bridge:
Und dann war auch schon Essenszeit. Wir beschlossen zum Urlaubsauftakt typisch französisch Essen zu gehen. Sowas mit Humidor a la saison chez juz de pampelmuse au gout d'elch oder zumindest sowas in der Richtung. Gabs aber nicht. Stattdessen gabs:
Also: Fish et chips, eine alte südfranzösische Spezialität ... Das ganze nahmen wir stilecht im schottischen Pub "Chez Wallace" zu uns. Dazu gabs die Formel-1-Übertragung und feinstes Englisch sprechende Bedienungen. Das war dann auch das letzte Ma(h)l, dass wir uns ohne Peinlichkeit zu erregen verständlich machen konnten.

TAG 2

Nach einem ausgedehnten Frühstück im "Aux Frikadelle" (due Espressi und 3 Kippen) gings dann zeitig in die wunderschöne Altstadt Lyons. Der Himmel zeigte sich zwar noch bewölkt, doch die Optimismusdrüse arbeitete im Sonderschichtbetrieb und so genossen wir die wenigen uns noch bleibendene trockenen Minuten.

Sightseeing at its best:
Altstadt
Sakralbau
Pub (again)
Natürlich steht jetzt die Frage im Raum: "Ja ham die denn einen anner Waffel? Fahren für teuer Geld nach Frankreich und vergeuden Zeit und Geld in Pubs?". Nuuuuun, berechtigter Einwand, fürwahr, aber um der Wahrheit genüge zu tun, sind wir in dem Pub nur deswegen geldandet, weil es der letzte trockene Zufluchtsort war vor einem Regen, den ich zwar kommen sah, von dem ich aber annahm, dass es sich dabei um einen südfranzösischen Schönwetterschauer handelte. Handelte es sich aber nicht. Es war ein südfranzösischer Langzeitlandregen von der Intensität, als hätte jemand einen Ozean durch ein Sieb geschüttet. Meine Stimmung sank im gleichen Maße wie der Wasserstand in den Straßen stieg. Selbst die Zuführung nicht unerheblicher Mengen Kilkenny's konnten daran nix ändern. Wir saßen so ca. 1.5 Stunden in dem Ding und harrten der Sonne, dies aber vergebens. Geregnet hats den ganzen Tag. Das war dann unser Stichwort: durch den Monsun (gnihi) zum Parkhaus, dort das Auto für schlappe 25 Euro ausgelöst und raus aus Lyon. Sandra hat viele Postkarten mitgenommen, ich nur einen leichten Schnupfen.

Donnerstag, Mai 24, 2007

True Lies

Alle hamse gedopt. Nur nich Jan. Unser Ulle. Und trotzdem isser schneller gefahren als alle anderen und gewinnt mal eben so die Tour.

Was für ein Ausnahmeathlet! Was für ein Mann!

Jan, wir sind stolz auf Dich! Wie auch Du auf Dich!

Ähnlich aufrichtig war nur noch Walter Ulbricht, der am 15. Juni 1961 Folgendes äußerte: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."