Montag, September 01, 2008

Unsere Gurkentruppe...

Mit den Buben am Drücker, braucht uns nicht Bange sein!








Von links nach rechts:

Schabrackenkapitän zur Binnensee Hinnack Krause, Spitzname "Minesweeper".
Verpflichtete sich im Alter von 21 Jahren zu 100 Jahren Fregattendienst auf der "HMS Harndrang" und arbeitete sich dort in kürzester Zeit vom Kielholer zum Kaptiän dritter Klasse hoch. Seine Hobbies sind "beim Mensur üben immer richtig eingeschenkt bekommen" und Labskaus.

Kamerad ohne Rang Hartmut Fröhn, Spitzname "Eckfähnrich". Ging mit 16 schon zum Bund, weil die Schulpflicht endete. Als völlig begabungsfreier Jungbundling qualifizierte er sich nach mehreren Versuchen zum Abstandshalter auf Widerruf in der Bundespräsidialen Ehrengarde. In seiner Freizeit ist er ein zuverlässiger Schnitzeltester auf Staatsempfängen.

Private First Class Ulle Knöchling, Spitzname "Zuhälter". Wurde vor seiner Stammkneipe durch Werber der Bundeswehr geshanghait und verbrachte mehrere Jahre unfreiwillig als Botenjunge auf dem Bergepanzer "Heinrich Himmler" im Grenzgebiet zwischen Etsch und Belt. Wird aufgrund seiner listigen Physiognomie gerne mit Rudolf Scharping verwechselt und schlägt daraus Kapital.


Sondergefreiter für Aufklärung und Propaganda Torsten Torf, Spitzname "Unser Walter". Verpflichtete sich für 7 Jahre als Radarantennendreher beim Luftabwehrgeschwafel "Droste-Hülshof", wurde aber aufgrund seiner Qualitäten auf dem Gebiet des Witze-erzählens in die Propagandabteilung überstellt. Dort dient er seither als Witzbarometer und prüft Nachrichten aus Krisengebieten. Erst wenn er nicht mehr lacht, ist die Lage ernst (das Bild wurde nach Eintreffen der Nachricht vom Tod eines Kameraden aufgenommen).

Schach-Maat Erster Klasse Hauke Landunter, Spitzname "Perlweiß". Wurde im Alter von 6 Monaten vor der Berthold-Brecht-Kaserne in Wuppertal gefunden und vom Wachoffizier vom Dienst im Namen der Kompanie adoptiert. Wurde mit Beginn der Pubertät aus hygiensichen Gründen auf das U-Boot "Konrad Zuse" überstellt, wo er seither als Wasserstandsmelder Dienst tut. Seine Hobbies sind Buddelschiffe und aufmerksam Zuhören.

Mittwoch, August 27, 2008

Fleckvieh im Vertrieb

Als wäre Tanken in diesen Zeiten aufgrund einer bolschewistischen Preisgestaltung nicht eh schon ein Vorgang mit nur eingeschränktem Lustgewinn, nein die Jet-Tankstelle in Darmstadt setzt da noch einen drauf.

Sie steht hinter der Theke. An der Kasse. SIE. Das Dunkelbunte Fleckvieh im Direktvertrieb.

Allein "stehen" ist ein irreführender Begriff für das, was man als heroischen Versuch interpretieren könnte, nicht von den Auswirkungen eines ausgedehnten vorabendlichen Bummels mit Justin und Jaqueline durch die Pflaumen- und Apfelbaums, Kinky-Palaces und Chez Mandies der darmstädter Innenstadt unter die Tischplatte gezogen zu werden.

Dennoch, da steht sie nun und schaut mich an. Obwohl auch "schauen" diesem völlig perzeptionsneutralen Vorgang nicht gerecht wird. "Schauen" ist zielgerichtet. "Schauen" erfordert geistige Regheit, Hirn, Intellekt. Nichts davon ist diesem Wesen auch nur im Entferntesten bekannt oder immanent und ich muss mich korrigieren: Sie glotzt. Sie glotzt in meine ungefähre Richtung, als ich die Tankstelle betrete. Und das auch nicht, weil sie in mir einen Kunden, einen zahlenden Menschen, einen wenn auch nur geringen Teil eben jenes magisch-ökonomischen Balletts erkennt, an dessen Ende das herauskommt, was sie wohl als "ihr Gehalt" bezeichnen würde, wenn ihr das nötige Vokabular dafür zur Verfügung stünde. Nein, allein das Türgeräusch hat sie zur kurzfristigen Unterbrechung ihres frühmorgendlichen Wiederkäuens animiert, irgendwo zwischen Fluchtreflex und triebhafter Neugier.

Ich merke sofort: Ich als Person, als Mensch, als fühlend und zahlungswillig' Wesen bin hier völlig irrelevant. Würde ich mich auf der Stelle in ein blässlich nachglühendes Ammoniumwölkchen verwandeln, sie würde den Unterschied nicht mal bemerken. Doch noch bevor sich dieser -an sich traurige- Erkenntnisgewinn im Unterlassen einer freundlichen Begrüßung manifestiert, haben sich schon äonen-alte Erziehungsmuster Bahn gebrochen, und ein "Guten Morgen" entschlüpft mir ebenso schnell wie unkontrolliert, eine Salutatio Präkox, quasi. Unbeabsichtigt, und völlig unpassend.

Zu spät, ich habe mich als ihr unterlegen gezeigt und werde dementsprechend behandelt. Zunächst zeigt sich dieses "Behandeln" in der hunderprozentigen Abwesenheit jeglicher Be-Handlung. Meinen Weg von der Tür zur Kasse verfolgt sie mit amöbenhafter Teilnahmslosigkeit, mein Erreichen des Tisches quittiert sie nicht mal mit dem Fokusieren ihrer kuhbraunen Augen auf mich. Sie glotzt in animalisch-enthirnter Stupidität nicht nur an mir vorbei oder durch mich hindurch, sondern sie schafft es, trotz der groben Ausrichtung ihres Kopfes in meine Richtung, mich völlig und umfassend zu ignorieren. Ein kurzer Blick in die Reflektion des Fensters überzeugt mich davon, dass ich immer noch über eine gewisse materielle Dichte verfüge und sich das Licht an mir in der dem Erkennen förderlichen Art und Weise bricht, und dass ich nicht doch überraschenderweise durch eine fiese Strahlungseinwirkung unsichtbar geworden bin.

Regloses Verharren in ihrem Gesichtsfeld führt dazu, dass sie mich wahrnimmt. Widerwillig. Was sie da sieht, mag sie nicht. Offensichtlich.

Der Vorgang des Bezahlens mit EC-Karte ist ihr komplett nicht nachvollziehbar. Hat sie doch einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres jungen, aber bis dato vollumfänglich sinnlosen Lebens, damit verbracht, den Vorgang des Bezahlens mit "Geld" zu verstehen, scheint ihr die Verwendung jenes kleinen Plastikscheibchens nur aus der Art von Filmen bekannt zu sein, in welcher Männer mit guten Anzügen, aber schlechten Dialogschreibern, damit Crack-Häufchen kleinhäckseln, um die Intranasalverkostung des feinen Stoffs nicht allzusehr in ein rhinolaryngologisches Massaker ausarten zu lassen. Dass man damit auch Rechnungen begleichen kann, ist für sie aber in etwa so verständlich wie die spezielle Relativitätstheorie oder Malen-Nach-Zahlen im Zahlenraum bis "2".

Die mentale Leistung der Verbindung der auf ihre völlig überlastete Kleinhirnrinde einstürmenden Bilder "Mensch mit EC-Karte" mit dem ihr nach mehrmonatigem Leckerlietraining beigebrachten Konzept der "Rechnungsbegleichung" bringt ihren Schädel zum Vibrieren. Infraschallbrummen durchdringt den Raum.

Doch plötzlich greift sie mechanisch nach der Karte. Sie erinnert sich, sie hat irgendwann mal gelernt, dass wenn diese seltsamen Leute bei ihr vor dem Tisch stehen, diese ihr kleine Dinge in die Hand geben, die sie dann in eine kleine Schublade zu den anderen kleinen Dingen legen muss. Manchmal muss sie auch andere kleine Dinge zurückgeben, aber nicht jetzt. Das freut sie.

Doch nun komme ich daher, und überfordere sie damit, indem ich mit diesem bunten Stück Plastik bezahlen will. Das darf sie nicht zu den anderen kleinen Dingen in die Schublade legen. Sie ist verwirrt. Nur ihre Berufs-Kittelschürze hindert sie daran, sich zu putzen.

Und deshalb glotzt sie mich an. Sie glotzt, wie ich es nur einmal je in meinem Leben zuvor gesehen habe, und zwar bei einer Fahrradtour, die mich in den schweizer Bergen durch eine Herde Kühe führte. Auch die haben geglotzt. Sie glotzt diese Art von Glotzen, bei welcher der Beglotzte zwangsläufig Gefahr läuft, in der intellektfreien Tiefe hinter der Iris, in diesem vernunftleeren Raum, dieser zerebralen Ödnis, zu versinken. Diese Art von Glotzen, die ähnlich dem Erfrierungstod ist: SCHLAF NICHT EIN, REDE MIT MIR, SONST IST ALLES VERLOREN, BLEIB BEI MIR, BOB!!!

Und nach einer gefühlten Ewigkeit, in welcher kleinere Gottheiten auf Erden erscheinen, Religionen gründen und wieder in Vergessenheit geraten können, feuert eine bis dato untätige und von allen ungeliebte Synapse einen schwächlichen aber ausreichenden Impuls in die schwelenden Rudimente des Erinnerungszentrums ihres an Unterforderung dahingeschiedenen Kleinhirns. Verschiedene Schalter und Relais rasten ein, stellen Verbindungen her und am Ende steht: Erkennen.

Sie sagt: "Achso, Sie wolle mid de Kaad bezahle?!?"

Sie äußert das in einem Tonfall, der aus 5 Prozent Überraschung , 50 Prozent Vorwurf und 45 Prozent dummdreister Impertinenz besteht, der in weniger aufgeklärten, fundamentalistischeren, ursprünglicheren, aber auf dem Gebiet der Frauenhaltung fortschrittlicheren Gesellschaften zur sofortigen Steinigung geführt hätte.

"Mid de Kaad".

Genau.

Sie ist ganz von allein draufgekommen.

Freitag, August 22, 2008

Glückwunsch!

Donnerstag, August 21, 2008

Invaders



Hierbei handelt es sich um die Kollektion auf freier Wildbahn selbst geschossener Invaders (ok, ok, den genfer Invader hat Sandra erlegt. danke dafür!) . Die stammen von einen Kerl aus Frankreich, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, im Rahmen künstlerischen Schaffens durch die Weltgeschichte zu fliegen und allüberall Invader-Mosaike an die Wände zu pappen.

Der Mensch braucht eine Aufgabe!

Niedlich, nich?

Montag, August 11, 2008

Man fragt sich schon...

... ist das Absicht?

Oder so...

Mittwoch, August 06, 2008

Krisenstäbchen

Der Preis für die dämlichste Schlagzeile des Tages geht heute ausnahmsweise mal an den SpOn:

ENTFÜHRUNG IN AFGHANISTAN

Krisenstab geht von kriminellen Motiven der Kidnapper aus


Die Vermutung der Experten des Krisenstabs, es handele sich um eine karitativ motivierte Entführung, musste letztlich doch korrigiert werden.

Dienstag, August 05, 2008

BYH: Nachlese (Teil 1)

Assi mit Niveau:























Kittelschürze of Death:























Und ich sach noch, "Terri", sach ich, "tu das nich!":




















Re-spect, Aldä!

No brain, no pain!

Freitag, August 01, 2008

Dresscode trocknen Hirn aus

Aus gegebenem Anlass hat mich die Frage umgetrieben, wie man sich denn nun als High Potential und zukünftige Vorstandsmolluske in diesen tropischen Zeiten im professionellen Umfelde gewandet.

Eine kurze Suche förderte diesen Treffer zutage. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Artikel von einem Herrn mit Schlips (respektive Kravatte) oder einer Dame mit hochgeschlossener Bluse geschrieben wurde. Ich zitiere (kursive Anmerkungen von mir):

Dresscode für das Büro im Sommer bei Hitze

Für Büros in denen Wert auf gepflegte Kleidung gelegt für diese gilt während der Sommermonate weiterhin ein strikter Dresscode auch wenn keine Klimaanlage installiert sein sollte.

Außerdem gilt bei hohen (und tropischen) Temperaturen die Regel des sogenannten Partizipienverzichts. Diese dürfen bei über 20 Grad weggelassen.

Für Herren gilt, dass Sandalen und kurze Ärmel nicht erlaubt sind. Auch das lockern der Kravatte oder Knöpfe am Hemd zu öffnen ist nicht gestattet.

Kravatte? Groß- und Kleinschreibung? Satzzeichen? Nicht bei diesem Wetter!

Bei tropischen Temperaturen und großer Hitze im Sommer ist das Ablegen des Jackets und der Kravatte gestattet.

Aber nur im Sommer. Und dann auch nur, wenn tropische Temperaturen und große Hitze gemeinsam auftreten. Bei überraschenden Hitzeperioden in Herbst oder Winter ist das Öffnen der Kravatte oder das Lockern der Knöpfe am Hemd nicht nur nicht verboten, sondern explizit erwünscht!

Für Frauen sind kurze Arme und Beine gestattet, jedoch sollten diese rasiert sein.

Logisch. Saisonal bedingte Kleinwüchsigkeit entbindet die modisch elegante Frau nicht von den grundlegenden Regeln der Hygiene und des gepflegten Auftritts!

Für beide Geschlechter gilt als oberstes, dass Schweizgeruch im Büro nicht geduldet ist und DEO und deodorieren auch Pflicht ist.

Der Artikel stammt offensichtlich aus Österreich. Ob dort mittlerweile der Ausspruch "Du stinkst wie ein Eidgenosse" Eingang in die Umgangssprache gefunden hat, bleibt noch herauszufinden.

Diese Dresscodes stammen von Uwe Fenner Leiter des anerkannten Instituts für Stil und Etikette.

Uwe Fenner ist ebenfalls Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft Interpunktionsverzicht" und Mitarbeiter der Forschungsgruppe "Satzbau" des Instituts für angewandte Sprachdegeneration.

Was einzig zur Erkenntnis führt, dass ein Mitarbeiter in Shorts und Schlabbershirt aufgrund der damit einhergehenden positiveren Cerebralklimatisierung vielleicht doch ein größerer Nutzen für's Geschäft ist, als einer, bei dem aufgrund der hohen (und tropischen) Temperaturen (im Sommer) schon die irreversible Eiweißreduktion im Sprachzentrum angefangen hat.

Und falls mir mal wieder niemand glaubt: http://www.praktische-tipps.de/beruf/dresscode/58/dresscode-fuer-das-buero-im-sommer-bei-hitze.htm

Mittwoch, Juli 30, 2008

Spässle g'macht!

Wie nennt man 'nen Skin ohne Eier?



Oinuch!

Bruhaha... ich lieg unterm Tisch!

Dienstag, Juli 29, 2008

Ach ja... eins noch...

Wenn jemand eine Idee hat, was das hier bedeuten könnte



darf er mir das gerne mitteilen.

Oder sie.

Bilders vom Urlaub


Camargue. Ausgebleichte Flamingos. Laut Prospekt sollten die Viecher rosa sein. Waren sie aber nicht. Meine Beschwerden bei der Reiseleitung blieben ergebnislos.


Auch im weiteren Verlauf zeichnet sich die Camargue durch eine gewisse landschaftliche Schlichtheit aus. Prima zum Boule spielen.


Und natürlich stehen an jeder Ecke die berühmten Pferde der Camargue rum und belästigen die Touristen. "Haste mal'n Euro?" ist der übliche, wenn auch wenig einfallsreiche Spruch. Begleitet von einem dämlichen Grinsen und üblem Mundgeruch. Fast wie in Berlin auf'm Alexanderplatz.


Weniger berühmt, aber wesentlich niedlicher sind die Wasserratten der Camargue. Riesige meerschweinartige Nager mit einem extrem sympathischen Naturell.


Unergründlich ist die Rolle, die Stiere in der Kultur der Camargue spielen. Sprachabhängig manifestieren sie sich entweder überraschend, demonstrieren, oder lungern einfach nur so auf der Straße rum. Und warum die Stadtverwaltung von Saintes-Maries sich die Mühe gemacht hat, extra für das Schild ein "ß" zu kaufen, bleibt ein Rätsel.




Und natürlich Sonnenuntergänge. Sonnenuntergänge hat's dort wie dumm. Jeden Abend Sonnenuntergang. Manchmal zupft ein freundlicher Einheimischer die Okarina dazu, meistens findet das ganze aber geräuscharm statt.

Dienstag, Juni 10, 2008

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte



Entstanden anlässlich des n. Rock Am Ring Festivals 2008.

Mittwoch, Mai 21, 2008

Mittwoch, April 30, 2008

Wortwitz komm raus, du bist umzingelt!






Trotzdem: Die Vorstellung, wie Präsidentschaftskandidat in spe und Seelsorger gemeinsam kotzen, hat was.


Mittwoch, April 23, 2008

Zum Tag des (deutschen) Bieres:




Bemerkenswert. Über die Maßen bemerkenswert!

Dienstag, April 22, 2008

Spam spam spam spametty spam

Ich hab mich schon an Einiges gewöhnen dürfen.

Tagtäglich bekomme ich mehr oder weniger unzüchtige aber eindeutige Angebote nicht näher genannter aber umso paarungswilliger, explizit versauter und über die Maßen attraktiver junger Menschen weiblichen Geschlechts.

Gelegentlich muss ich meine mir angeborene Philantropie zurückpfeien, weil es mir schon rein zeitlich nicht möglich ist, jedem ugandischen Angehörigen eines von politischer Verfolgung heimgesuchten dunkelblaublütigen, vom Exil bedrohten Adelsgeschlechts die Überführung seines nicht unbeträchtlichen Vermögens nach Liechtenstein zu ermöglichen, um mir dann als Zeichen zutiefst empfundenen Dankes einen kleinen Obulus meist im 6-stelligen Eurobereich aufs eigene Konto zu transferieren.

Richtig zusammenreissen muss ich mich, wenn mir der verrückte Joe aus Nova-Dorkshire versichert, er wüsste nicht genau, warum er das tut, was er tut, aber er müsse mir nun zwingend und umgehend einen Scheck schicken.

Alles was ich jeweils dafür tun müsste, um in den Genuss des entweder wilden Beischlafs, der 6-stelligen Belohnung oder auch des schicken Schecks zu kommen, ist: Auf den Link klicken.

Ich habs noch nicht gemacht.

Noch nicht.

Weil, irgendwas in meinem tiefsten Inneren sagt mir, dass das alles so garnicht wahr ist. Ich vermute stark, und mit dieser Einschätzung bin ich nicht allein, dass nicht nur die in Aussicht gestellten tollen Dinge nicht geschehen werden (Poppen, Kohle, Scheck), sondern dass vielmehr der Link etwas in meinem Rechner aktiviert, was ihn entweder dazu veranlasst, den Kathodenstrahl meines Flachbildmonitors auf ein Pixel zu konzentrieren und somit den Hertzinfarkt auszulösen, oder aber dass sich der Schreiblesekopf meiner Festplatte in eben selbige verbeisst.

Alles keine Option!

Aber bei der Mail hier bin ich mir nicht mehr sicher, ob meine Furcht gegenüber dem Versprochenen noch gerechtfertigt ist. Immerhin: Autofahren mit Wasser! Das sollte einem schon ein gewisses Risiko wert sein.


"Convert Your Car/Truck to BURN WATER as well as Gasoline--Double Your Mileage!

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Do You Want To Know RIGHT NOW How You Can Drive Around Using WATER as FUEL and Laugh At Rising Gas Costs, While Reducing Emissions and Preventing Global Warming?

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Ich fang gleich an mich zu putzen!

Spenden und gleichzeitiger finanzieller Engpass?

Kein Problem. Ich umgehe den Engpass durch Nutzung meines eigenen Kapitals!

Donnerstag, April 17, 2008

Pomme d'Amour

Sogenanntes Valentinstag-Gemüse:



















Im übrigen aber ist es schon erstaunlich, wieviele meist sehr ähnliche Bilder man im Internet findet, wenn man nach "potatoe heart" oder (neu-Englisch) nach "Kartoffelherz" bildergoogelt.

Man verzeihe mir meinen Mangel an Originalität an dieser Stelle.

Aber dieses ist eben meins!

Montag, April 07, 2008



Post wie von Wagner



__________________________________________________

Lieber Blut-Knut,

du warst unser Liebling, wir verfolgten deine ersten tapsigen Schritte die wo du tatest, bangten um dich, als böse Menschen dir mit dem Tod drohten. Du warst so gut, so rein, so unbescholten, artig und brav.

Wie konnte es passieren, dass du uns nun so enttäuschst? Klar, du wurdest von einem Ossi erzogen und wir wissen, dass bei denen der Respekt vorm Leben wegen der schlimmen Zeit unter der LSD nicht so ausgeprägt ist wie bei uns in der Zivilisation. Aber musstest du deshalb gleich zum Fleischfresser werden? Da wo ich damals aufgewachsen bin, haben wir den ganzen Tag auch nur Salat und Wurst gegessen, aber niemals Fleisch. Meine Eltern haben mir beigebracht, Fleisch nicht zu mögen, weil dafür Tiere sterben müssen. Und du Blut-Knut, du bist doch auch ein Tier. Wieso magst du dann deine Mit-Tiere nicht? Wie konntest du nur so grausam werden? Wie konntest du 10 unschuldige Karpfenleben nehmen, ohne Reue, ohne Scham, einfach so zum Vergnügen?

Noch sagt PETA "Lieber nackt, als Pelz", aber bald werden sie hinzufügen "...außer der von Knut!". Und das ist dann auch gut so.

Blut-Knut, wegen Dir hätten wir beinahe auf's Autofahren verzichtet, um deine Verwandten bei den Pinguinen zu beschützen, damit denen nicht das Eis unter den Tatzen wegtaut. Nun müssen wir nochmal drüber nachdenken. Vielleicht ist eine Welt ohne Tiere wie dich eine Bessere.

Dämlichst
Dein F.DJ. Wagner

Sonntag, April 06, 2008

Schuss jetzt!

From his now dead, cold hands!

C. Heston hat endlich die Flinte ins Korn geschmissen.

Zeit wurd's!
























Liebe/r/s "Anonym":
Zunächst einmal recht herzlichen Dank für Deinen Mut zur Offenheit. Eine Meinung äußert sich immer angenehmer aus sicherer Deckung.

Anyway: Nein, "gestört" hat er mich nicht "persönlich". Genausowenig wie mich George Bush oder die chinesische KP "persönlich stören". Aber es gibt meiner Meinung nach einfach Leute, die durch ihre Abwesenheit auf diesem Planeten mehr zu einem gedeihlichen Miteinander der Menschen beitragen, als durch ihre Anwesenheit. Und jener hier war einer davon.

Montag, März 31, 2008

Freitag, März 28, 2008

Mauss Kraffei

Morgens auf dem Weg zur Arbeit hör ich gern HR-Info. Weil ich ein Intellektueller bin. Und weil ich es um diese Uhrzeit nicht ertragen kann, wenn mir ein in seiner Sozialisation schwer gestörtes US-amerikanisches Blödchen was vorsingt von wegen Hoppla, Sie hätte es schon wieder getan.

Aber das nur am Rande.

Um 7.00 kam dann die Nachricht, dass das Transrapid-Projekt zwischen München und dem Schöfferhofer Moos nun entgültig magnetentschwebt sei. Die Nachrichtensprecherin meinte im Nachsatz auch, dass "ThyppenKruss aber deswegen keine Stellen streichen werde".

Das war lustig.

Im Nachhinhein hab ich mir aber Gedanken darüber gemacht, wie solch ein Versprecher zustande kommt. War es wirklich nur ein Versprecher? Sowas kann ja passieren. Das ist durchaus an der Tagesordnung. Oder kann es einen anderen Grund dafür geben?

Ich hab mir da Folgendes ausgedacht: Kann es nicht sein, dass sich die Nachrichtensprecher und deren Redakteure solche Sachen einfallen lassen, es mithin absichtlich machen? Vielleicht im Rahmen irgendwelcher Mutproben, um die redaktionsinterne Hackordnung auszuklamüsern? Ähnlich Schülern, die sich gegenseitig anspornen, dem Lehrer (früher:) eine Reisszwecke oder (heute:) ein HIV-infiziertes Spritzbesteck auf den Stuhl zu legen? "Traust du dich ja eh nich!" wird dann gestichelt! Oder "Wenn du DAS machst, bekommst von mir'n Eis!".

Also ich könnt mir das vorstellen.

Neuer Trendsport:

Extrem-Im-Stehen-Einschlafing



Mittwoch, März 12, 2008

In Memoriam Bastian Sick! Du hast es wenigstens versucht....


Da ist er wieder. Die Kakerlake unter den Satzzeichen, der Spaltpilz der Interpunktion, der Pickel am Arsch der Grammatik: Der Deppenapostroph.

Pestizidresistenter als Ghettoratten und von der ästhetischen Anmutung eines ostdeutschen Plattenbauskins gedeiht dieser Aussatz im Gesicht des geschriebenen Wortes überall dort, wo er von einer tumben aber aggressiv-hirnfreien Marketingschar umhegt, gedüngt und mit der Verachtung für Rechtschreibung und Orthographie im Allgemeinen und einer pathologischen Abneigung gegen die korrekte Pluralbildung im Besonderen kultiviert wird. Er wird erst dann seinen Vernichtzungsfeldzug beenden, wenn das arme und genetisch wohl unterlegene Plural-S letztlich aufgibt und den ihm vom grausamen Schicksal zugedachten Platz im Schatten des mächtigen Deppenapostroph's (jahaaa! Stimmt der nun, oder etwa nicht?) am Ende eines Wortes ohne Ansehung seines Falles einnimmt und vom Wortstamme getrennt einsam aber von allen verlacht verreckt.

Warum es das tut?

Das weiß keine'r!

Freitag, Februar 29, 2008

Montag, Februar 25, 2008

Donnerstag, Februar 21, 2008

Wussten Sie schon?

Eigentlich müsste hanuta ja hanuschni heißen.

Immerhin steht auf der Packung "Haselnuss-Schnitte". Und der geübte Akronymen-Akrobat weiß, dass man gerne die erste Silbe des zu akronymisierenden Wortes verwendet.

Ich finde ja, hanuschni klingt einfach irgendwie zu verschnupft. Marketingtechnisch nur schwer an den Konsumenten zu bringen.

Die Erklärung auf Wikipedia find ich albern: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanuta

Wobei das natürlich auch nur ein Zeichen dafür ist, dass unsere Informationsgesellschaft dem Untergang geweiht ist. Oder geweiht sein sollte. Ein Artikel über eine Süßigkeit! Manche Leute haben einfach zu viel Zeit!

Dienstag, Februar 19, 2008

Sind wir nicht alle ein wenig Zumwinkel?

Ich verstehe die Entrüstung nicht! Worüber regt sich das wiedervereinigte Deutschland denn auf? Über die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen, oder der Verderbtheit unsere "Eliten" im Besonderen?

Heuchelei!

Letzlich ist das doch alles nur die reine Schadenfreude. Schaut her, jetzt hat's mal einen von den Großkopferten erwischt. Doch was steckt WIRKLICH dahinter?

Nichts, meiner Meinung nach. Oder auf jeden Fall nichts moralisch Erhebliches. Weil nämlich: wären wir an der Stelle eines Herrn Zumwinkel, eines Herrn Ackermann, eines Herrn Esser anders? Hätten wir anders entschieden? Hätten wir den Aufschrei der gerechten Empörung gen Himmel fahren lassen und uns schützend vor die darbende Masse der HartzIV-Empfänger geworfen und gesagt: "So nicht, meine Herren, so nicht! Nehmt euer schmutzig Geld und versuchet mich nimmermehr!"?

Hätten wir aus reinem Gutmenschentum auf Steuerrückzahlung verzichtet? Hätten wir vor lauter Ehre und Gewissen Millionenabfindungen in den Wind geschlagen, nur um unser Seelenheil willen?

Ich glaubs doch fast nicht.

Wir ärgern uns doch alle nur scheckich, dass WIR nicht in der Lage sind, soviel Steuern zu hinterziehen. Wir kriegen Plaque, bei dem Gedanken, dass irgendwelche Horste bei erwiesenem Scheitern auch noch per Goldenem Handschlag in einen wohlalimentierten Ruhestand mit Aufsichtsratsbespaßung verabschiedet werden.

Doch basiert diese Echauffage auf der Erkenntnis der moralischen Verwerflichkeit ALS SOLCHER, oder kommt sie nur daher, dass sowas eben nur irgendwelchen ANDEREN passiert, und nicht uns. Hätte auch nur einer von uns in der Position eines Mannesmann-Aufsichtsrates abgelehnt, wenn man ihm eine größere Summe Geldes fürs rechtzeitige Handheben geboten hätte?

Kurz: Wollen wir Gerechtigkeit, oder wollen wir nicht auch nur mal die Möglichkeit, den großen Deal zu machen, mal Absahnen, mal mit Anlauf auf all die anderen Loser scheißen? Nach dem Motto: Eure Armut kotzt mich an!

Ich denke, die Antwort dürfte eindeutig ausfallen.


Wie war es denn zu Zeiten der Dot.Com-Blase? Hat sich nicht Heinz und Hilde bereitwillig dazu hergegeben, auch für den banalsten Job sich mit Aktien-Optionen abfinden zu lassen? Hat nicht jeder Ökosystemadministrator mit Freuden den Porsche als Benefit für hervorragende Dienste akzeptiert, nur weil er mal Word richtig eingerichtet hat? War das nicht irgendwie das selbe, nur halt auf nem anderen Niveau?

Wir müssen uns doch nur eingestehen, dass wir alle korrupt sind. Oder es zumindest gerne wären, böte sich nur endlich die Gelegenheit dazu. Jeder Kopf hat seinen Preis. Vielleicht sollten wir uns einfach mal an die berühmte eigene Nase fassen, bevor wir uns vollmundig und ach-so rechtschaffen über die Scheiße, die andere Leute bauen (und sich dabei erwischen lassen!), aufregen.

Find ich jedenfalls.








"Zyniker glauben, dass jeder genauso korrupt ist wie sie selbst. Idealisten glauben, jeder ist korrupt außer ihnen selbst." Robert Anton

Samstag, Februar 16, 2008

Camino

Laut eines Artikels in der "Rheinpfalz" befindet sich "Lolammed", so der Künstlername des jungen Mannes, auf dem 666 Kilometer (jahaa, soviel Klischee muss sein!) langen "March For Music" von Bobenheim-Roxheim bei Frankenthal nach Berlin, um auf diesem Wege für die Musik-Kultur im Allgemeinen, Verständnis für "die schwarze Szene" im Speziellen und GEGEN die akute "Pilgerreisemanie" im Besonderen, zu demonstrieren.

Ein löblich Werk. Vielleicht oder auch gerade wegen des bekloppten Namens.

Die Mitteilung provozierte bei Sandra die spontane Frage "wieviele Räder der denn abhaben muss". Eine schwierige Frage, die so auf Anhieb nicht beantwortet werden kann.

Und auch nicht wird!

Dennoch bleibt die Intention ein gute und ihm sind eigentlich nur noch die Daumen zu drücken. Vor allem für die Durchwanderung der Ostmarken wird er mehr brauchen, als nur unser Verständnis. Auf dem Weg durch diese für ihre Toleranz gegenüber Andersdenkenden oder auch Anders-Seienden eher unbekannten Territorien könnten Dinge passieren, die aus der "Nicht-Pilgerreise" schneller ein veritables Martyrium machen, als es ihm lieb sein könnte.

Man darf also gespannt sein.

Interessierte verfolgen jene Links:

http://www.depechemode-forum.de/forum/showthread.php?t=13219
http://www.party9.de/Nachrichten-Neuigkeiten/March-for-music_200.schlagzeile
www.myspace.com/hoellenkraemer

Achtung Firefox-User: Gerade die Seite hinter dem letzten Link besticht eher durch Individualität als durch Lesbarkeit!

Meinen Segen hat er!

Montag, Februar 04, 2008

Ja wie?

Die Frage des Tages stellt Sandra M. aus H.:

Morgens um 7 am Mannheimer Hauptbahnhof sind Funkenmariechen, Musketiere und Gandalfs unterwegs … Wie gaga kann man sein?

Freitag, Februar 01, 2008

Nihao

Diese Web-Site wird gefördert von der Volkshochschule Darmstadt, Sekretariat für Fremdsprachenkurse:

Freitag, Januar 11, 2008

Heavy on the Wood Way

Quiz

Schildwechsel

Wer rausfindet, was das bedeuten soll:


Mit bestem Dank an Isa!

gewinnt meine gebrauchte Unterwäsche!!

Reaktionen:

Roger P. aus F. schreibt dazu: "What does it mean? Blind people crossing? John Lennon fans crossing?"



Freitag, Januar 04, 2008

Samstag, Dezember 08, 2007

20:00 - 20.05

Licht aus für den Klimawandel. Gute Sache das.

Ich frag mich nur, warum machen die das nich im Sommer? Dann wär um die Zeit noch hell.

Donnerstag, Dezember 06, 2007

England

Manchmal hat das moderne Lohnsklaventum auch seine Vorteile. So kann ein überraschender Budget-Rest zum Jahresende einen Business-Trip übern Kanal zu unseren eigentümlichen aber erwiesenermaßen wehrhaften Freunden auf der Insel ermöglichen.

Dieses Jahr war ich dran.

Um den Kulturschock nicht allzu hart ausfallen zu lassen, war die erste Station meines Aufenthaltes von Arbeitsamkeit geprägt. Will meinen, zuerst war ich in Farnham. In diesem nach einem australischen Sänger benannten Nest arbeitet mein Kollege, den zur Sau zu machen ich die Freude hatte.

Und so siehts dort aus. Gruselig englisch:










Niedelich, nich? Hat sowas herrlich marodes. Unaufdringlicher Verfall. Ausdruck besten englischen Understatements. Aber: Die Autos in Top-Zustand! Das Prekariat ist halt überall gleich. Keine zwei Pfund achtzig für ne neue Glasscheibe fürs Toilettenfenster, aber'n Auto und nen Golf vor der Hütte parken haben!

Gut, das Kaff hatte auch nette Ecken. Vor allem die lokale gotische Kathedrale hat's mir angetan. Schönes Gemäuer, mutige Hausmeister:








Nein, im Ernst, war ne schöne Kirche:








Aber schon dieses kleine Kaff vermittelte mir sehr schnell die Gewissheit, dass eine Population, die sich zu lange in einem abgeschlossenen Habitat reproduziert, über die Generationen hinweg, nun, nennen wir's mal "liebenswerte Eigenheiten" entwickelt. Und die sind so dermaßen "liebenswert" und so überaus "Eigen", dass der etwas bösartigere Kontinentaleuropäer sie nur mit Mühen von ordinärer Dummheit zu unterscheiden mag. Wie auch die Kolonialengländer (US-Amerikaner), haben die Originalengländer einen ziemlichen Hang zur Gefahrenprävention durch nicht immer subtile Bevormundung. Das Spektrum reicht dabei von "harmlos dämlich"








bis hin zu "schlicht albern":








Diese waldorfschülergerechte Aufbereitung des komplexen Themas "Über die Straße gehen", befand sich übrigens an einer Straße, die eben gerade breit genug für ein Auto war.

Aber wer weiß, vielleicht ist das alles nur ein Produkt des berühmten englischen Humors:













Ehrlich arm und impotent. Braaahaha!


Schluss mit lustig, jetzt LONDON!

London ist groß, meist pompös, nicht immer schön, aber auf jeden Fall anstrengend. Was zu einem nicht unbeträchtlichen Teil an der Sprache der Londoner liegt. Klar, viele sprechen irgendeine guturale Karikatur dessen, was man uns in der Schule als "Englisch" beigebracht hat. Das hat dann mehr mit Ugurisch oder einem seltenen finnischen Dialekt gemeinsam, aber DIE sind nicht das Problem. Problematisch sind die ... vielen Pakistani (nies? ner? nisten?) und Inder. Ich weiß ja nicht, wann die an den Kreidefelsen gestrandet sind, aber lang kanns noch nicht her sein. Jedenfalls hört sich deren Interpretation von "Englisch" an wie eine Mischung aus Ranjitsch (wie auch immer) und Edmund Stoiber. Dabei ist in der Kommunikation mit diesen Leuten nicht Verständnis das größte Problem, sondern das "nicht-in-brüllendes-Gelächter-ausbrechen-weil-die-wirklich-so-klingen-wie-ne-schlechte -Parodie". Das letzte Mal gings mir so in Leipzig. Da musste ich mir auch die Zunge blutig beissen, als ich einen Leipziger nach dem Weg fragte und der mir in seiner Mutter"sprache" antwortete. Schlimm, wenn man klingt wie ein schlechter RTLII-Comedian. Ich bin Pfälzer, ich weiß, wovon ich rede.

London.

Genau.

London besteht hauptsächlich aus Gebäuden. Das ist insoweit bemerkenswert, als dass man die meisten davon schon kennt. Irgendwo hat man das ganze Geraffel schon mal gesehen. Der Uhrenturm, das lokale Parlamentsgebäude, das Riesenrad, verschiedenen Bahnhöfe und Brücken, Ellies Eigenheim und sogar die meisten Plätze und Kreisverkehre kommen einem irgendwie seltsam vertraut vor. Dabei ist es allerdings so, dass diejenigen Dinge, die man (noch) nicht kennt, es dann aber auch auf keinem Auge wert wären. Insofern stellt sich hier die Frage von Ursache und Wirkung. Oder auch nicht. Will meinen, zu "entdecken" gibts nicht wirklich viel. Aber vielleicht bin ich auch einfach ein bornierter Idiot, der der Stadt keine Chance mehr geben will. Möglich wärs. Immerhin hat sie mir 3 Tage Gelenkschmerzen und einen zweiwöchigen Schnupfen eingebracht! Drecksnest, miserabliges!

Dennoch, oder vielleicht: gerade deswegen hat mich dieses Gebäude hier schon ein wenig überrascht. Der ausführende Architekt ist ein Schüler der "Schilda'er Schule". Entgegen der traditionellen Baukunst lehrt sie, Gebäude von oben nach unten zu bauen. So werden die Bauarbeiter weniger nass. Ein im regenreichen London bestechend logischer Ansatz.













Neben den oben erwähnten pompösen Gebäuden gibt es auch diejenigen, die durch das völlige Abhandensein von Ästhetik auffallen. Zum Beispiel muss sich hier ein überambitionierte Architekt zum Thema "Zeitlosigkeit" so dermaßen keine Gedanken gemacht haben, dass es schon fast wieder beeindruckend ist. Die Hausverwaltung vermietet den Dienstboteneingangsbereich -als am wenigsten den Sehnerv beleidigendenden Teil des Gebäudes- an Pornofotografen. Der damit erzielte Erlös wird vollumfänglich für die Abwehr der zahlreichen Klagen der EU wegen Grausamkeit am Bau verbraten.












Und dann gibts natürlich noch sowas. Wie wohnt man darin? Wohnt man überhaupt? Oder dient es einfach dazu, den Abstand zwischen den beiden benachbarten Gebäuden konstant zu halten? Oder sie zu stützen?

Dienstag, November 13, 2007

Neulich im Bad...


... schaue ich auf mein Duschgel in genau der Art, in der man auf Dinge schaut, um sie durch schieres Draufschauen dazu zu bringen, entweder just nicht kaputt und/oder leer zu gehen. Dabei entdeckte ich den Aufdruck "Limitierte Auflage", verschämt, als sei er sich seines zweifelhaften Sinngehalts gewahr, in der rechten oberen Ecke des Etiketts.


Limitierte Auflage. Dusch Das. Limitiert. Auflage.
Das stellt sich schon die Frage, was dies dem Kunden, dem Käufer, MIR, sagen soll. Was genau ist limitiert? Die Geruchsrichtung? Das Layout des Etiketts? Die Form der Verpackung? Und warum, selbst wenn dem so wäre, sollte man es limitieren? Und wodurch unterschiede sich eine Limitierung der Auflage von den eh stündlich wechselnden Designs solcher Dinge, die die fragwürdige Existenz der Berufsgruppe der Industriedesigner rechtfertigt bzw. rechtfertigen soll?

Wollen die Leute von LeverHenkelProcter&Gamble im Rahmen einer großangelegten aber dennoch subtilen Kundenbindungskampagne durch Forcierung der Consumer-Product-Affection (ich glaube, das gibts nicht. Noch nicht!) den Absatz in ungeahnte Höhen katapultieren? Wenn ja, wie stelle ich mir das vor? Gibt es eine ausreichende Anzahl Menschen auf der Welt, die Duschgel sammeln? Vielleicht so Leute wie Horst D. aus Niedernixwitz in Thüringen, der seit frühester Jugend -damals noch in der DDR- Duschgel sammelt, das damals noch "Genossenseife" hieß. Und dann? Gibt er mit den Prunkstücken dann irgendwann mal auf RTL II im Nachmittagsprogramm an? "Nu, hiör hob isch nochnö orginal verbaggte 97er 'Dusch Dem'-Fehlbressung. Undör uns Sammlern besser begannt als die Aggusadief-Abweischung!". Kurz, gibt es einen mir unbekannten Duschgel-Kult? Oder soll mit limitierten Auflagen ein solcher geschaffen werden? Soll Duschgel mal zur gleichen Stil-Ikone werden, wie z.B. der Benz-Flügeltürer oder die Philippe Starck Zitronenpresse? Oder sucht man gar den adoleszenten Ü-Ei-Sammler abzuwerben?

Ich weiß es nicht.

Auch weiß ich nicht, was für Menschen das sind, die sich sowas ausdenken. Oder aufgrund perfide ausformulierter Arbeitsverträge ausdenken müssen. Was macht so einer, der das in ewig langen und gehirnrindekorrodierenden Creative-Board-Meetings durchgesetzt hat? Geht der abends mit dem guten Gefühl, was geleistet zu haben heim? Denkt der sich "Limitierte Auflage von unserem Duschgel! Geile Sache, das isses. Die reine Marketing-Historie! Rockefeller, du Flasche!"? Oder gehen solche Leute nicht heim, sondern bekommen ihre Pillen für die Nacht und werden wieder weggesperrt?

Man sollte das bei Gelegenheit mal klären.

Freitag, November 09, 2007

iPuke

Eine Gesellschaft, eine Zivilisation, eine Spezies, die es schafft GLEICHZEITIG das Ansteigen der Benzinpreise zu beklagen UND Nachts um 12 für ein aufgeblasenes, lächerlich überteuertes Yps-Telefon ansteht, hat ein massives Problem.

Ein Problem, welches am besten durch den großzügigen Einsatz von Nuklearwaffen gelöst werden sollte.

Oh mein Gott, ich vermisse 80er!

Freitag, November 02, 2007

Blut! Gehirn! MASSAKER!!!

Poaaa nee ... draußen laufen wieder "Elternteile" über den Flur und präsentieren ihre debile Brut. Umlagert wie das kleine gallische Dorf von Römern werden sie hier von biologisch-tickenden doppel-x-Zeitbomben auf Beinen umringt, die nicht infantil genug dahernuscheln können, um ein Quentchen Aufmerksamkeit vom Fremdbalg zu erhaschen!

Das is soooo ekelich!

Kennt ihr das nicht? Wenn irgendein Kollege wunder-weiß-wie-toll es geschafft hat, sich zu reproduzieren und die hässliche Frucht seiner faltigen Lenden mit stolzgewellter Brust vorstellt. Meist kommen dann dümmlich-dickliche dauer-single-Frauen aus der Buchhaltung hinzu und "aaaachen" und "ooochen" und "gucciguuuchen" um das arme Wurm drumrum, als gäbs keine Bosheit auf der Welt. Da könnt ich austicken!

Mich regt diese Überhöhung der Reproktionsfähigkeit so dermaßen auf, mir würden glatt die Worte fehlen, wenn mir nicht just eben diese gerade einfielen.

Es ist ja von allen biologischen Funktionen wohl die banalste. Vergleichbar mit Kacken oder Haarausfall-haben-können. Dennoch wird's immer so hingestellt, als sei es in etwa so toll wie ein Heilmittel gegen Krebs erfunden zu haben, das gleichzeitig die Kalte Fusion ermöglicht und den Weltfrieden sichert.

In den Gewaltfantasien, die mich in diesem Moment plagen, spielen Kettensägen, rostige Klaviersaiten und Schrotflinten eine zentrale Rolle.

Donnerstag, November 01, 2007

Amerikanische Wissenschaftler...

... haben herausgefunden, dass der berüchtigte "Kater" NICHT IMMER auf übermäßigen Alkohlkonsum zurückzuführen sein muss. Manchmal können die penetranten Kopfschmerzen auch andere Ursachen haben:

Neueste archäologische Funde belegen, dass der als "BOKOMA" bekannt gewordene Exo-Cranial-Parasit schon im frühen Pleistozän gefürchtet war:


Freitag, September 28, 2007

Wie Geil!

Donnerstag, September 13, 2007

Ich sehe!

Ein weiterer Gallenstein auf dem Weg zur völligen Vermultimedialisierung meiner kleinen Welt. Mein erstes eigenes YouTube-Video.

Soooo stolz!

Man lobe mich!




Achja, eins noch:
1. Ja, es ist weit weg.
2. Ja, es ist verwackelt.
3. Ja, es ist ne Scheißqualität.
4. Ja, die Übertragungsrate ist ein Schmerz im Arsch.
5. Ja, ihr geht mir alle auf'n Sack!

Donnerstag, September 06, 2007

Büro-Humor

Tja, manchmal gibt es doch tatsächlich in dem Haufen täglicher Halblustigkeiten eine Perle, die sich als ungeschliffener Diamant entpuppt ...


My Dearest Redneck Son,

I'm writing this real slow, because I know you can't read fast.

We don't live where we did when you left home. Your Dad read in the newspaper that most accidents happen within 20 miles of your home, so we moved.

I won't be able to send you the address because the last Texas family that lived here took the house numbers when they moved so they wouldn't have to change their address.

This place is really nice. It even has a washing machine. I'm not sure it works so well, though. Last week I put a load of clothes in and pulled the chain. We haven't seen them since.

The weather isn't bad here. It only rained twice last week; the first time for three days, and the second time for four days.

About that coat you wanted me to send; -- your Uncle Billy-Bob said it would be too heavy to send in the mail with the big buttons on, so we had to cut them off. You can find them in the pockets.

Bubba locked his keys in the car yesterday. We were really worried because it took him two hours to get me and your Pa out.

Your sister had a baby this morning, but I haven't found out what it is yet so I don't know if you are an aunt or uncle. It's the dangdest thing, but the baby looks just like your oldest brother.

Uncle Bobby-Ray fell into a whiskey vat last week. Some men tried to pull him out, but he fought them off and drowned. We had him cremated; -- he burned for three days.

Three of your friends went off a bridge in a pickup truck. Bubba was driving. He rolled down the window and swam to safety. Your other two friends, Cletus and Buford, were in the back. They drowned because they couldn't get the tailgate down.

There isn't much more news at this time. Nothing much out of the normal has happened.

Your Favorite Aunt,

Mom

Freitag, August 31, 2007

BildBlogSpot


Link: sevenload.com

Montag, August 27, 2007

Da!

Schon wieder!

Diesmal aus SpOn!

Unglaublich. Wen bringt das weiter? Also mich nicht!

Hier:
"Seit 1970 pumpte der Bezirk 13 Millionen Tonnen Sand an die Strände - genug um das Empire State Building mehr als zwölf Mal zu füllen."

Mit bestem Dank an Sandra für den Tipp!

Freitag, August 17, 2007

Der Mensch ist doch ein Augentier...

... schöne Dinge wünsch ich mir.

Sangen schon Rammstein. Und die müssen es wissen, die sind nämlich alle nicht der Hellesten welche. Gut, mag man anderer Meinung sein, aber das ist momentan nicht das Thema.

Worum es geht ist, dass der Mensch als solcher seine Umwelt hauptsächlich visuell erlebt. Kein Mann würde sagen "Hey, die Mutter hört sich aber toll an!" oder "Ich glaub, die riecht gut!". Nein, der durchschnittliche nicht-doppel-X-Träger sagt "Wow, die Schnitte sieht ja mal lecker aus!".

Das ganze geht nun -übertragen- im Fernsehen ganz gut. Das Fernsehen ist ja nun nicht umsonst das erfolgreichste der zur Verfügung stehenden Medien. Radio ist gut zum Autofahren, aber wenn es um Entspannung und Distraktion nach eines harten Tages Arbeit geht, ist das Fernsehen die erste Wahl. Weil: es ist visuell.

Nun manifestiert sich aber nach meiner Beobachtung hier ein profundes Problem. Wenn eine Redaktion einen Bericht fürs Fernsehen erstellt, hat man immer einen armen Praktikanten, der die Kommentare schreibt und, wenn er die Huld des Scheffs genießt, sie unter Umständen auch sprechen darf. Und an dieser Stelle kommt das Schiff ins Schlingern. Ein Kommentar ist gesprochen. Er "liegt unter dem Bild". Er ist mithin nicht visuell. Dies, plus den Umstand, dass der durchschnittliche Fernsehkonsument von zweifelhafter Intelligenz ist, scheint dazu zu führen, dass auch das gesprochene Wort "visualisiert" werden muss.

Was das alles heißt?

Nun!

Neulich vor dem Fernseher (ja, auch ich bin nach 17.OO Uhr eher doof!), sah ich einen Bericht über irgendeinen neu errichteten, gerade den Weltrekord des höchsten Gebäudes der Welt innehabenden Wolkenkratzers. Der ganze Bericht war -natürlich- kommentiert. Und dann geschah Folgendes: Als der Kommentator sich gerade so richtig in Rage über die beeindruckenden Maße des Gebäudes redete und solche Banalitäten wie Höhe, umbaute Kubikmeter, Gesamtvolumen der Innendurchmesser der Röhrchen der Flüssigseifenspender auf den Damentoiletten und die beindruckende Menge an Pissoirsteinen, welche voraussichtlich im Verlauf eines Jahres ihrer Bestimmung zugeführt werden müssen, abgehandelt hatte, sagte er, dass das Gebäude ein Gesamtgewicht von (man nagele mich bitte nicht fest) von 1.500 Tonnen hätte.

Und dann kams: Dies entspräche ungefähr 1000 Mittelklasse-Pkws (oder so ähnlich). Zahlen sind nicht meine Stärke. Und wenn Zahlen sich in der Form der Mathematik präsentieren, neige ich zu autistischen Reaktionen. Aber darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass der herangezogene Vergleich doch arg, wie soll man es nennen, "dämlich?" ist. Ich meine, hey, was soll das? Ein Teil wiegt x kilo. Mal tausend, dann Tonnen. Toll. Das ist schwer. Und je größer die Zahl, umso größer das Gewicht, umso größer das Beeindruckt-sein. Wer von uns kann schon nur eine Tonne ohne große Not zum Beispiel durch die Gegend tragen. Na also! Was also soll der Vergleich mit der entsprechenden Anzahl PKW? Das ergibt doch nur dann einen Sinn, wenn ich zwar relativ Gaga im Kopf bin, wenn es darum geht, mir abstrakt 1000 Kilo vorzustellen, mir aber sofort das helle Licht der Erkenntnis durch das Gehirn schießt, wenn ich diese Gewicht als Bruchteil oder Vielfaches eines z.B. Golfs (auch das ist immer wieder ein gern genommener Vergleich) präsentiert bekomme.

Woher kommt das? Ich weiß es nicht!

Kann es sein, dass einem doch recht selten wie in Monty Python Sketchen ein 60 Tonnen Gewicht unmotiviert auf den Kopf fällt (So much for pathos!), man aber doch recht häufig einen Golf auf der Straße sieht? Wohl nicht! Immerhin wiegt ein Golf keine 60 Tonnen, dennoch möchte niemand ihn unvermittelt auf seinen Kopf gefallen sehn (gut, Alex vielleicht, aber dafür müsst es dann schon ein GTI sein). Wo also liegt der Gewinn? Der explanatorische Mehrwert?

Das hat sich mir noch nicht erschlossen.

Ich glaube es war Otto, die Älteren unter uns erinnern uns noch an jenen -heute würde man ihn Comedian nennen- Humorfachverkäufer, der einmal in einem Sketch/Witz meinte, dass wenn man die Geldscheine (um die ging es glaub ich in dem Witz) aneinanderreihte, diese 3 mal um die Weltkugel gingen. Wenn man nur genug Platz zwischen den Scheinen liesse.

Noch ein Beispiel? Gerne!

Ich bin stolzer Besitzer einiger Ausgaben des "Kowalski - Das einzig frei Blatt im Westen". Auch hier wurde eine Geschichte erzählt, die die Visualisierung eines Sachverhaltes erforderte. Was kam dabei heraus? "Das entspricht ungefähr 100 Nilpferden oder 8000 Bibern, wenn ihnen das lieber ist!".

Sehr sinnreich.

Oder doch eher nicht?

Na also!

Vielen Dank für die Geduld.

Zombie im Geheimdienst Ihrer Majestät





Mit bestem Dank an Terri für den Tipp!

Donnerstag, August 16, 2007

Elvis has left the planet!

Ich schwörs: Wenn ich innerhalb der nächsten 7 Tage noch EIN MAL "Love me tender" hören muss, am besten noch in der "verlachten" Version, dann SCHIESS ICH DEN FERNSEHER KAPUTT!

Ehrlich jetzt!

Hochnotpeinlicher Nachtrag:
Natürlich meinte ich "Are you lonesome tonight" (glaub ich). Was allerdings nur 2 Dinge beweist: 1) das klingt doch eh alles gleich und 2) meine Elvis-Kenntnis is nich allzu profund.

Mit zutiefst empfundener Scham und der Bitte um Gnade an alle Elvis-Jünger! Ich bin unwürdig. Ich bin staub. Ich bin es nicht wert, dass mir ein Vogel auf den Kopf scheißt. VERZEIHT!