Donnerstag, Mai 27, 2010

WGThematisch - Ein Rückblick

Ärsche und Arschlöcher

Arsch, pelziger







Arsch, rechter











Arsch, die Gnade der allzu späten Geburt verfluchender







Arsch, gummierter











Arsch, in der Form überraschender











Arsch, die letzte Konsequenz scheuender











Arsch rot-weiß











Arsch, dürrer











Arsch, nicht mehr ganz nüchterner








Arsch, mit rosa Schirmchen











Arsch, die Hose fressend







Hunde und Hundeähnliche
Jungmops, laufend







Rollmops







Zeltwachhund







Flipper und Skippy







Homo canis (1)











Homo canis gegen "Sceptic Woman" (Homo canis (2))







I don't like pugs, but the pugs like me







Plads, Møpsen! Gå in din korb!







Plaste und Elaste
Latexbullen











[?]











[??]











Da geht noch was!











Das Kind hat Schmerzen.











Was vom gelben Sack übrig blieb







De-Zen(t)











Materialien am Rande der Belastungsfähigkeit







Und es wird kommen eine lange Dürre...











"... der kleine Sören kann im Smaland abgeholt werden..."











Very Strange Things


Zahnarzts Albtraum, Vol. 1







Zahnarzts Albtraum, Vol. 2







Let there be Wurst!





Sie essen!







Wenn Pickel mutieren.







Wie man die Szene in Verruf bringt!







Geh mit Goth, aber geh!

Feierabend ...

Sonntag, Mai 09, 2010

Zoo(m)

Bevor mir die Griechen ("das Gyros-Konto ist leer", sagt die Bild-"Zeitung"), meine letzten Euros unterm Arsch wegentwerten, geh ich offensiv in den Konsum. In diesem speziellen Falle: Konzoom! Genau, mit Zoom. Hab mir, ach, ein Zoom-Objektiv gekauft und es im Heidelberger Zoo getestet.

Feines Teil.

Typischerweise gibts in Zoos mehrheitlich Tiere zu fotografieren. Und davon sollen nun einige Beispiele künden.

Enjoy!
Bären beim Liebesspiel. Ein zärtlicher Biss in den Nacken bringt die Liebste in Stimmung und sodann führt eins zum anderen.
Papa hat sich stabil in Mutters Genick verbissen. Widerstand scheint offensichtlich zwecklos.
Artgerechte Tierbespaßung genießt oberste Priorität im heidelberger Zoo.
Helmut Kohl wurde ja unlägst 80. Glückwunsch, nachträglich!
Südamerikanische Laufmurmel: Das Gürteltier. Argumentativ eher ein "Pro" für die Kreationisten.
Am Arsch!
Die Schnappschildkröte: Eine Gefahr für jeden Schweizer!
Einer von zwei kastrierten Löwen im Gehege. Laut Erklärungsschildchen wurde ihm und seinem Kollegen die Klöten abgeknipst, um Territorial- und Kampftrieb einzudämmen und somit die Haltung mehrer Männchen in einem Rudel zu ermöglichen. Eier ab qua Staatsräson. Ein Modell für den berliner Bundestag? Möglich!
Hat zwar noch alle Murmeln im Beutel, kriegt aber auch nix gebacken: Der SAP-Tiger.
Fier Fögel, fier Füße.
ALLES WAS DRIN IS, LI, ALLES WAS DRIN IS!!!
Fresse voll, nix wie wech...
"Das ist IHRE ureigenste Meinung! Ich hingegen sehe die Dinge anders."
"Der sieht aus wie e Katz... wie e Katz...!" war der Kommentar des neben mir stehenden RTLII-Zuschauers. Das hat er aber mal glasklar erkannt.
Wimpern, für die viele Frauen töten würden. Der Rest des Vogels sieht aber eher nach Schlachtabfällen aus.
Verpiss disch! Aggro Waschbärlin!

Und wir sind raus! Schöne Woche!

Sonntag, April 25, 2010

Der Praktikant schreibt am Wochenende

Und zwar im Stern und zwar über die pekinesische Automesse. Klar, das Ereignis ist ein überbewertetes und vielleicht sollte man erwähnen, dass es mich in etwa so arg interessiert, wie wenn in China eine A-Klasse umfällt.

Dennoch ist der Artikel in mancherlei Hinsicht lesenswert. Hier einige Zitate:

"Mobile Kuriositäten

Natürlich werden in Peking auch staatstragende Autos gezeigt. Etwa die neue chinesische Präsidentenlimousine von Honqi. 6,40 Meter lang, 300 402 PS stark und eine Spitze von 240 km/h. Das Modell ist schwer gepanzert und zeigt deutliche Designähnlichkeiten zu Rolls Royce, Bentley und Maybach. "

Nun, des Chinesen Hang zu Pomp und Prunk ist seit seines Mauerbaus ja nun hinlänglich bekannt. Aber ein Auto mit den Leistungsmerkmalen eines handelsüblichen Flugzeugträgers bei gleichzeit mehr als erbärmlicher Leistungsausbeute, das hat man schon besser gesehen.

"Doch außer den obligatorischen „Electric-Schriftzügen“ und einem glänzenden Metallkasten unter der Motorhaube gibt es keinerlei Details über die Technik."

Man stelle sich vor, wie das aussieht: Ein Auto, auf dem "Electric-Schriftzügen" draufsteht. Hier hat der späte Gänsefuß doch einen Pferdefuß.

Und jetzt mein Liebling:

"Im Stiele eines Lexus RX bietet der jedoch nicht mehr als automobile Hausmannskost."

Ein Klassiker unter den Fehlern, quasi der Jopi Heesters des schrifftlichen Fauxpas.

Und einer noch, für auf'm Weg:

"Zusammen mit Volkswagen wird es den chinesischen Partner in kurzer Zeit gelingen, Autos zu bauen, die den europäischen Qualitätsstandards genügen, jedoch zu chinesischen Kosten produziert werden."

Entweder ist das "n" an der einen Stelle falsch oder es fehlt an der anderen.

Trotzdem gilt auch hier: Der Dativ ist dem Dativ sein Golf! Oder wie der Lateiner sagt: Dativ dativem lupo seat!

Samstag, April 24, 2010

Auf der Veterama

Veterama, der Flohmarkt für Autos (alte), Klamotten (alte), Zeugs (altes) und Lebenseinstellungen (auch alte, aber hallo!).

Hier einige Impressionen.

Benzinstrumente, Benzinstrumente, kaufen Sie Benzinstrumente. Kaufen sie 4, bekommen Sie eins geschenkt. Keine Ahnung, warums davon so viele gibt. Die Frage die bleibt ist aber die: Wo ist der ganze Rest vom Benz hin? Oder fahren die in Marokko alle ohne Instrumente? Möglich wär's.
Ein Fiat. Man glaubt es nicht, aber es ist ein Fiat. Hinten sieht er auch so aus, nur beim Kühlergrill scheint's kurzfristig einen Lieferengpass gegeben zu haben, den man mit Teilen des nächstgelegenen Rolls Royce Werks überbrückte. Ein Auto, das Understatement atmet. Das oder den unbedingten Willen zum peinlichen Auftritt. Ist aber alt und somit OK.
Ein Lotus E-irgendwas. Herrliches 80er Design, eine Linienführung die nur zwei Ziele hatte: 1. Mädels beeindrucken, 2. Einparken zum Problem anderer Leute machen. Die Schleuder ist so riesig, die Motorhaube so lang, dass man ihn nur entweder auf Fußballfeldern oder stillgelegten Flugplätzen parken kann. Da diese Örtlichkeiten in zentraleuropäischen Innenstädten eher spärlich gesät sind, wurde das Fahrzeug werksseitig schon mit einem Ablenkungsknöllchen unterm Scheibenwischer ausgeliefert.
Offensichtlich ein Ami. Gediegen schlichter Auftritt und ein Grinsen wie Jack Nicholson auf Chrystal Meth. Nix für die Innenstadt, aber dort wo ich herkomme, wär er der König.
Das ist der Unterschied zwischen früher und heute: Die Liebe zum Detail. Wer würde heute noch ein ca. 5 Kilo schweres Vollmetallmodell eines Flugzeugs aus lauter Jux und Dollerei auf die Motorhaube seines SUVs dengeln? Oder auf seinen A6? Niemand. Würde ja auch scheiße aussehen. Wobei, gerade bei Letztgenanntem wäre jede Ablenkung vom seifenstückchenartigen Äußeren ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wahrscheinlich versteh ich zu wenig von Stil, Geschmack und überteuertem Windkanalkult.

Die Deko ist in etwa so groß wie ein Smart und dabei 10 mal so interessant. Wirklich bedauerlich. Unnötig, übertrieben, absolut sinnlos und weit ab von sinnvoll. Aber schön.
Trauma meiner vergeudeten Jugend: der Strich8. Und eines Tages... eines Tages wird er mir gehören!
Mit dem Foto will ich einfach nur angeben.
Der einzige Ford auf der gesamten Veterama. Aber: Was für eine Schönheit! Schöne Seite, geiler Arsch:
Es ist schon erstaunlich, wie schnell selbst ein schon leicht angegrauter Mann beim beschreiben automobiler Formen sein Heil in präpubertärer Terminologie sucht. Doch ich muss leider feststellen, dass alles andere, jede vergeistigtere Form des Ausdrucks dem Kern der Sache auch nicht im Mindesten angemessen wäre. Ein geiler Arsch ist ein geiler Arsch.

Bei Autos.
Und ja, auch die Kinder Nippons waren einst zur gediegenen Blechbedengelung fähig. Ein alter Toyota in Kill-Bill-Lackierung. Seine schiere Präsenz beweist, dass Bremsprobleme damals noch unbekannt waren.
In hoc signo vinces! Solch edlen Zierrat bonert der Bonze doch gern.
Und zum Abschluss noch der typische Veteramabesucher. Dieser spezielle Kollege, ich weiß es nicht, aber ich vermute, der sucht irgendwo ne Hakenkreuzschaltung für nen 41er Opel-KZ.

Montag, April 12, 2010

Crashkurs Kultur. Heute: Lyrik

Zar Peter,
Zar Alexander,
Und Peter Alexander,
Poppen
Zarah Leander!

Freitag, März 26, 2010

Dienstag, März 23, 2010

Auch kitschig, nur anders

 
Posted by Picasa

Kitsch

Es gibt nichts zu berichten, also lassen wir Bilder sprechen!






Dienstag, Februar 23, 2010

For the very first time...

Ich habe heute mein erstes Knöllchen bekommen. In Böbelfingen. Also im Lokalkolorit: e Knöllele. 10 Euro für 10 Minuten parken in einer Verkehrsberuhigten Zone. Was in Böbelfingen garnicht so einfach zu erkennen ist.

Aber egal.

10 Euro für 10 Minuten parken.

In Mannheim heißt das: Parkhausbetriebe Rhein-Neckar GmbH

Da lacht der Bührger!

Einem ersten Impuls folgend, wollte ich ja "Jörg" und "10 Kilo seit Weihnachten" eintragen, habe es mir dann aber doch anders überlegt. Immerhin soll Humor ja ein Zeichen von Intelligenz sein.

Donnerstag, Februar 18, 2010

Westerwelle löst Finanzierungsproblem

Berlin (eigener Bericht): Dr. Guido Westerwelle, Vize-Kanzler und Bundesaußenminister, ist in jüngster Zeit vermehrt durch seine harsche, doch über weite Strecken gerechtfertigte Kritik bundesdeutscher Leistungserschleicher in die Schlagzeilen geraten. Basierend auf einer für Ökonomen und Misanthropen nur schwer nachzuvollziehenden Entscheidung des sogenannten Bundesverfassungsgerichts müssen die umgangssprachlich "HartzIV" genannten Mildtätigkeitsabgaben der leistungsbereiten Mittelschicht zur Alimentierung auch und gerade von sogenannten "Kindern" in unerhörtem Maße erhöht werden.

Dr. Westerwelle, der sich nach eigener Aussage der "Wahrheit und Klarheit" verpflichtet sieht, wurde seither nicht müde, die Problematik der Finanzierung eines solchen Projektes schonungslos offenzulegen. Ein Staat wie der unsere ist, so Dr. Westerwelle, schlicht nicht in der Lage, "jeden dahergelaufenen Sozialversager und dessen Brut zu versorgen". Dem widerspricht die momentan mehr als angespannte Wirtschaftslage und die Priorisierung wirtschaftsfördernder Maßnahmen. Ein Lösungskonzept sei laut Dr. Westerwelle vielmehr nur in der freiwilligen Solidarität der leistungsbereiten Produktivschicht des Deutschen Volkes zu sehen.

Aus diesem Grunde übernimmt Dr. Guido Westerwelle nun die Schirmherrschaft über die Aktion "Ein Hartz vier Kinder". Ähnlich der Aktion der 80er Jahre erhält jeder Leistungsträger für eine in der Höhe frei wählbaren Spende einen Aufkleber mit dem Motto der Aktion. Der Klebstoff ist speziell auf die chemische Struktur der Lacke von Wagen der gehobenen Mittelschichtklasse (Mercedes ab E-Klasse, Audi ab A6 u.v.a.m.) abgestimmt und lässt sich ebenso leicht entfernen wie anbringen. "Hiermit haben Leistungsträger, die weit über ihre steuerlichen Lasten hinaus bereit sind, für die zwar verschuldet, aber dennoch in Not geratenen Zecken im Pelz unseres Sozialstaates, die Möglichkeit, Gutes zu tun und dies auch der Öffentlichkeit mittzuteilen! Ein Schritt in die richtige Richtung!".

Dr. Westerwelle brachte abschließend seine Hoffnung zum Ausdruck, dass durch diese Geste der Mitmenschlichkeit die bisher recht unsachlich und emotional geführte Diskussion nun endlich der Vergangenheit angehöre.

Freitag, Januar 29, 2010

Kinder kommt rein,

die Salmonellen werden kalt!

Immer wieder stößt der ambitionierte Hobbykoch an die Grenzen seiner Fähigkeiten.

Die lindenhonigmarinierte Mandarin-Ente a la Feuilleton, das sautierte Eichhörnchen an Torf-Spiegel auf einem Bett von gerebelten Hirsewürzelchen im eigenen Sud, das alles hat man drauf, macht man quasi mit verbundenen Augen und reagiert mit heiterer Teilnahmslosikgeit, wenn solcherlei Banalitäten in den notorischen Fernsehkochsendungen als vermeintlich neueste kulinarische Sau durchs globale Dorf getrieben werden. Doch an den "Basics", dem grundlegenden Ein-Mal-Eins der gesunden Volksküche erlebt so mancher Küchendespot sein Waterloo.

Wer hat sich zum Beispiel nicht schon gefragt, wie denn nochmal die Salmonellen zubereitet werden. Musste man sie vorher schälen? Über Nacht einweichen? Zum Quellen an die Leine hängen oder gar in feinstem Ätznatron marinieren?

War die Unbeantwortbarkeit dieser Fragen noch bis vor kurzem Grund und Ursache ein wohlschmeckendes Salmonellenmahl zugunsten eines lapidaren Burgers ausfallen zu lassen, existiert heute dank der Segnung des Internets Abhilfe.

Und zwar hier:



In diesem Sinne: Guten Appetit!

Dienstag, Januar 19, 2010

Wirtschaftswoche...


... dahinter steckt immer ein alter Zopf

Donnerstag, Januar 14, 2010

*** BREAKING NEWS ***

Das Bundesamt für Apostrophenschutz und das Institut für Beklopptenkrankheiten geben folgende Warnmeldung für den Bereich Südwestdeutschland heraus:

Im Großraum Stuttgart wird der erneute Ausbruch der als ausgerottet vermuteten "Syntaxdemenz" (auch "Apostrophitis" oder "Morbu's" genannt) beobachtet.

Der Erreger ist mutiert!

Neben den bekannten Symptomen - alberne Zeichensetzung, Unfähigkeit aus dem Bus zu winken - wurde jüngst eine generelle Verschlimmerung des Krankheitsverlaufs bei Betroffenen beobachtet.

Krankheitsbild und Verlauf sind zur Stunde noch nicht ausreichend erforscht. Meldungen aus dem Krisengebiet sind widersprüchlich. Vorliegendes Bildmaterial lässt allerdings Schlimmstes befürchten:


Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können noch keine Gegen- oder Schutzmaßnahmen empfohlen werden. Der Kontakt mit Erkrankten sollte allerdings vermieden werden.

Mittwoch, Januar 13, 2010

Kraulemur

Montag, Januar 11, 2010

Sonntag, Januar 10, 2010

Motto 2010:

DRANBLEIBEN!

Donnerstag, Dezember 03, 2009

Deine Lakaien LuBu - Forum




Witzisch, Aldä!

Loriot gilt ja als Pädant unter den Humorschaffenden. Detailverliebt, hyperkorrekt und genau deswegen lustig. Mit Absicht.

Es geht auch anders!

> "Aldä, isch habb voll dem lustige Sketsch gefund von die aldä Mann wo is immer so krass lusdisch, weisdu!"

>> "Erzähl!"

> "Du, dem Sketsch geht voll uber ein Ei. Ein harte Ei, des wo is garnet hart weil die Frau is kein Huhn, weisdu!"

>> "Isch verschdeh kei Word, Aldä, was meinsdu? Wer is Huhn?"

> "Ach, isch stell dem Sketsch auf Youtube. Damit du finds suchsdu einfach nach 'Sketsch', weisdu!"

>> "Eh, hab isch voll gelachd!"

Sonntag, November 29, 2009

Die Schweizer haben entschieden

"Über dem heute schon fast islamisierten Europa flattert jetzt die Fahne der mutigen Schweiz, die christlich bleiben will." [Mario Borghezio]


Dienstag, November 24, 2009

Beim Schwabenarzt

Kurzdrama in 10 Minuten

Die dramatischen Personen:

Die Arzthelferin. (AH) Unscheinbar. Mausartig. Hat seit geraumer Zeit die Lust an ihrem Job verloren. Mag keine Menschen und zeigt es.

Der Arzt. (A) Typ resignierter Öko. Wollte mal den Menschen helfen, ist aber am System gescheitert. Verfügt nur noch über eine sehr eingeschränkte Fähigkeit ganze Sätze zu bilden.

Der Patient. (P) Der Held der Geschichte, der rollentypisch am Ende stirbt.

Ein anonymes Schweinegrippeopfer. (SGrO) Sitzt im Wartezimmer und infiziert andere Wartende.

P: Guten Abend, Koller mein Name, ich habe einen Termin für 18 Uhr.
AH: Habet sie's Kärtle dabei und zähn Euro?
SGrO: Bruääärx-tschwuii... ... ... öchz-öchz...
P: Hier.
AH: (Hantiert mit Karte, Computer und zähn Euro, druckt Beleg, flöppt Karte auf den Tisch) Wadded Sie no e Momentle im Waddezimmer, gell!
P: Noi... äh... Nein, ich würde gerne hier stehen bleiben. Im Wartezimmer sitzt eine offensichtlich kranke Frau und ich will mich nicht anstecken.
AH: (Offensichtlich mehrfach gegen alles Mögliche inklusive Ebola, Hunter-Fieber und Schwarze Blattern geimpft. Unempfänglich für die Befürchtungen und Befindlichkeiten niederer Lebensformen. Betrachtet P mit einer Mischung aus Mitleid, Ekel und bei der Krankenkasse abrechenbarer, aber dennoch nur geheuchelter Besorgnis). Wadded Sie, i setz sie g'schwind do noo. (Geleitet P in einen leerstehende Behandlungsraum).
P: Danke.
AH: D'r Herr Dokt'r kommd glei.
P: Danke.
SGrO: Wäääääärxchzzz... Hulbrxxx... Fengtschuiiii...
P: (Wartet)
A: (Kommt nicht)
P: (Wartet)
A: (Kommt ins Behandlungszimmer) Grüß Gott, nehmed Se Plads!
P: (Sitzt und bleibt es auch)
A: So?
P: Also, ich habe seit letzten Donnerstag Bauch...
A: Wohned Sie in Böblingen?
P: ...schmmmmmmmmmmmm... Nein. In Schönaich.
A: (Schreibt "Schönaich" auf die Patientenkarteikarte.)
P. ...erzen mit Übelkeit und Erbr...
A: Sie arbeited auf d'r Hulb, gell?
P: Ja. Bei der Firma "Häberle". (Mittlerweile völlig aus dem Konzept.). Also Erbrechen und dann diese Schmerzen am Magenein...
A: Sind sie Lädig?
P: Bitte was?
A: Lädig?
P: ÄÄh...
A: Sind sie verhairaded?
P: NOI! Ja. Nein. Ledig. Ja.
A: (Notiert "Lädig" auf seiner Karteikarte.) So, jetzt. Was isch ihr Probläm?
P: Ja, wie gesagt, Bauchschmerzen, fühlt sich nach Gastr...
A: Brauched Sie e Krankmeldung?
P: Ja... nein... Nein... glaub nicht, nein. Aber irgendwas gegen die Schmerzen wär nicht schlecht.
A: Leged se sich mal do hin und mached se de Bauch frei.
P: (Legd sich do hin und machd sich de Bauch frei.)
A: (Guckt. Drückt auf Bauch rechts. Drückt auf Bauch links.)
P: AU!!!
A: Ah!
P: Ja!
A: Habet Se des schonemal g'habt.
P: Ja, vor einigen Jahren. Bekam damals Prantoirgendwas verschrieben. Hat gut gewirkt.
A: I verschraib Ihne jetzt a Päckle Prantozol, die helfed guud.
P: Danke.
A: Brauched Se wirklich koi Krankmeldung?
P: Nein. Wirklich nich.
A: Dann nehmed Se die Tabletten. Morgens und Abends je eine.
P: OK, danke.
A: Ade.
P: Ade.
AH: (Ignoriert mich.)
P: Ade. (Abgang)

Anmerkungen des Dichters:
Es gibt Ärzte und es gibt Hausärzte. Hausärzte sind Ärzte, die niemals Arzt werden wollten, aber aufgrund manglender Leistungen im Studium oder sonstiger intellektueller Defizite in dieses schwere Schicksal getrieben wurden.

Wie jeder klassische Schurke hat auch der Hausarzt einen Gehilfen. Meist Gehilfin. Die hört irreführenderweise auf den Namen "Arzthelferin" und stammt aus der Familie der Trolle. Arzthelferinnen verfügen nur über einen eingeschränkten Wortschatz, meist nur über ein Wort: "Karte". Zählen können sie nur bis Zehn, allerdings erst ab Neun.

Hausärzte mögen keine Menschen und machen keinen Hehl daraus. Da die Menschen deshalb auch irgendwann keine Hausärzte mehr mögen, müssen sie das kompensieren, um überleben zu können. Die Kompensation erfolgt über die freizügige Vergabe von Krankmeldungen, um sich bei den Patienten wieder einzuschleimen. Behandeln, Lindern, Heilen sind Termini, die im Sprachschatz eines Hausarztes nicht vorkommen. Wenn man krank ist, geht man ins Krankenhaus. Daher der Name. Man geht nicht zum Hausarzt. Ausser das Haus ist krank. Oder wenn man ein paar Tage "Urlaub" braucht.

Freitag, November 20, 2009

Smörebröd Rompuy PömPöm

Also "Rückhalt in der Bevölkerung" sieht anders aus:

Donnerstag, November 12, 2009

Rammstein: Eine ReZensur

Logisch, es geht um "Liebe ist für alle da" und nicht wirklich überraschende Zensur.

Zunächst: Zu Musik und Texten gibt es nichts eigentliches zu sagen. Bewährter vorpubertärer Bombastbuntmetal ohne Ecken und Kanten. Textlich verwurbelter und sich inhaltsschwanger gebender Worthülsenfruchtsalat der zum Mitgrölen einlädt. Zwar sollte Herr Lindemann fremde Zungen meiden - so klingt sein Englisch ähnlich musisch wie die Begrüßungsrede eines indischen Billigflug-Captains kurz nach dem Start in Mumbay - doch ist auch dies wenn schon nicht intendiert, so doch immerhin irrelevant.

Komplette Irrelevanz erlangt die Platte allerdings erst durch ihre Indizierung: Ein herrlich hirnrissiger Medienhype, der hier zelebriert wird. Haben die Jungs um Herrn Lindemann doch nichts anderes gemacht als vorher auch. Nur ist das heutzutags im Rahmen einer zunehmenden verpuritanisierung unsere Pseudogesellschaft ein prima Baumstamm, an dem sich die selbsternannten Moralschweine unter Führung der Rottenchefsau Ursula schubbern können.

Und da ich zum einen vermeiden will, dass sich allzuviele Menschen nächtens mit hochgeschlagenen Kragen und Sonnenbrille beim Bahnhofspornoprovider am Rande der Legalität mit den einschlägigen Texten versorgen müssen, damit zum anderen sich jeder selbst eine Meinung BILDen kann und nicht zuletzt in der Hoffnung auch mal indiziert zu werden, hier:

LIEBE IST FUER ALLE DA

Warmes Wasser
Schöne Leiber
Wie sie glänzen
In der Sonne

Ich schleich mich an
Und rede fein
Wer ficken will
Muss freundlich sein

Liebe ist für alle da

Ich mach die Augen zu
Dann seh ich Sie
Ich sperr sie ein
In meine Fantasie
Ich mach die Augen zu
Sie wehrt sich nicht
Liebe ist für alle da - nicht für mich


Warmes Wasser
Schöne Leiber
Nicht für mich
es läuft davon!

Feinste Formen
Gut gebaut
Voller mund
So braune haut!

Liebe ist für alle da!
Die liebe ist für alle da - Auch für mich!


Ich mach die Augen zu
Dann seh ich sie
Ich sperr sie ein
In meine Fantasie

Ich mach die augen zu
sie wehrt sich nicht
Liebe ist für alle da - Nicht für mich

Ich mach die augen zu
Wir sind allein
Ich halt sie fest
Und keiner sieht sie weinen
Sie macht die augen zu
Sie wehrt sich nicht
Liebe ist für alle da - Auch für mich!

Liebe ist für alle da!
Die liebe ist für alle da
Liebe ist für alle da - Auch für mich!

PUSSY

To big, to small
Size does matter after all
Zu gross, zu klein
Er könnte etwas größer sein
Mercedes Benz, und Autobahn
Alleine in das Ausland fahren
Reise, Reise, Fahrvergnügen
Ich will nur Spaß, mich nicht verlieben

Just a little bit, just a little bitch

You’ve got a pussy
I have a dick
So, what’s the problem
Let’s do it quick
So take me now before it’s too late
Life’s too short so I can’t wait
Take me now, oh, don’t you see
I can’t get laid in Germany

To short, to tall
Doesn’t matter, one size fits all
Zu gross, zu klein
Der Schlagbaum sollte oben sein
Schönes Fräulein, Lust auf mehr
Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr
Schnaps im Kopf, du holde Braut
Steck Bratwurst in dein Sauerkraut

Just a little bit, be my little bitch

You’ve got a pussy
I have a dick
So, what’s the problem
Let’s do it quick
So take me now before it’s too late
Life’s too short so I can’t wait
Take me now, oh, don’t you see
I can’t get laid in Germany

Germany!
Germany!

You’ve got a pussy
I have a dick
So, what’s the problem
Let’s do it quick
You’ve got a pussy
I have a dick
So, what’s the problem
Let’s do it quick
You’ve got a pussy
I have a dick
So, what’s the problem
Let’s do it quick
So take me now before it’s too late
Life’s too short so I can’t wait
Take me now, oh, don’t you see
I can’t get laid in Germany

ICH TU DIR WEH

Nur für mich bist du am Leben
Ich steck dir Orden ins Gesicht
Du bist mir ganz und gar ergeben
Du liebst mich, denn ich lieb' dich nicht
Du blutest für mein Seelenheil
Nur ein kleiner Schnitt und du wirst geil
Der Körper schon total entstellt
Egal, erlaubt ist, was gefällt

Ich tu dir weh
Tut mir nicht leid
Das tut dir gut
Hört wie es schreit

Bei dir hab ich die Wahl der Qual
Stacheldraht im Harnkanal
Leg dein Fleisch in Salz und Eiter
Erst stirbst du, doch dann lebst du weiter
Bisse, Tritte, harte Schläge
Nadeln, Zangen und stumpfe Säge
Wünsch dir was, ich sag nicht nein
Und führ die Nagetiere ein

Ich tu dir weh
Tut mir nicht leid
Das tut dir gut
Hört wie es schreit

Du bist das Schiff, ich der Kapitän
Wohin soll denn die Reise gehen?
Ich seh im Spiegel dein Gesicht
Du liebst mich, denn ich lieb' dich nicht

Ich tu dir weh
Tut mir nicht leid
Das tut dir gut
Hört wie es schreit

Ich tu dir weh
Tut mir nicht leid
Das tut dir gut
Hört wie es schreit