Samstag, November 26, 2016

Ein Monat noch...

... bis Why?nachten und immer noch kein "Last Christmas" von Wham.

Ein gutes Jahr!

Donnerstag, November 10, 2016

Des hawwe mer ned gewolld... eschd ned...

Normalerweise liegen mir mikrochauvinistische oder auch nur lokalpatriotische Gesten fern, doch heute muss ich in meiner nicht ganz freiwillig angenommen Rolle als Pfälzer etwas klar- und feststellen: Das mit Trump tut uns leid! Aufrichtig, nachhaltig, vollumfänglich und unwiderruflich leid. Das haben wir nicht gewollt, das haben wir nicht kommen sehen, das war keine Absicht. Ein tragischer Unfall, ein Versehen, Ausrutscher, Faux-pas, das ging voll daneben. Sorry dafür. Echt jetzt.

Ich spreche hier -hoffe ich- für alle meine Mitpfälzer. Auch und zuallererst für die Kallstadter.

Kallstadt, ein ehemals unbelastet idyllisches Dörfchen in der Nähe von Bad Dürkheim. Wer hätte ahnen können, dass Kallstadt dereinst in einem Atemzug mit Braunau am Inn, Shaoshan oder Gori genannt werden würde? Als Ausgangspunkt einer Entwicklung, angestoßen durch die Geburt eines seltenen Prädikatsarschloches wie eben, nun ja, Donald, die die Welt -mal wieder- an den Rand des verdienten Untergangs führt.

Und dessen Großeltern aus eben jenem Kallstadt stammten.

War es nicht gute Tradition über viele Generationen pfälzer Familien hinweg, den Neugeborenen und Babies, den Heranwachsenden und Jugendlichen bis in das Alter, in dem sie autonom Saufen konnten, eine gerüttelt Menge guten Weißweines in die Milch, später in den Brei, dann ins Essen zu geben, um Sanft- und Langmut ins noch formbare Wesen zu träufeln? Haben die Trumps, einmal den Sprung über den Großen Teich gemacht, damit aufgehört, sanft prügelnd und hezrlich körperlich Sanktionierend die Entwicklung der folgenden Generation zu formen, wie's in der Heimat gang und gäbe war? Dass das funktionierte und noch heute funktioniert beweisen unsere Vorzeigepfälzer Scharping, Kohl und Brüderle. Zwar aggressiv in der Einstellung, dumm zuweilen wie 2 Sack ungelöschter Kalk, aber in der Umsetzung ihrer Aggressivität derart phlegmatisch, dass keine wahre Gefahr von ihnen ausgeht.

Wie also konnte Donald derart verkommen, außer man legt die Annahme zugrunde, er wurde nicht arttypisch ausreichend präadoleszent sediert und verdroschen? Ist Donald eine Folge falsch verstandener und sinnlos angewandter modernistischer Erziehungsideale? Kommt das dabei heraus, wenn man den blöden Balg gewähren lässt, wenn man die zerebrale Entwicklung nicht durch Methylverabreichung in geordnete Bahnen lenkt, ähnlich wie ein japanischer Bonsaizüchter seine Bäumchen durch gezielte Verkrüppelung zur arboralen Kunstform drexelt?

Ethnopädagogisch haben wir Pfälzer alles möglich getan, um das zu verhindern. Dennoch tragen wir am Scheitern unserer tradierten Erziehungsmethoden wohl Mitverantwortung. Vielleicht auch hätte ein generelles Ausreiseverbot für Pfälzer der Welt gut getan, um Dinge zu vermeiden, wie z.B. die Entwicklung des Waschbären zum Schadkleinbär im Großraum Kassel.

Mögen folgende Generationen über unser gesamtpfälzisches Verschulden richten, Leid tut es uns schon jetzt.

Nochmals: Verzeihung! Ganz ganz großes Supersorry mit Zucker obendrauf!

Mittwoch, November 09, 2016

Ist sonst noch jemandem zu lachen zumute...

... wenn ich sage, dass Frauke Petry nächstes Jahr Kanzlerin wird?

Freitag, November 04, 2016

Türen in Metz

Donnerstag, Oktober 20, 2016

Präsidentenwahlen in den USA 2016

Die letzte TV-Debatte gilt als die bisher sachlichste. Der Austausch von Argumenten stand dieses Mal weitestgehend im Vordergrund.

3. TV-Debatte "Trump vs. Clinton" in Las Vegas (Abb. ähnlich)

Mittwoch, Oktober 12, 2016

Alt werden...

... ist wie eine zweite Pubertät. Pubertät 2.0, wenn man so will. Zeichnen sich beide Lebensabschnitte doch dadurch aus, dass Haare an Stellen wachsen, wo früher keine wuchsen. Mit dem Unterschied, dass das erste Sack- oder sonstige Schamhaar vom Jugendlichen noch mit einer kleinen Willkommensparty begrüßt wird, das erste stacheldrahtdicke Ohren- oder Nasenhaar aber verschämt mit Pinzette oder spitzen Fingern aus der Verankerung gerissen, weggeflext, versengt, beschossen oder stranguliert wird

Überhaupt ist nicht nur die Örtlichkeit des neuen Bewuchses zu hinterfragen. Auch die Dicke der neuen Wollen scheint mir genetisch nicht sinnvoll erklärlich. Was hilft ein Büschel Ohrgesträuch, wo jedes einzelne Härchen für sich durchaus in der Lage ist, kleinere Vögel aufzuspießen, und somit für den späteren Verzehr aufzubewahren, oder Panzerstahlplatten bis 10 mm zu durchdringen? Wozu brauche ich Haare in der Nase, die büschelartig aus selbiger hervorstaken und bei altersbedingtem Vergessens ihrer Existenz zuverlässig jedes Stofftaschentuch zu Konfetti zerfetzen, wenn man sich mal die Nase putzen will? Wozu brauche ich wild wuchernde Augenbrauen, die mir das Aussehen bayrischer Politpotentaten verpassen, aber zu sonst nichts nütze sind; nicht mal zum Auffüllen der Lücke, die ein zurückweichender Haaransatz hervorruft? Und dann Brusthaare! Deren Nutzen im Alter jenseits der 40 ist generell in Frage zu stellen! Diente Brusthaar dem im Safte stehenden Jugendlichen zumindest in manchen Regionen dazu, quasi als Potenzbeweis, paarungswillige Frauen in den jeweils präferierten Beischlafort zu locken, ist es in dem Alter, in dem man zwar meist über eine permanente Lebensabschnittsgefährtin verfügt aber schon lange einer zuverlässigen Libido verlustig ging, völlig frei von Nutzen. Spärlich würmelnd krusselt sich das kapilare Äquivalent zu Flechtenbewuchs auf der schmalen Brust und versagt völlig bei dem Versuch, den derart behaarten Mann auch nur ansatzweise wie Sean Connery in "James Bond jagt Dr. No" aussehen zu lassen, der es mit an- und entsprechender Brustmatte geschafft hat, die durchaus begehrens- und begattenswerte Ursula Andress aus dem Wasser und ins Bett zu scheuchen.

Die Frage ist doch folgende: Warum macht der Körper das? Wozu nutzt es? Welchen Vorteil verspricht sich der greisende und dem Verfall anheimfallende Balg davon? Ist es die Hoffnung auf mehr Wärme? Brauche ich warme Ohren im Alter, und warme Augen und Nasen? Und warum fällt dann aber gleichzeitig das bisher zuverlässig wärmende Haupthaar aus? Oder ist es, wie ein Kollege derart befragt antwortete, dafür eingerichtet, um alte Männer hässlich zu machen, damit auch die Jüngeren noch eine Frau abbekommen und damit der mit dem Alter einhergehende Vorteil höherer finanzieller Potenz kompensiert wird?

Darüber hinaus befürchte ich, dass der Körper perfide auf die Versuche reagiert, sich des gerontischen Gestrüpps zu entledigen. Und zwar durch vermehrten Nachwuchs. Hab ich mir gerade die dornendicken Stahlstifte aus den Brauen gefräst, wachsen mehr und längere innerhalb von 2 Wochen der Hydra gleich nach und ich sehe aus wie Theo Waigel, dem ein Scherzbold im Schlaf zwei Dackel ins Gesicht geklebt hat. Soll ich deswegen aufgeben? Es einfach wachsen lassen, in der Hoffnung, es würde sich alles einpendeln? Oder soll ich meine Versuche sowohl hinsichtlich Schnittfrequenz als auch in Bezug auf die verwendeten Tools optimiren, sprich täglich beherzt das Gesicht für 2 Minuten in die Lötlampe halten bis alles Geflecht nachhaltig zu Asche verbrannt ist?

Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Freitag, Oktober 07, 2016

Leben wie Elvis. Einst.

Das lokale Konversionsprojekt gibt sich libertär. Denn wo kann man Freiheit besser ausleben, als hinter feinstem Stacheldraht.

Samstag, Oktober 01, 2016

Kyoto Sushi Bar

Durchaus ausreichend teuer, um noch damit angeben zu können aber von recht guter Qualität, das neue Kyoto Sushi in der Fressgasse, kurz vor Kaufhof auf der linken Seite. Die Bedienung ist ein winzig klein wenig zu zügig, das Geschirr wegzutragen, aber kompensiert dies durch die unnachahmlich lispelnde Unterwürfigkeit, wie sie nur perfekt integrierte Japaner in der 3. deutschen Generation simulieren können. Dazu lecker Weldeweizen und der Abend gewinnt an Struktur. Also ich kanns nur empfehlen:

http://www.kyoto-sushibar.com/

Jetzt auch in Mannheim!

Aber wir fliegen doch lieber nächstes Jahr nach Bangladesh und schlagen den Leuten direkt auf die Fresse. Das ist ehrlicher, und man lernt auch noch das Land kennen.

Dienstag, September 27, 2016

Die Firma

"Die Firma ist der Name, unter dem ein Kaufmann seine Geschäfte betreibt, seine Unterschrift leistet und unter dem er klagen und verklagt werden kann."

Montag, September 26, 2016

Donnerstag, September 22, 2016

Aus dem Leben eines Arachnophoben

Es wird Herbst und allerlei Getier sucht Wärme und Obdach. Dumm nur, wenn das Getier 8 Beine hat und das Obdach mein Auto ist, welches vom bisher einzigen Absolventen Summa cum Magna cum laude mit Prädikat und am samtenen Band der privaten Arachnophobenakademie Ingolstadt pilotiert wird. Das ganze natürlich im fließenden Verkehr, wo sich ein beherzter Sprung aus dem fahrenden Auto verbietet.

Das war nicht einfach.

Und das Ziel ist klar: Nordpol, ich komme! Ab Hammerfest sind keine Spinnen mehr dokumentiert. Scheiss auf 6 Monate Dunkelheit, Sommer bei maximal 5 Grad und Eisbärverbiss bei Unachtsamkeit.

Eisbären schleichen sich zumindest nicht in dein Auto und verstecken sich hinter der Sonnenblende!

Dienstag, September 20, 2016

Der Euphemismenfreund rät:

Dinge nicht immer herzlos beim Namen nennen! Wo "Müll" nur negative Assoziationen weckt, ruft die korrekte, die gefällige Wortwahl ungleich positivere Gefühle hervor.

Und so geht's:

Fahr doch mal dran vorbei!

Heute: Frankfurt-Niederrad, Olivetti Towers


In der Mitte des letzten Jahrhunderts als architekonischer Primärbewuchs den malariaverseuchten Sümpfen des Frankfurter Nordends abgerungen, stehen die Olivetti-Towers, ehemals stolze Insignien italienischer Ingenieurskunst, noch heute in zeitloser Arroganz an der Bundesautobahn 5 und verhöhnen ebenso nachhaltig wie aufdringlich Stilempfinden, Anmut und ein Rudiment proportionalen Empfindens. Mit der Leichtigkeit einer gusseisernen Pfanne, die vom Hass vieler Ehejahre befeuert, in die Fresse des Ehemanns gedroschen wird, stehen die beiden rücksichtslos weiß im Sonnenlicht gleissenden Monstrositäten als Mahnmal technologischer Hybris im beschaulichen Niederrad und geben bis heute Zeugnis vom absolut verdienten Untergang jener italienischen Schreibwarendynastie, die ihnen den Namen gab. Mittlerweile bieten die Gebäude allerlei zwielichtigem Gesocks und übel beleumundeten rechtlichen Personen und Entitäten Unterschlupf, allen voran den Botschaften von Süd-Korea und Swasiland.

Ein Architekt zeichnet für ihre -leider - erfolgreiche Errichtung verantwortlich, dessen künstlerische Unfähigkeit nur von der nachgerade Fips Assmuss'schen Lächerlichkeit seines Namens übertroffen wird: Egon -Klingelingeling, Klingelingeling- Eiermann. Namhafte Paläoarchitekturanthropologen sehen in der menschenverachtenden Unförmigkeit des von ihm erdachten und ausgeführten Konstrukts die Reaktion auf eine Menschheit, die sich schon seit Kindestagen in der üblich boshaften Weise und meist in Reimform über seinen Namen mokierte. Nur die Annahme einer frühkindlichen aber traumatischen Schädigung des eigenen Wertempfindes kann erklären, wie ein Mensch derart widerwärtiges hat erschaffen können.