Montag, Februar 16, 2009

Einige Viechies

Ein Kea versucht sich den Weg in die Freiheit zu nagen. Aber wohl nicht ernsthaft. Weil, würde er rauswollen, ich wette, er würde einen Weg finden!



Keas können noch fliegen, mögen es aber nicht. Sie laufen dafür gern, können es aber nicht.



Waschbären gehören auch zur Gattung der "uiwassinddiesüß"-Tiere. Leider scheint ihnen der Aufenthalt im Zoo weniger Spaß zu machen, als z.B. den Keas.



Und er hier ist wohl einfach nur scheißen-mies-drauf. Ein Seeadler mit einer Flügelspannweite von 2.30 hat einfach nix in einer Voliere zu tun, in der es selbst Tweetie vorzöge, von Sylvester endlich gefressen zu werden.



Anders ist es allerdings bei ihm hier. Während in China Baumpandabärflossensuppe bei den Reichen und Dämlichen immer noch als Aphrodisiakum gilt, hat er es hier zusammen mit einem baumsüchtigen Kollegen wirklich gut. Großes Gelände, viel Ruhe und offensichtlich wohlmeinende exilholländische Pfleger, die ihm ein wenig Gras ins Futter mischen.



Da lacht die Koralle. Auch bei ihm hier könnte man meinen, er habe einen über den Frust geraucht.

Sonntag, Februar 15, 2009

Hehe...

Freitag, Februar 13, 2009

O-Weh-K-W

Diese Nachricht erreichte mich unlängst in meiner W-K-W-Inbox.

Ich erwäge ernsthaft, darauf zu reagieren. Sei es auch nur, um mehr über einander für unseren gegenseitigen Liebesnutzen wissen.

Donnerstag, Februar 12, 2009

Das Interview

Volker Horst, geboren am 20.04.1889 in Rehbraunau, ist Geschäftsführer der ROFNIDAG. Er studierte schon als 12 Jähriger Angewandten Personalabbau an der FH St. Gallen, promovierte in Vergleichender Kulturmisanthropie und ist Träger des Schützenabzeichens Dritter Klasse in Feinblech der Mauthausener Mittelgebirgsjäger. Er ist Autor des Buches "Kosteneffizienzoptimierung im Null-Mitarbeiter-Betrieb" und Mitherausgeber der betriebswirtschaftlichen Wochenschrift "Die Insolvenz". Volker Horst ist Schwager dreier Kinder und lebt zur Zeit auf seinem Hausboot "HMS Queen Elizabeth II".



Das Gespräch führte Der Jörch.

DJ: Herr Horst, ich danke Ihnen, dass Sie sich heute Zeit für unsere Leser genommen haben, und ich darf Sie recht herzlich hier im Palais Val De Coccinelle begrüßen.

VH: Da haben Sie völlig Recht!

DJ: Herr Horst, Sie sind Geschäftsführer eines der weltweit führenden Unternehmen der Software-Branche. Können Sie uns bitte in kurzen Worten das Geschäftsfeld des Unternehmens darlegen?

VH: Die ROFNIDAG ging aus dem ehemaligen Vereinigten Grillkohlekombinat Rosa Luxemburg mit Sitz in Schlechterwortwitz in der heutigen ehemaligen DDR hervor. Durch Zukäufe, Aquisitionen und Neuerwerbungen vieler international rennomierter Unternehmen haben wir mittlerweile eine führende Position im Bereich der Herstellung von Business-Software, Unternehmensprogrammen und auf dem Sektor wiederverschließbarer Getränkedosen erreicht. Kernbereich unseres Unternehmens ist aber nach wie vor Herstellung und Vertrieb von Business-Software. Hier befinden wir uns im Wettbewerb mit den ganz Großen des Marktes wie SAP, Microsoft und dem VEB Tronitron in Abwicklung.

DJ: Der Begriff "Business-Software" mag einigen unserer Leser unbekannt sein. Was genau ist "Business-Software"?

VH: Das ist eine exzellente Frage. Der Bereich der Business-Software umfasst alle Prozesse, Vorgänge, Abläufe und Methoden zur Beantwortung von Fragen, die im geschäftlichen Bereich nicht nur auftauchen, sondern in diesem Zusammenhang auch beantwortet werden müssen, um Entscheidungen, Dezisionen und Beschlüsse zu generieren. Hierbei werden Eingangsparameter erfasst, elektronisch ver- und bearbeitet und dann einer humanbasierten Auswertung zugeführt. Am Ende des Prozesses steht die Transparenz der Unternehmung in Hinblick auf Aufstellung, Dynamisierung und Entscheidbarkeit der Beurteilungsspielräume im Rahmen internationaler Standards.

DJ: Ah ja. Können Sie dies vielleicht anhand eines griffigen Beispiels erläutern?

VH: In der Tat. Stellen Sie sich zum Beispiel einen international aufgestellten, multinationalen, in mehreren Ländern operierenden, weltweit am Markt positionierten und über Ländergrenzen hinweg tätigen Konzern vor. Dieser hat nun die Anforderung, Monats-, Quartals- oder gar Jahresabschlüsse gemäß den Regeln einer außerordentlichen Grundbuchführung unter Beachtung der einschlägigen Synergie-Effekte zu generieren. Dies wäre dann der Kernbereich zum Einsatz unserer OBST Software (*Anm. d. Red: OBST steht für "Online Bilanz-Strukturierungs-Tabellenkalkulation). Mit OBST können Sie alle Zahlungsflüsse und sämtliche monetären Strukturen der an der Gesellschaft beteiligten Untergesellschaften erfassen, zentralisieren, übertragen, berechnen, konsolidieren, erneut berechnen, mehrere Monate in frischem Torf begraben, weiterleiten und anschließend - und hierauf sind wir besonders stolz - aggreg- und anschließend dem Aufsichtsrat servieren. Das ganze funktioniert natürlich sowohl online, in Echtzeit, zur Laufzeit, und - gegen einen geringen Aufpreis - auch außerhalb der Freizeit. OBST bietet dabei ein Maximum an Transparenz unter Reflektion aller relevanten Daten, stellt Daten augenfreundlich dar und liefert am Ende des Tages eine Bilanz, von welcher sich noch Ihre Kinder vor dem zu Bett gehen Geschichten erzählen werden.

DJ: Gut. Das ist ja nun nicht allzu schwer zu verstehen.

VH: Sehr richtig, denn Simplicity, User-Orientation und End-Usabilty sind bei uns die Key-Features unserer Go-To-Market Strategy auch im Sinne eines Customer-relevant Compelling-Points.

DJ: Herr Horst. Die ROFNIDAG war kürzlich in den Medien, da auch sie von der internationalen Finanzkrise betroffen ist. In diesem Zusammenhang mussten auch Sie Mitarbeitern die Chance zu persönlichen Neuorientierung am Arbeitsmarkt einräumen. Können Sie unseren Lesern hierzu einige Erläuterungen geben?

VH: Sehr gerne. Wie alle großen Mitbewerber - SAP, um nur einen zu nennen - haben auch wir die Krise als Chance zu nutzen gewusst, um vielen unserer Mitarbeiter neue berufliche Opportunitäten offerieren zu können. Dass dies nur durch die Beendigung alter und meist auch maroder Arbeitsverhältnisse zu erreichen war, ist natürlich ein Wehrmachtstropfen, aber wir sind uns sicher, dass wir durch die freundlichen Formulierungen der Kündigungsschreiben und dem darin aufrichtig beteuerten Bedauern die schlimmsten Härten des Vorgangs im Vorfeld schon eliminiert haben. Außerdem haben wir die Kündigungen auf chlorfrei gebleichtem Papier verfasst, was ja gerade in den Zeiten einer globalisierten Erderwärmung, also auch vor dem Hintergrund umweltschutzrelevanter Überlegungen, ein durchaus nicht zu vernachlässigender positiver Aspekt ist.

DJ: Das ehrt Sie! Wodurch genau war denn diese Ermöglichung der professionellen persönlichen Positionierung am Arbeitsmarkt vieler ihrer Mitarbeiter begründet?

VH: Die Antwort ist leider nicht ganz einfach. Zum einen haben wir eine gravierende Abweichung unserer Ist- von den Planzahlen bemerkt. Wir planten für das 3. Quartal des Geschäftsjahres einen um den Wildwechselkurs bereinigten Umsatzanstieg im Bereich der Lizenzen um 35%. Leider hat uns das zunehmend schwieriger werdende Marktumfeld hier einen Strich durch die Bruchrechnung gemacht, sodass wir nur ein Umsatzplus von 30% organisch generieren konnten. Vor dem Hintergrund meiner Zahlungspflichten ist dies ein nachgerade drastischer Einbruch, der ein umgehendes und entschlossenes Handeln erforderte. Desweiteren ist in Zeiten der Krise ein engagiertes und höchstmotiviertes Manamagent ein unbedingtes Must. Um allein die motivatorischen Zahlungen an unsere Middle-Manager zu erwirtschaften, sahen wir uns gezwungen, 5% der produktiven Belegschaft in die Obhut der staatlichen Grundversorgung zu entlassen. Und glauben Sie mir, niemandem ist diese Entscheidung schwerer gefallen als mir. Doch erfordern harte Zeiten harte Maßnahmen. Man kann nun mal kein Omelette zubereiten, ohne Eier zu zerbrechen. Darüber hinaus fallen dort, wo gehobelt wird, nun mal Späne und ebenso lernt Hans nichts, was Hänschen nicht längst hätte gelernt haben sollen.

DJ: Darf ich das kurz zusammenfassen: Die Lay-Offs basieren also darauf, dass Sie die Quartalsplanzahlen nicht erreicht haben? Ist das nicht ein wenig zu offensiv?

VH: Herr Jörch, lassen Sie mich eins zunächst klarstellen: In Zeiten, in welchen die Chinesen zwei Drittel der Weltdevisenreserven in Kaurimuscheln besitzen, kann es so etwas wie ein zu offensives Vorgehen nicht geben. Wir sehen uns gezwungen, auf Marktentwicklungen zu reagieren, bevor sie überhaupt entstanden sind. Die von mir extra zu diesem Zwecke gegründete Task-Force hat hierfür das "Pre-emptive Ante-Actio Reaction Concept" erarbeitet. Hierbei werden alle für den Markt relevanten Daten im Vorfeld eruiert, konzipiert, aggregiert und letztlich migriert. Dies hat uns gerade jüngst im Bereich der Mitarbeiterzufriedenheit eine Triple-A-Rating der Lehman-Consult-Agentur eingebracht. Darauf sind wir sehr stolz.

DJ: Aber einen tatsächlichen Gewinneinbruch oder gar realen Umsatzrückgang haben Sie nicht zu verzeichnen?

VH: Wo kämen wir denn da hin? Eine Unternehmung ab einer gewissen Größenordnung kann es sich schon aus Gründen der Wettbewerbsorientierung und Competitionability nicht erlauben, den Ereignissen hinterherzulaufen. Nur der vrühe Fogel fängt den Wurm. Morgenstern hat Gold im Mund. Man muss mit den Wölfen heulen. Es sind die Erfordernisse des Marktes, des globalisierten Marktes, also des international-weltweit globalisierten Marktes, die hier die Regeln definieren. Wer reagiert, hat schon verloren. Lassen Sie mich das mit den Ereignissen der Weltpolitik vergleichen: Wo wären wir den hingekommen, wenn die Amerikaner gewartet hätten, bis der Irak Bonn mit ökologischen Waffen bombardiert hätte? Da wäre das Geschrei doch groß gewesen! Stattdessen war es erforderlich, schon bevor Saddam die Drohkulisse angemalt hätte, im Zuge der Verhinderung schlimmeren Unheils einzugreifen. Und hiervon haben wir in der ROFNIDAG gelernt.

DJ: Herr Horst, ich danke Ihnen für dieses Gewürz.

Mittwoch, Februar 11, 2009

Der Anruf

Eine sehr kurze Tragödie.

Die Akteure:
Die Stimme - elektronisch, unpersönlich, von unbestimmt weiblichem Geschlecht, kurz: elektronisch modulierter Hohn
Ich - die arme Sau, die sich denkt, ein Anruf sei effizienter als ein Besuch vor Ort
Mein Telefon - Schwarzes Bakelit, alt
Die Hotlinesklavin - Nett aber unfähig. Ein hirnloses Subjekt von beeindruckend künstlicher Freundlichkeit. Konziliant aber völlig Nutzlos.

I. Akt

Ich: (Wähle die 0180er Nummer)
Mein Telefon: (Stellt die Verbindung her. Lässt ein Freizeichen ertönen.)
Die Stimme: (Salbadert los wie Fips Asmussen auf Koks) Willkommen bei der Hotline ihrer Arbeitsagentur. Wenn Sie Fragen zum Wetter haben, drücken Sie die 1. Wenn Sie Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen wollen, drücken Sie die 3. Wenn Sie sich arbeitssuchend melden wollen, drücken sie die 5.
Mein Telefon: (Hat eine Wählscheibe.)
Ich: (Lege auf. Schreie meine Zimmerpflanzen an und verwünsche die Welt im allgemeinen und die moderne im besonderen.)

II. Akt
Ich: (Nehme mein Handy und ignoriere die Tatsache, dass mich der Hinweis "Mobilfunkpreis abweichend" völlig verstört. Wähle und komme wieder zur Stimme.)
Die Stimme: (Salbadert los usw. usf...)
Ich: (Drücke die 5. Mein Handy hat Tasten. Ich erkläre mich zum Sieger über das System und freue mich.)
Die Stimme: (Ändert leicht den Tonfall. Wird gelegentlich von einer 2Bit-Aufnahme von "Hymne aus 'Jagd auf Roter Oktober'" unterbrochen, dargeboten vom Chor der Schwarzmeerflotte der UdSSR. Die Stimme teilt mir mit, dass sich in quasi unmittelbarer zeitlicher Nähe ein Mitarbeiter Zeit nehmen wird, um mir bei der Lösung meiner Probleme behilflich zu sein.)Vielen Dank, dass Sie sich für die Option 5 entschieden haben. Leider sind zur Zeit alle Plätze belegt. Ein Mitarbeiter wird ihren Anruf gleich entgegennehmen. (Der Schwarzmeerflottenchor nimmt das Thema wieder auf und plärrt irgendwas von "Schtrootz uschpotovkijem, daar scupropojieeew".)
Ich: (Warte. Versuche im Geiste die bisher aufgelaufenen Kosten zu schätzen. Bemerke, dass ich im Zahlenraum > 100 einfach nicht rechnen kann und lasse es bleiben.)
Die Stimme: (Wird mitten im Satz unterbrochen.)
Die Hotlinesklavin: (Scheint über die Fähigkeit der sogenannten Digeridoo-oder zirkulären Atmung zu verfügen, bei welcher man einen konstanten Atemfluss produzieren kann. Man atmet durch die Nase ein und durch den Mund aus. Es kommt somit zu keinerlei Unterbrechung des Redeflusses. Und genauso hört sie sich dann an.) WillkommenbeiderAgenturfürArbeitmeineNameistGundelGaukelei.
WaskannichfürSietun?
Ich: (Wundere mich über die selten sinnlose Frage. Ich dachte, über die Wahl der 5 hätte ich mein Anliegen hinreichend spezifiziert. Aber egal. Ich bin nett.) Hallo. Zunächst eine kurze Frage: Da ich mit dem Handy anrufe, können Sie mich bitte zurückrufen?
Die Hotlinesklavin: Neindasdürfenwirnicht.IsteineArbeitsanweisung.
Ich: Schade. Aber egal. Ich habe nur eine Frage: Ab wann muss man sich frühestens "Arbeitssuchend" melden.
Die Hotlinesklavin: DaskommtdraufanwieIhrArbeitsverhältnisbeendetwurde.
WiewurdeIhrArbeitsverhältnisdennbeendet?
Ich: Nun, wahrscheinlich mit einem Aufhebungsvertrag.
Die Hotlinesklavin: DannmüssenSiesichmeldensobaldSiedenVertragunterschriebenhaben.
HabenSiedenVertragschonunterschrieben?
Ich: Nein. Aber gut, ich melde mich, sobald das geschehen ist.
Die Hotlinesklavin: JadasmüssenSiemachensonstverlierenSieunterUmständenAnsprüchewenn
Siesichzuspätmelden.
Ich: Ich weiß, deswegen auch die Nachfrage. Eine Frage noch: Können Sie mir Ihre Durchwahl geben, damit ich nicht wieder durch diese Computerstimmen-Phalanx durch muss?
Die Hotlinesklavin: Neindiedürfenwirnichtrausgebenweilsonstjederanrufenwürd.
Ich: Aha? Wer würde sowas tun, außer Leute, die sowieso mit Ihnen reden müssen?
Die Hotlinesklavin: Neindasdürfenwirnicht.
IsteineArbeitsanweisung.
Ich: (Hole tief Luft und will eigentlich mit der Brunstulp am anderen Ende der Leitung in eine weiterführende Diskussion über Sinn und Unsinn von Arbeitsanweisungen eintreten. Vor allem darüber, ob die reine Angabe der Existenz einer solchen als Begründung hinreichend erscheinen soll. Ich erwäge kurz, Sie darauf hinzuweisen, dass es eben jener Kadavergehorsam war, der gerade uns Deutsche schonmal in echte Schwierigkeiten brachte. Ich möchte ihr erklären, dass es schon ein wenig mehr braucht, als nur einen lapidaren Verweis auf eine Anordnung, um beim Gesprächspartner etwas anderes als nur reine Opposition zu erreichen. Kurz, ich möchte an den Menschen appelieren. Stattdessen...) Tschüs.
Ich: (Versuche mir auszurechnen, wieviel mich dieser völlig sinnlose Spaß gekostet hat. Scheitere wie vorher und reagiere ähnlich. Wenn es stimmt, dass Pflanzen empfindungsfähig sind, haben meine 'ne echt harte Zeit vor sich.)

Dienstag, Februar 10, 2009

Kompanie, ein Lied!

Wir trampeln durchs Getreide,
Wir trampeln durch die Saat,
Hurra wir verblöden,
Für uns bezahlt der Staat.

Mittwoch, Februar 04, 2009

Der Tropfen...

Dienstag, Februar 03, 2009

Nen Knall haben...

... mit

KNALLFARBEN

„In wirtschaftlich schlechten Zeiten sollte die pessimistische Stimmung mit Farben bekämpft werden. Kleider in satten Kreischfarben peppen unseren Alltag optisch auf.“

Schreibt die BILD-"Zeitung" in ihrer online-Ausgabe, Rubrik Moder&Beauty. Ja Sackzement, ich hab's gewusst. Das Leben kann so einfach sein. Scheiß auf die Rezeption, die Kohle kommt aus Iserlohn. Du bist was du trägst, du trägst was du isst, du pisst wenn du musst und kotzt wenn du sollst.

Ich kauf mir jetzt nen quittengelben Overall und ne rote Krawatte. Dazu pinkene (oder lieber korallene) Espandrilles. Dann klappt das auch wieder mit dem Job.

Kurze Bilder...

... und bunte Zwei- Dreizeiler.

Der Wolf liegt in der sonn'gen Schneise,
und hat an seiner Schnauze
Scheiße.







Es dreht das Tier und windet sich,
und sucht etwas und findet's nich.










Flamingos in Herde, bunt und nett,
doch schöner wärs,
wenn sich was drauf reimen würd.






Alle mögen Präriemännchen.
Und im Zoo-Café gibt's draußen nur Kännchen.









Fertsch!
Gut Nacht!

Montag, Februar 02, 2009

Wir sind...

... SCHEISSE!

Ich erinnere mich noch, als wärs vor fast 4 Jahren gewesen. Ich war gerade von einer unglücklich herbeigeführten Claviculafraktur genesen und begab mich zum Automaten meiner Hausbank, um Frischgeld zu besorgen. Dorten angekommen erreichte mich der fernmündliche Ruf meiner Lateralentität, die mich darüber aufklären wollte, dass der christlich-faschistische Super-GAU in Person Kardinal Joseph Ratzingers - nun Papst - doch tatsächlich eingetreten ist. Der alte Misanthrop und - wie Kenner behaupten - einer der größten Fehler in der an Fehlern nicht armen Geschichte des Katholizismus, hat es geschafft, sich an die Spitze jener menschenfeindlichen Organisation zu segnen, die wir als "Die Heilige Katholische Kirche" kennen.

Ob dieser Nachricht höchlichst beeindruckt und auch erschüttert äußerte ich völlig spontan und ohne größeres Nachdenken: "Hat's der alte Faschist doch geschafft!"

Seither musste ich viel Dresche einstecken für meine ach-so unreflektierte und eh negativ-infantile Einstellung. Zuallererst von jenem damals vor mir am Geldautomaten stehenden aufstrebenden Jungchristen, der mein Gespräch mithörend, mit dem Hühnerbrustton der Überzeugung mir ins Gesicht keuchte, Papa Ratzi (der Name sollte allerdings erst noch erfunden werden), sei kein Faschist, ich aber hingegen eine selten dumme Sau.

Der Menschenfreund in mir erwog kurz und verwarf umgehend eine körperliche Ausseinandersetzung. Ich im Gegensatz zu vielen Angehörigen meiner Sekte - aus welcher ich schon vor geraumer Zeit ausgetreten bin - toleriere anderer Menschen Meinung. Sei sie auch noch so albern.

Doch zurück zu unser aller obersten Brückenbaupionier.

Was bitte soll man davon halten, dass jener pelzbemützte vom Alter wohl nicht allzu unberührt gelassene Zausel allen Ernstes Holocaustleugner in den Vorstand beruft? Italien hin, Berlusconi her, Souveräntität des Vatikanstaats obendrauf, auch im Süden Europas gibt es Gesetze, und ich kann mir nicht vorstellen, das "Leute im Verein haben, die Juden umbringen cool finden" ein Schritt in Richtung darstellen soll. Ich glaube mich erinnern zu können in jenen frühen Tagen meiner Erziehung Dinge gelesen zu haben, die in etwa besagten "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!". Das heißt in der verquasten und nur dem Zwecke der Volksverdummung gehorchenden Lesart "Du sollst keine Scheiße reden!". Doch was halte ich von jemanden, der zwar selbst nur eingeschränkt Dünnpfiff verzapft, sich aber spornstreichs einen Cheffdünnpfiffverzapfer ins Haus holt und der Welt mitteilt "Guckt her, das is der Horst, der mag keine Juden, aber anonsten isser ein netter Kerl."?

Na also!

Dennoch mag ich nur mutmaßen, aber ich glaube, dass ihm die deswegen entgegenschlagende Missbilligung am pontifikalen Arsche vorbeigeht. Besteht das Unfehlbarkeits-Dogma noch? Ich weiß es nicht. Und selbst wenn nicht, ER wird es wieder einführen. Und wer dagegen aufbegehrt, wird in Acht und Bann gesetzt.

Als nächstes folgt die 2. Befreiung Jerusalems aus der Heidenherrschaft. Juden, Araber, egal! Alles raus! Jerusalem muss wieder Deutsch werden!

Vorwärts, Kinder, wir marschieren zurück. Und wie immer wenn uns irgendwer in die Scheiße reitet, reitet einer aus Deutschland vorneher (jaja, ich weiß, Österreicher. Nix da!).

Doch ruhig, ihr da draußen: Wer Rechten Glaubens ist, hat nichts zu befürchten.

In diesem Sinne: Sieg Amen!

"Und euch dahinten krieg ich auch noch! Bassd's bloß auf!"

Freitag, Januar 30, 2009

Und der Spruch des Tages...

kommt heute von meinem baldigen Ex-Kollegen Sven. Jener hat jüngst Nachwuchs bekommen und ist aus der Elternzeit zurückgekommen. Ich fragte ihn, wo es ihm denn nun besser gefiele, daheim oder in jetzt in der Firma.

Er meinte: "Daheim. Da werden die Leute mehr."

Mittwoch, Januar 28, 2009

These are hard times, my friend!

Hopefully you'll find a few new laughs here.

So, here we go:

Went to the paper shop - it had blown away.

I went to buy some camouflage trousers the other day but I couldn't find any.

I bought some HP sauce the other day. It's costing me 6p a month for the next 2 years.

Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone.

Police arrested two kids yesterday, one was drinking battery acid, the other was eating fireworks. They charged one and let the other one off.

A woman told her doctor, 'I've got a bad back. 'The doctor said, 'It's old age. 'The woman said, 'I want a second opinion. 'The doctor says, 'OK. you're ugly as well. '

'You know, somebody actually complimented me on my driving today. They left a little note on the windscreen, it said 'Parking Fine. 'So that was nice.'

A man walked into the doctor's, The doctor said 'I haven't seen you in a long time' The man replied, 'I know I've been ill'

A man walked into the doctor's, he said 'I've hurt my arm in several places'
The doctor said 'well don't go there any more'

I'm on a whiskey diet. I've lost three days already.

Went to the corner shop - bought 4 corners

'So I got home, and the phone was ringing. I picked it up, and said 'Who's speaking please?' And a voice said, 'You are.'

'So I rang up my local swimming baths. I said ' Is that the local swimming baths?' He said ' It depends where you're calling from.'

I went to the doctors the other day and I said, 'have you got anything for wind', so he gave me a kite.

I went to the Doctors the other day, and he said, 'Go to Bournemouth, it's great for 'flu. So I went, and I got it.'

I was in the attic the other day with the wife. Damp and dusty.........but she's great with the kids!

So I rang up a local building firm, I said 'I want a skip outside my house'. He said 'I'm not stopping you.'

Dienstag, Januar 20, 2009

Alles wird gut!

Noch vor Inauguration am 20.01.2009 nimmt Russland die Gaslieferungen nach Europa wieder auf. Millionen Rumänen, Ungarn und Mullukken führen dies auf O's Einfluss zurück. Der Stamm der Willpeken im rumänischen Koc ernennt O zum Häuptling ehrenhalber und verleiht ihm den Titel "Gasmann auf Lebenszeit".

Tag 1 nach Inauguration

Das Ozonloch ist verschwunden. Stattdessen befindet sich über dem Nordpol nun ein Ozon-Patch. Die Klimakatastrophe ist abgewendet. SAP verpflichtet sich, alle 6 Monate ein weiteres Patch zu implementieren, um die Welt auch weiterhin vor dem Verbrennen zu bewahren.

Tag 2 nach Inauguration

Der Irak-Krieg ist beendet. Alle amerikanischen Truppen haben sich aus dem Irak zurückgezogen. Auch alle überlebenden Iraker - 37.498 Menschen - haben sich aus dem Irak zurückgezogen. Als blinde Passagiere an Bord der Schiffe der sich zurückziehenden Besatzungsmacht reisen Sie unerkannt in die USA ein und verdingen sich dort als Fallaffelfalter in Bismarck, North Dakota. Der nun leerstehende Irak wird zum UNESCO-Weltkulturbeutel erklärt und steht seitdem unter arabisch-russischer Mandatsverwaltung. Der Ölpreis sinkt unter die 5 Dollar Marke.

Tag 3 nach Inauguration

O findet das Heilmittel gegen AIDS, Schnupfen und Hornhaut an den Fersen. Es wird aus dem Harz eines nur in Afrika wachsenden Baumes gewonnen und widersetzt sich einer industriellen Herstellung. Afrika wird Weltmarktführer für den Export dieser Produkte und blüht infolgedessen auf. Die Wiege der Menschheit erstarkt, der Hunger wird auf dem gesamten Kontinent besiegt und Friede herrscht in allen Kraalen. Afrika erklärt sich bereit, in den weniger dicht besiedelten Gebieten Solarparks zu errichten und die Energie zur Versorgung der Welt kostengünstig anzubieten. Der Ölpreis sinkt unter die 2.50 Dollar Marke. Die OPEC löst sich auf. Sämtliche Kriege um Resourcen in der Welt kommen zum erliegen.

Tag 4 nach Inauguration

O verbietet "böse sein". Mit Regierungsbeschluss und nach Passieren des Senats wird der "we have us all love - act" verabschiedet. Zuwiderhandelnde werden gruppenbekuschelt und solange lieb gehabt, bis auch der letzte Widerstand bricht. Alle Menschen begleichen ihre Schulden, ebenso alle Banken. Sämtliche faulen Kredite werden zurückgeführt, Immobilien werden nicht mehr verkauft, sondern nur noch verschenkt. Die Weltfinanzkrise zeigt sich beeindruckt und erklärt sich selbst für überholt.

Tag 5 nach Inauguration

O hebt das Privateigentum auf. O hebt auch das Staatseigentum auf. Eigentum: schtonk! Zusammen mit dem Eigentum wird das weltweite monetäre System durch UNO-Resolution für "Pfui Bäh!" erklärt und abgeschafft. Die Weltwirtschaft stellt sich um auf interkonfessionellen Ikonen-Tausch. Zum ersten Mal in der Weltgeschichte herrscht auf allen Kontinenten Frieden. Die Menschen leben von den Produkten der Firma Soylent, einer karitativen Unternehmung, hervorgegangen aus dem Internationalen Floristenverband und dem Bund "Humanes Erben - Bern e.V.".

Tag 6 nach Inauguration

O erfindet den WARP-Antrieb. Die Vulkanier werden auf die Erde aufmerksam. O übernimmt kommisarisch die Nachfolge Gaurons im Hohen Rat und wird zusätzlich Präsident der Föderation Vereinigter Planeten und Ehrenvulkanier auf Lebenszeit.

Die Menschheit hat das 3. Zeitalter erreicht.

Tag 7 nach Inauguration

O nimmt die letzte Stufe der Evolution und wird zum reinen Geistwesen. Die Menschheit folgt ihm nach und existiert nun als bläulicher Schatten in den Dimensionen 7 - 9 in ewiger Glückseligkeit.

Alles wurde gut.

Donnerstag, Januar 15, 2009

Sie mögen mich nicht.

Und ich mag sie nicht.

Montag, Januar 12, 2009

Aus der Reihe: 'S is scheißenkalt - 2. Ausgabe





Trend verpasst

Bloggen ist out. "Twittern" ist in.

Sobald ich rausgefunden habe, was das ist, mach ich das auch.

Sonntag, Januar 11, 2009

Mond

Freitag, Januar 09, 2009

Donnerstag, Januar 08, 2009

Die Krise

Sie scheint physisch zu sein, die Krise. Die Krise kommt, sie wirkt sich aus, sie trifft und sie ist da. Liest man über sie, nimmt sie Gestalt an. Sie ist nicht das Produkt einer Entwicklung, sie ist kein Zustand, nein, sie scheint vielmehr eine Wesenheit eigener Art zu sein. Fast nimmt sie vor dem inneren Auge menschliche Züge an. Keine netten, das ist klar.

Ich stelle sie mir - entgegen ihrem grammatischen Geschlecht - als ein Mischwesen aus Banker im Stile eines Herrn Ackermann und einem GEZ-Eintreiber vor. "Guten Tag, ich bin ihre Krise und laut meiner Unterlagen haben Sie ein nicht angemeldetes Konjunkturproblem. Darf ich mal eben reinkommen...?".

Und in dieser Gestalt reist die Krise durch die Welt und kommt hier und dort an. Sie kommt zum Beispiel in der Realwirtschaft an. Dort zeigt sie ihren GEZ-Ausweis vor und die Menschen winden sich vor Angst und Kümmernis. Sie reist weiter und schaut bei der Exportwirtschaft vorbei. Auch dort zückt sie den GEZ-Ausweis, worauf sich die Exportwirtschaft in der Wohnung einschließt und angstvoll schmollt.

Gerade jetzt ist die Krise sogar in der Pornoindustrie angekommen. Und auch dort hat das Vorzeigen des GEZ-Ausweises allenthalben zu arger Lustlosigkeit geführt. Die Auswirkungen auf die Pharma-Industrie (Pfizer) sind noch garnicht abzusehen.

Bin mal gespannt, ob die Krise auch mal bei mir vorbeischaut. Und wenn ja, lass ich sie einfach nicht rein.

'S is scheißenkalt

Irgendwo im Wald läuft Wasser aus dem Berg...


Und macht lustige Figuren...

.

Freitag, Januar 02, 2009

Der Winterling

Ich glaub, es war am 25.12.2008, als mir beim Leergutrausstellen ein eingefrorener Schmetterling zugelaufen ist. Er saß starr und mehr oder weniger tot unter den ebenfalls eingefrorenen Balkonbegrünungen.

Da ich ein netter Mensch bin, hab ich ihn mit ihn die Wohnung genommen und ihn auf den Schreibtisch gesetzt.

Dort hat er dann einige Minuten vibriert und gebrummt.

Dann hat er mit den Flügeln geschlagen und seitdem schwirrt er völlig ohne Nahrung und Plan hier rum und scheint allein von Luft und Liebe zu leben.
Ein Ausbund an Energieeffizienz.
Aber vielleicht jagd und erlegt er auch Staubmäuse. Das würd's dann natürlich erklären!

Dienstag, Dezember 16, 2008

Sonntag, Dezember 14, 2008

Freitag, Dezember 12, 2008

Melibokuyama


... oder Fujibokus?

Mittwoch, Dezember 10, 2008

Schääner Oowend noch!

Mit diesen Worten verabschiedete sich die im Grunde wohl nette Nachtfachverkäuferin in der Tankstelle meines Vertrauens, in welcher ich mich nach einem mehr als sinnlosen Kinobesuch mit den nocturnen Essentialia (zwei Beck's, ein Cola) eindeckte.

"Schääner Oowend noch!" bedeutet nach Dechiffrierung des lokalen Idioms "Schöner Abend noch" und gilt - mit tageszeitlichen Anpassungen - als die Äußerung eben jener Herzlichkeit, für die die Rhein-Neckar-Region weit über ihre Grenzen hinaus völlig zu Recht absolut nicht bekannt ist.

Ein grausames Schicksal bindet mich nun schon seit nahezu 18 Jahren in diesem Mekka aller Grammatikverweigerer und Sprachterroristen, Mannheim. (Im übrigen ist es wohl einer jener berühmten Treppenwitze menschlicher Zivilisation, dass eben hier auch der Duden-Verlag ansässig ist. Vielleicht könnte man viel über das Wesen der Menschheit herausfinden, wenn man diesen Widerspruch im Gewebe der Realität nur einmal mathematisch analysierte. Das muss was bedeuten!)

Und dennoch zuckt immer noch jedesmal etwas an mir, das am Ehesten mit dem sadistischen Zahnarzt aus "Der Marathonmann" verglichen werden kann, wenn ich mit derlei grammatikalischer Inkontinenz in den Rest meines Lebens entlassen werde. Spontan möchte ich das sich solcherart äußernde Wesen am meist blonden Haarschopf packen, es mehrfach rhythmisch auf den Tresen oder gegen sonstwas Hartes klatschen und fragen: "WEN ODER WAS WÜNSCHST DU MIR, DU REALBORAT?".

EINEN SCHÖNEN ABEND doch wohl!

Aber nein, letztlich mache natürlich nichts dergleichen. Ich bin ein friedlicher Mensch und verlasse das Ladenlokal mit dem herzlichen und absolut nicht ernst gemeinten Wunsch "Iihne aah!" ("Ihnen auch!").

In diesem Sinne: Än schääner Leewe noch!

Das EigentorIn der Woche:

Geht heute an Barbara "Die Babs vonner Taz" Immenhof.

Oder so ähnlich.

Versucht Sie sich doch ebenso emanzipathologisch wie orthografisch hilflos über die -WAR JA MAL WIEDER KLAR- Bervorzugung männlicher Protagonisten im kontemporären Filmchenschaffen zu echauffieren.

Allen voran dieser Hie... Haeph... Joker aus dem neuen Badman.

Beim Häkeln der Bildunterschrift sind allerdings Intellekt und Attitüde schwer aneinandergerasselt. Watt isser denn nu? Anachronistisch? Antichristlich? Antistatisch?

Oder gar anarchistisch?























Die GoogleIn hätte helfen können:

Dienstag, Dezember 09, 2008

Mehr Netto vom Bruno

"Mehr Netto vom Brutto!". Das klingt toll, das hat sowas Staatstragendes und ist perfekt deutsch-enthirnte Politikhanselrhetorik: Plakativ, sparsam in Aussage und Verbverwendung. Und völliger Unsinn.

Ja bitteschön, wenn nicht vom Brutto, wovon denn sonst?

Netto ist das was übrig bleibt, das was hinten raus kommt. Da brauchts kein "vom Brutto". Netto ist immer vom Brutto. Muss man nicht erwähnen. Ergibt sich einfach so.

Ist einfach so.

Montag, Dezember 01, 2008

Streuverlustfreie Zielgruppenansprache

Und heute geht mein spezieller Gruß ans Marketing. Jungs, lernt erst mal Reden.

"Mit der Beteiligung an dieser stark fokussierten Fachveranstaltung gelang uns eine Zielgruppenansprache ohne Streuverluste."

Einfach schön.

Freitag, November 28, 2008

Bilder










Und dann das...

Immer wenn man denkt, man hätt's hinter sich, kommt's wieder und versaut einem den Tag. So auch hier. Aus der Rubrik "Nicht verwechseln". Heute: ganz ein Flacher!

Nicht verwechseln:

Donnerstag, November 27, 2008

Und heute geht unser spezieller Gruß...

... an die NetZeitung.

Diese schreibt in einem ebenso schlichten wie erbarmungswürdigen Artikel diesen semantischen Augenschmaus:

"Deshalb hätten sie eine gemeinsame Präsentation ins Auge angesetzt."

Ob sich Deutsche unter den Opfern befinden ist zur Zeit noch unklar.

Dienstag, November 25, 2008

Früher war mehr Lametta...

Nein, früher haben sich die Spammer zumindest noch Mühe gegeben. Sowohl bei der Auswahl des Absenders, als auch beim Betreff. Irgendwas von "Sternprinz" und "Wärrde Millionario Jetzt!"

Aber das hier ist einfach nachlässig.

Kein guter Stil.

Ich fühle mich als Spam-Opfer nicht mehr ernst genommen.

Aus die Maus

Ehe-Aus für Veronica F. schreibt der Spiegel. Ehe-Aus für Amy W. schreibt der Stern.

Eine kurze Recherche in jenem Buch, das für die meisten Redakteure wohl immer noch eins mit sieben Igeln ist (dem Duden) hat ergeben, dass es das Wort nicht gibt.

Das heißt, es gibt es nicht in der deutschen Sprache. Aber es exisitiert feist und wohlgenährt im Internet. Google spuckt hierzu ca. 125.000 Treffer aus. Meist in Zusammenhang mit irgendwelchen Leuten, die aufgrund mangelnder Kompetenz auf irgendeinem relevanten Gebiet, sich die Dummheit der Massen zu Nutze gemacht haben, und seither ein komfortables Leben mit dem Geld derer finanzieren, die der Meinung sind, dicke Titten oder eine gerade Nase seien Grund genug, jemanden zum Leinwand-/Fußball-/Sport- oder Sonstwasgott zu erheben.

Promis eben.

Nun, all jene Personen scheinen neben einem überaus geringen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gattung Mensch auch noch über eine dem entsprechende Nichteignung zu verfügen, sich länger als ein moderner MTV-Video-Clip dauert, an einen anderen ebenso unterbelichteten Menschen zu binden.

Doch ist die Brut etwas Besonderes selbst im Scheitern. Während sich Krethi und Plethi von ihren jeweiligen EhegattenInnen trennt oder gar scheiden lässt, ruft die Hofberichtserstattung das Ehe-Aus aus. Allein: warum? Ist das Aus der Ehe auser als die Trennung der an ihr Beteiligten voneinander? Ist das dramatischer als die irgendwie spießig klingende Scheidung?

Und warum überhaupt aus? Ein Ball ist aus. Ein Spiel ist aus. Möglicherweise ist sogar die Maus aus. Aber eine Ehe ist doch bitte vorbei, gescheitert, geschieden, von mir aus auch beendet oder aufgelöst. Von allen schwächlichen Ausdrucksmöglichkeiten ist doch aus die Schwächste. Warum also diese Verbohrtheit, wo es doch immerhin um Promis geht? Sollte man nicht, der Schwere des persönlichen Schicksals dieser besseren Menschen entsprechend, nicht eher Gewichtigeres formulieren? Wie wär's zum Beispiel mit "Ehe-Armageddon im Hause Ferres". Oder "Matrimoniales Martyrium beendet bei Winhouses"? Das wär genauso großer Mumpitz wie "Ehe-Aus". Aber es klänge doch immerhin wichtig. Und der Importanz angemessen.

Dienstag, November 11, 2008

Es geht los...

"Ein Quantum Trost".

Oh Mein Gott! Es geht los! Es wird passieren, ich weiß es. Sämtliche möchtegern Chefredakteure, Leitartikler, Bäckerblumenvolontäre, ebay-Auktionäre, Vereinspostillenherausgeber und sonstige Lachwurze werden den an sich schon gräsigen Bondfilmtitel nicht nur missbrauchen, nein, sie werden ihn auf ihrer Bedürfnisse zuschneiden. Verballhornen. Verkalauern.

Sie werden aus Schwachsinn kompletten semantischen Dünnschiss fabrizieren.

Des Spaßes wegen, gilt es, sich nicht aufzuregen.

Ich sehe schon die ersten Überschriften vor mir...

Z.B. im Fachblatt des Zentralverbands der Automobilverwerter:
"Ein Quantum Rost".

Der Deutsche Wetterdienst wird den Wintereinbruch begrüßen mit den Worten "Ein Quantum Frost".

"Pro Mille", Fachblatt und amtliches Publikationsorgan der Anonymen Alkoholiker wird schreiben "Ein Quantum Prost".

Die Nordrhein-Westfälische Stadt Soest wird für Wellness-Urlaub in ihren ex-Mitropa-Hotels werben mit dem Slogan "Ein Quantum Soest". Auf ähnliche Weise werden die Neufünfländer ihre faschoverseuchten Städte als Urlaubsorte anpreisen: "Ein Quantum Ost".

Was noch?

"Ein Quantum Obst" - Die neue Initiative des Bundesgesundheitsministeriums und des Interessenverbands Kernobst e.V.zur Förderung des Frischobstverzehrs in öffentlichen Schulen?

"Ein Quantum Propst", der nun neue Titel des Zentralorgans der katholischen Dompropste und sonstiger Kirchenkommisare (vorher "Wir sind Propst!")?

Keine Ahung. Aber schlimm wirds werden!

Auch schön: Würzburg

Wieder einmal hat es mich zweck's (gnihi... immmer wieder schön!) Horizonterweiterung verschlagen. Diesmal nach Würzburg. Frankenmetropole, fürst-bischöfliche Resistenz und auch sonst ganz nett. Beschaulich, überschaubar, unspektaktulär, Würzburg.

Bevölkert von einem Rudel provinzieller aber nicht unsympathischer Bayernhasser, die sich allesamt die große Epoche der Frankenkönige zurückwünschen und auch jetzt noch jeden eingeborenen Bayuwaren an den Keimdrüsen aufhängen, wenn sie seiner Habhaft werden.

Wenn Dich ein Franke r-rollenderweise fragt, ob du ein Bayer bist, sagst du: "Nein!"

Und hier die Bilder:

Die Fürst-Kurbischöfliche Renitenz von außen mit Bäumen und Himmel. Aufgenommen vom Kurbisch-Fürsthöflichen Hofgarten zu Würzburg. Samt und sonders und gemeinsam mit dem Gebäude UNESTLE-Weltkulturerbe und allein deshalb schon toll.



Der zentrale, aber nicht der wichtigste Christentempel in einem an Christentempeln reichen Würzburg. Hinreisend illuminiert und mit einem lustigen Detail, welches einzufangen meine Dreckskamera leider nicht in der Lage war. Am Lieferanteneingang dieses barocken Sakralbaus ist die unbefleckte Empfängnis jener Maria bildlich dargestellt, die eben genau für diese Nummer eine gewisse Art von Berühmtheit erlangt hat und von vielen Menschen, meist dann, wenns eh schon zu spät ist, angerufen wird. Maria. Kennt man, die Story...



War sie das? Keine Ahnung. Fleckenlos? Auf jeden Fall. Aber auch schwanger?



DAS ist der wichtigste Christentempel: Der Kur-Würzhöfliche Dom zu Bischburg. Eher schlicht von außen, dafür aber komplett unspektakulär im Innern. Auf meine Nachfrage, ob auch der Dom den Bombenangriffen vom 16.04.45 zum Opfer gefallen ist, schleuderte mir der Befragte lediglich ein bitterböses "ISCH KENNE KEIN ALESCHIA!!!" entgegen und ging -mich dabei verfluchend, mich und alle meiner Art- von dannen.



Und hier Bild, auf das ich wirklich stolz bin. Weniger wegen des brillianten Bildausschnitts, der innovativen Beleuchtung oder auch des faszinierenden Arrangements, nein, wegen der Dreistigkeit, mit welcher ich es geschossen habe. Man muss nämlich wissen, dass privates Fotografieren in der Würz-Bischkürlichen Pestilenz bei Todesstrafe verboten ist. Gut, man darf auch nicht telefonieren, essen, trinken, rollschuhlaufen, atmen oder gucken; aber fotografieren ist das ultimative No-No. Listig und ohne Verschlusston hab ich es aus der Hüfte geschossen. Manchmal mach ich mir selbst Angst!