Mittwoch, September 30, 2009

Womit hab ich DAS verdient?

Hier die Wahlergebnisse aus Schönaich:














Und genauso fahren die hier auch Auto. Die Gegend machts einem nicht einfach, sie zu mögen!

Ich bin technischer Redakteur, holt mich hier raus!!!

Sprechen Sie lauter, junger Mann, ich komme aus Schönaich!



Montag, September 28, 2009

Von wegen, wir sind im...


...ARSCH.

Nix da, das wird super!!!

Niedrigere Steuern, billigerer Strom, mehr Arbeit, weniger HartzIV-Versager und Minderleister, bessere Straßen, mehr Sonnenschein pro Jahr, billigeres Benzin und der Korridor zur Freien und Hansestadt Danzig wird wieder eingeführt, 6 spurig ausgebaut, mautfrei und mit einem Straßenbelag ausgestattet, der beim Befahren mit ca. 180 km/h die Autoreifen die Schwulenhymne "YMCA" summen lässt. Ebenso wird aus Kaliningrad endlich wieder Königsberg, Konservendosenetikettenhersteller werden für die Umrüstung ihrer Etikettiermaschinen großzüg abgefunden. Der suppenabfüllende und etikettierende Mittelstand erfindet aus Dank das Große Guido Gedächtniswürstchen (neutral im Geschmack, feurig im Abgang), welches das KuK Wienerle als beliebteste deutsche Wurstspezialität endgültig ablöst.

Ahmadinedschad wird Bekenntnisjude, die Polkappen stellen das Tauen ein, Pinguine werden auch am Nordpol, Eisbären am Südpol heimisch und beide sich bisher fremden Spezies leben in Frieden und Eintracht nebeneinander und zeugen gemeinsamen Nachwuchs, den sogenannten Pingubär oder auch Eisguin! Zoologen aller Welt erklären Darwin deshalb für überholt und die Lehre vom Spaghettimonster wird allüberall auf der Welt unkritisierter Stand der Lehre. Amerika streicht Deutschland aus der Liste der Schurkenstaaten und hebt das Embargo für großhubige Autos auf.

Holland verbietet Campingurlaub südlich einer Linie Aachen-Malmö und die Engländer fahren endlich auf der rechten, der richtigen Seite. Die Mittelspur wird in der StVO in "liberale Fortschrittsspur" umbenannt und das permanente Befahren derselben, auch wenn die rechte Spur bis zum Horizont frei ist, ist nur noch für Frauen strafbar.

Deutschland wird Weltmeister und bleibt Papst, Yad Vashem wird offizieller Teil der Hadsch und George W. Bush fängt's saufen wieder an. Britney Spears erhält ein Spenderhirn, erkennt, dass sie nicht singen kann und scheiße aussieht und sich darob konsequenterweise selbst entleibt. Tauben scheißen nicht mehr auf Kulturdenkmäler und unsere Kinder werden sagen:

DANKE GUIDO!!! DANKE!!!

Samstag, September 12, 2009

Immer auf die Rumänen

Ein gewisses neolithisches Geschichtsverständnis ist bei den konservativen Politikern ja nun nichts neues. Gerade hat sich doch Herr Rüttgers, nun, nennen wir's mal "ungeschickt", über die Rumänen geäußert:

„Im Unterschied zu den Arbeitnehmern hier im Ruhrgebiet kommen die in Rumänien eben nicht morgens um sieben zur ersten Schicht und bleiben bis zum Schluss da. Sondern sie kommen und gehen, wann sie wollen, und wissen nicht, was sie tun.“

"Beleidigend" sei die Äußerung!

Doch weit gefehlt! Herr Rüttgers befindet sich, was seine Kenntnis europäischer Rassenmerkmale (jaha, mit denen wird in der CDU offensichtlich immer noch jongliert!) betrifft in guter Gesellschaft. So äußerte sich schon Generalstabschef Franz Halder im April 1939, kurz bevor die deutsche Wehrmacht in präemptiver Notwehr in Polen für die Neustrukturierung der politischen Verhältnisse sorgte, negativ nicht nur über die Polen, sondern auch über die Rumänen. Bei der Lageeinschätzung des Gefahrenpotentials des polnischen Heeres als Opponent des bevorstehenden Selbstverteidigungsfalles ließ eben jener folgendes vernehmen: "[...] der polnische Soldat ist wohl der dümmste in Europa, wenn man mal von den Rumänen absieht."

Vor diesem Hintergrund scheint mir, ist Herrn Rüttgers Äußerung wohl neu zu bewerten. Statt ihm unreflektiert Volksverhetzung vorzuwerfen sollte man ihm doch eher ein profundes Geschichts- und Volksverständnis attestieren. Immerhin ist doch seine Äußerung aufgrund geschichtlicher Beweise nicht mehr so einfach von der Hand zu weisen, wie es einem die linke Hetzpresse weißmachen will.

Der Rumäne ist (und war) einfach so!

In diesem Sinne: Deutsche, kauft nicht bei Rumänen! Deutsche, boykottiert Peter Maffay!

Und was Herr Rüttgers über die Opel-Produktion in Gliwice noch zu sagen haben wird, dürfte noch interessant werden.

Ab 5 Uhr 45 wird jetzt... usw... usf...

Frohsfest!

Ich zitiere:

Das Wetter in Mannheim


Am Samstag ist der Himmel in Mannheim wechselnd bewölkt, vielerorts kommt auch die Sonne heraus. Die Luft kühlt sich in der Früh auf 13 Grad ab und erwärmt sich während des Tages bis auf 23 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlicher Richtung.

(www.wetter.net)

Mein Versuch im lokalen Aldi (Süd) Saisonware für's abendlich Grillen zu erwerben wurde im Ansatz vereitelt. Auf Nachfrage beim mit seiner samstäglichen Motivation hadernden Verkaufsbüttelazubi erhielt ich nur widerwillig die Information "Bischd verriggt? S'is Saison!". "Oh du fröhlicher Weihnachstbaum" pfeifend widmete er sich dann wieder der Aufstockung der doch arg zur Neige neigenden Original Dresdner Christstollen Bestände.

Ich übertreibe?

Aber mit Nichten!

Ich verweise auf die Beweisstücke 1-5 der Anklage:





Weitere Nachfragen bezüglich der zum debilen neigenden Bestückungspolitik meines Hauptlebensmittellieferanten blieben erfolglos. "Ei mer hawwe des awwer immer so frieh im Oogeboht" war alles, was ich in Erfahrung bringen konnte.

Ich persönlich glaub' das nicht.

Meine Befürchtung, dass mich die Kassenazubi mit den Worten "Schäänes Feschd aa noch" verabschieden würde, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Eine lebensverlängernde Maßnahme durch schieres Unterlassen ihrerseits. Aber das nur am Rande.

Ich muss jetzt schließen. Heut abend ist bei Peter auf der Dachterasse besinnliches Prä-Adventssingen. Hoffentlich bekomm ich noch irgendwo Glühwein, sonst müssen wir wieder die Reste von Peters Osterpunsch auftrinken.

Frohsfest unn schääne Feierdaache aa noch, gell!

Nachtrag: Es sind noch 103-104 Tage bis Why?nachten, da sind sich die JavaScript-Lieferanten nicht ganz einig.

Kinners, s pressiert wie'd Sau!!!!

Mittwoch, August 26, 2009

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin!

Schöne Stadt:
Mit einem interessanten Freizeitangebot. "Die glatten Wände hochgehen" ist DER Trendsport der angesagtesten HartzIV-Jockeys der Kapitale. Was als spontane Reaktion gefrusteter Arbeitssuchender auf die Vermittlungsbemühungen der in eklatanter Verkennung der Realität als "Arbeitsvermittler" bezeichneten Leistungserschleicher begann ist nun organisierter Adrenalinquell für viele motivierte Suizidaspiranten und Tagediebe.
Das Fehlen "der Mauer" hinwiederum hinterlässt eine üble Wunde im touristischen Besuchsprogramm. Nur noch eine Kopfsteinpflasterlinie kennzeichnet den Standort des ehemals stolzen antifaschistischen Schutzwalls. Nicht alle Entwicklungen der neueren Geschichte sind begrüßenswert. Doch was will man machen?
Der gepflegte Berliner sucht sein Heil immer noch in der Extravaganz. Ganz im Trend dieser harten Zeiten: Das Rat-Car. Hier der Gewinner der diesjährigen Saison:
Der gemeine Berliner hingegen verweigert sich jeglichem Modediktat, wenn auch der Glaube an einige Modemärchen fortlebt. "Streifen machen schlank" ist immer noch das Motto der Stunde. Und wenn die Streifen auf Adlers bester Herrenoberbekleidung sind, umso besser:

Freitag, März 20, 2009

Die Spanienberichterstattung...

... findet der geneigte Leser unter "Die Spanienberichterstattung".

Montag, März 16, 2009

To Protect and to Surf


Unbeliebt und kontrollintensiv: Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Nürburgring

Dienstag, März 10, 2009

Nachwuchs!

Spontaneität und Frust: Ganz eine schlechte Kombination. Aber doch manchmal auch zielführend.

Nachdem ich täglich immer mehr interne Prozessorleistung für das Nachdenken über Netbooks habe abzweigen müssen, und nachdem ich den Highscore im Spiel "Indifferenz im Angesicht von Unterhaltungselektronik" auf Äonen hinaus belegt habe, ist heute eine Entscheidung getroffen worden.

Und zwar von mir!

Wollja!

Und so sieht's aus! Niedlich, nich?


















Die Schutzfolie werde ich demächst abziehen und, wie es sich für eine gute Mutter gehört, aufessen. In der Natur darf nichts verschwendet werden.

Achja: Mutter und Kind sind überglücklich und wohl auf!

Montag, März 09, 2009

Wenn's Ärscherl brummt...

ist's Herzerl g'sund.

Heißt es.

Wenn's allein um's Brummen geht, ist meine Wohnung kerngesund. Sie brummt nämlich. Sie brummt seit wohl anderthalb Jahren.

Ich kann mir vorstellen, wie sich das anhört.

"Mein Wohnung brummt!".
"Ist doch gaaahnix! Meine Wohnung singt japanische Nō-Arien. DAS is' mal Kacke!"

Leider ist das in der Realtität weniger witzig als, sagen wir mal, 'ne Doppelfolge Simpsons.

Seit geraumer Zeit also herrscht in meiner Wohnung 24/7 ein tieffrequentes Brummen unbekannter Herkunft. Es ist dermaßen tieffrequent, dass nur ich es hören kann. Ich und Zootiere. Und würden in meiner Wohnung Zootiere hausen, würden sie amok laufen. Zum Glück wohnen in meiner Wohnung keine Zootiere. Nur ich wohne in meiner Wohnung. Und genau wie Zootieren, die einem Zoobesucher erzählen würden, dass sie das tieffrequente Brummen von Erdbeben hören können und deswegen amok laufen, und dass es für die Zoobesucher besser wäre, auf das Verhalten der Zootiere zu hören, damit sie bessere Chancen hätten, Erdbeben zu überleben, glaubt auch mir kein Mensch. Zootieren glauben nur Zoobesucher nicht. Mir hingegen glaubt keine Sau. Niemand.

Vor 2 Tagen war ich bei Steffen, dem Bewohner der Wohnung über mir und vermutlich somit auch Inhaber der Quelle des Brummens. Ich war also bei Steffen und wollte in seiner Wohnung die Quelle des Brummens lokalisieren. Nachdem ich Steffen mein Anliegen erklärte, hat mich jener angeschaut wie einen Unfall auf einer Autobahn, der einen 3 Stunden Stau verursacht hat, und wenn man dann endlich an der Unfallstelle vorbeifährt, ist es lediglich ein ein leichter Auffahrunfall auf der linken Spur ohne Verletzte. Kurz, zutiefst enttäuscht. Wahrscheinlich hielt er mich die ganzen Jahre für einen wohl sonderlichen, aber immerhin berechenbaren Zeitgenossen. Und jetzt wankt der Typ durch seine Wohnung, bleibt unvermittelt in verschiedenen Ecken stehen nund sagt ab und zu "Hörst Du's auch? Hörst Du nix? Du musst doch auch was hören!".

Nix. Steffen hört kein Brummen.

Wieder in meiner Wohnung frage ich Sandra, ob sie nicht vielleicht doch das Brummen hört. Ich erkläre ihr das Brummen. Es ist tief. Es ist unregelemäßig. Man spürt es eher, als man es hört.

Nix. Sandra hört nix. Sandra spürt nix.

Ich komme mir mittlerweile ähnlich mental stabil vor wie Monk auf einer Müllkippe.

Ich höre es und es raubt mir den Schlaf. Man schaue sich nur die Uhrzeit dieses Eintrags an!

Und wenn die Wohnung weiter brummt,
wird's Gehirnderl wund!

Und dann mach irgendwann den Doppel-Gogh!

Sonntag, März 08, 2009

Aus'm TV:

Was ist rot und steht am Straßenrand?
Ne Hagenutte.

Was ist gelb und kann nicht schwimmen?
'N Bagger.

Was ist grün und trägt ein Kopftuch?
Ne Gürkin.

(aus "Volker Pispers und Gäste", Duo "Ass-Dur")

Samstag, März 07, 2009

Der Schuster hat immer die schlechtesten Schuhe.

Das ist ein altes Sprichwort, welches bedeuten soll, dass derjenige, der etwas beruflich macht, im privaten Bereich seltenst davon profitiert.

Da könnte was dran sein.

Dies hier ist eine Stellenbeschreibung für einen Übersetzerjob von Deutsch nach Englisch.

Lest selbst:
Ihre Aufgabe:
Sie übersetzen Texte in der Spezialität einzahlend aus dem Deutsch ins Englisch für ihre internationale Kundschaft.
Nach einer Ausbildungsphase an ihrem Ort in Zürichen oder Basel findet sein Gebrauch mit Ein von ihrer Fremdlandagentur mittels örtliche Positionenbedingungen in Madrids oder London statt.
Neben der Aufgabe als behalten ein Übersetzer, Sie bei jedoch auch der Kontakt, Personen von unseren Kunden in dieser Funktion einzugeben, und zu bauen, hat diese Verhältnisse von gezielt.

Was Sie mitbringen:
Sie sind englische Muttersprache, hat eine Erziehung verschlossen, während ein Übersetzer (Studium oder Fachhochschule) mit der Ausgang Sprache Deutsch und kontrolliert sind sich multiyear Erfahrung als ein Übersetzer im Bankgebiet oder Ihnen ein gelernter Spezialitätspezialist mit englischer Muttersprache, ausgezeichnete Kenntnis auf Deutsch eingliedert, sowie multiyear Beruf Praxis als ein Mannschaftsspieler Sie schnell in einen neuen Hintergrund, versteht sich mit Personen aus ander Kulturkreis und schätzt den freien Platz für eigene Initiative Wir einleiten FRAU Büro.
Außerdem kontrollieren Sie kennt auch persönlich entwickelt weiter und sucht sich die Trados Produkte, zu benutzen, dass Sie im Alltag Sie ein Gebrauch im Ausland für mehrere Jahre haben gezielt.
Quellennachweis:
http://www.gltjobs.com/job-details-199.html

Donnerstag, März 05, 2009

Kormorane...

... sind schwer zu fotografieren:









Kormoran, getaucht. Sich dadurch dem Fotografiert-werden entziehend.

Schildkröten sind da aufgrund ihrer natürlichen Agilität für den unbedarften Hobbyfotografen einfachere Ziele:


















Darin ähneln sie den Blumen.




















Aber mal ehrlich, alles was mit Vögeln zu tun hat, ist doch interessanter. Beos, zum Beispiel:























Als Kind war ich oft mit meinem damals noch vollständigen Elternpaar im Luisenpark. Kern- und Hauptpunkt des Programms war der Beo im Pflanzenschauhaus.

Beos sind Starenvögel, soweit ich weiß, recht clever und gelten als bessere Imitatoren menschlicher Äußerungen als Papageien. Wenn ein Beo spricht, muss man schon genau hinhören, um zu merken, dass das nicht der Besucher neben einem ist, der da redet. Wohingegen Papageien immer so ein Krächzen in der Aussprache haben.

Wie auch immer. Sagen wir mal, ich war so im Alter von 7 oder 8 Jahren das erste mal im Luisenpark. Damals war der noch ganz Neu und der Lack war noch nicht ganz so ab, wie er es heute ist. Ich weiß noch genau, dass wir schon damals diesen (oder bloß einen?) Beo gesehen haben, der genau die zwei Sprüche drauf hatte, die der heute (oder ist das noch der selbe) im Pflanzenschauhaus sitzende Beo auch drauf hat. Diese sind folgende: "Hallo!" und "Schööner Beo!". Beides vorgetragen mit einer gewissen Überzeugung und Leidenschaft.

Doch wie kann das sein?

Werden Beos so alt? Laut Wiki nicht. Sie haben eine Lebenserwartung von 15 Jahren.

Oder ist das am Ende gar kein Beo, sondern eine animierte Puppe, die hier die Leute verarscht? Glaub ich auch nicht, dafür ist sogar ein mannheimer Publikum zu clever. (Naja... obwohl...)

Oder haben sich die Pfleger es zur Aufgabe gemacht, eine "Hallo - Schööner Beo" sagende Beo-Dynastie zu errichten, in welcher eben jenes Vokabular von Generation zu Generation in der Art weitergegeben wird, als dass man schon den Eiern ein Tonbandgerät ins Nest legt, das den ganzen Tag "Hallo!" und "Schööner Beo" abspielt?

Oder übernehmen die Besucher, die den jeweils "alten" Beo kannten, unbewusst die Rolle des immer-gleichen-Spruch-Trainers, indem sie - ohne es zu merken - auf jeden Neu-Beo mit nimmermüder und hautpsächlich Rentern eigener Beharrlichkeit einreden? "Hallo!". "Schööner Beo!". Und dem armen Viech bleibt garnichts anderes übrig, als in Ermangelung von Alternativen das wieder nachzuplappern? Schließt sich so der Kreis?

Ich weiß es nicht, finde aber das Ergebnis auf jeden Fall bemerkenswert. Auch und gerade,weil man in diesen modernen Zeiten über jede Konstante im Leben dankbar ist. Und wenn's halt ein Beo ist, der diese Konstante bildet, so soll das halt so sein.

Dienstag, März 03, 2009

Letzte Meldung!

Evolution G2:

Norwegische Fischer entdecken Glasfaserkabeljau-Bestände...

Sonntag, März 01, 2009

Neues Hobby

Ich habe ein neues Hobby. Oder anders: Ich betreibe eine neue, von mir erfundene Sportart, ein Spiel, als Hobby. Dieses Spiel ist eine Denksportart und erfordert nur ein Minimum an körperlicher Aktivität, ist aber dennoch hoch anspruchsvoll und nichts für schwache Gemüter.

Ich nenne sie "Indifferenz im Angesicht von Unterhaltungselektronik".

Die Regeln sind wenig komplex, bergen aber auch Kniffe, die gelernt sein wollen. Ich fasse sie hier mal kurz zusammen:

1. Man fährt irgendwo hin. Das Primärziel ist irrelevant. Wichtiger ist, dass man auf dem Heimweg von wo auch immer, "zufällig" an einem Mediamarkt vorbeifährt. Zugegebenermaßen eignet sich hierfür Mannheim hervorragend, ist es doch von Mediamärkten ähnlich eingekreist, wie das berühmte kleine gallische Dorf von Lagern der römischen Legion.

2. Auf dem Heimweg muss man den Gedanken zum Mediamarkt zu fahren strikt vermeiden. Zu frühes Dran-Denken gilt als grobes Faul und gibt einen Gummipunkt. Es ist unheimlich wichtig, erst bei der letzten Möglichkeit den Mediamarkt zu erreichen, sich dazu zu entschließen, "mal eben schnell" reinzuschauen. Der Entschluss MUSS spontan sein.

3. Es gibt Extrapunkte, wenn man das an einem Samstagvormittag schafft, wenn der Rest der Welt sich im lokalen Mediamarkt zum "Rabbat" (auch "Rabbes" genannt), trifft.

4. Dann begibt man sich in den Bereich der Unterhaltungselektronik. Fernseher zählen 10, Stereoanlagen, MP3-Player und Autoradios zählen 20, Computer und Laptops zählen 30 Punkte. Netbooks bringen 100 Punkte. Indifferenz im Angesicht von Netbooks ist im Übrigen die Königsdisziplin in diesem Spiel. Auf keinem anderen Gebiet sinnloser elektronischer Spielzeuge wird die gesamte Perfidie marketingtechnischer Tricks und Finten offenbarer als hier. Kann man Fernseher noch anhand verschiedener "Features" voneinander unterscheiden (Farbe, Breite, Höhe, Brillianz, Lumineszenz, Demenz u.v.a.m.), entziehen sich die Netbooks all diesen Kategorien.

Was ich damit eigentlich sagen will ist Folgendes: Der Netbook-Markt ist explodiert. Und diese Explosion hat nicht nur unschuldige Marktbesucher mit in ein frühes, nasses Grab gerissen, nein auch die Hersteller scheinen von umherschwirrendem Schrapnell getroffen worden zu sein, woraus ihre Unfähigkeit resultiert, Produkte zu schaffen, die sich in mehr als Farbe und Namen von denen der Konkurrenz unterscheiden.

Und genau hierauf basiert der weitere Spielverlauf: Man steht also vor den unzähligen aber völlig identischen Geräten und versucht sich zu entscheiden, welches man den nun eigentlich will. Natürlich hat man vorher all die einschlägigen Tests gelesen. Man hat bei Amazon die Käuferrezensionen gelesen, hat Computerwoche und die C't gewälzt. Und dennoch steht man in völliger Unfähigkeit, eine Entscheidung zu treffen so ca. 30 Minuten vor den Geräten rum, tippt hie mal lustlos rum oder probiert da mal unmotiviert das Mousepad aus. Kurz, man verfällt in einen geistigen Zustand, der dem einer Schildkröte im Winterschlaf nicht unnähnlich ist. Nimmt man den Asus eee-pc, immerhin Marktführer und Produktpionier mit einem 1.6 GHz Prozessor, 160 GByte Festplatte und 10 Zoll Monitor? Oder nimmt man doch besser den Samsung NC 10 mit 1.6 GHz Prozessor, 160 GByte Festplatte und 10 Zoll Monitor? Oder was ist mit dem neuen Modell von Acer? Das verfügt immerhin über einen 1.6 GHz Prozessor, 160 GByte Festplatte und 10 Zoll Monitor! Oder ist man gar preisbewusst und entscheidet sich für den Dell mit 1.6 GHz Prozessor, 160 GByte Festplatte und 10 Zoll Monitor?

Spätestens an dieser Stelle bekommt man normalerweise den glasigen Blick eines Kunden, der zu stolz ist, einen Verkäufer direkt um Hilfe anzugehen und stattdessen durch reines in die Gegend starren versucht, die Aufmerksamkeit eines solchen auf sich zu lenken. Dies hinwiederrum ist eine weitere Tücke des Spiels, die höchste Konzentration und körperliche Fitness erfordert.

5. Man versucht also, einen Mediamarktverkäufer davon zu überzeugen, dass man würdig sei, von ihm beraten zu werden. Schafft man dies non-verbal unter 10 Minuten, indem man z.B. hilflos auf dem Gerät herumtippt und dabei Geldscheine aus der Hosentasche gut sichtbar hängen lässt, bekommt man 100 Punkte. Ist der sodann geköderte Verkäufer auch noch aus der richtigen Abteilung (und nicht, sagen wir mal, aus der Abteilung Espresso-Maschinen und elektrische Dentalcenter), bekommt man nochmal 50 Punkte. Ist der Verkäufer dann auch noch kompetent und freundlich, bekommt man zunächst Ärger mit der Polizei und anschließend eine Entziehungskur, weil DAS nur das Produkt einer Halluzination aufgrund übermäßigen Cannabiskonsums sein kann.

An dieser Stelle des Spiels hat man das Spielziel erreicht.

Man hat Zeit und Geduld investiert und verloren. Man ist einer Entscheidung auch nicht einen Millimeter näher gekommen. Man hat seine Vorurteile über Mediamarktverkäufer bestätigt (Mediamarktverkäufer kann man nur mit dem gleichen Qualifikationsprofil wie ein DSDS-Jurymitglied werden).

6. Als Abschluss-Bonus können jetzt noch 50 Punkte erworben werden, wenn man es schafft, den Mediamarkt zu verlassen, ohne sich mal eben 20 DVDs a 7,99 Euro zu kaufen, die man sich dann nie anschauen wird. Die Bonuspunkte habe ich noch nie bekommen.

Ich spiele das gern.

Und ich habe noch immer kein Netbook.

Aber ich glaube, ich kaufe mir den Asus eee-pc.

Oder doch den Samsung?

Wobei der bestimmt Acer auch nicht schlecht...

Naja, morgen fahre ich nach Darmstadt. 'S könnt' sein, dass ich auf dem Heimweg an einem Mediamarkt vorbeikomme. Also... vielleicht...

Montag, Februar 23, 2009

Shemale

„Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosen-Industrie.", tat uns unlängst Phillip Mißfelder (MdB) kund.

Diese Äußerung hat natürlich allenthalben für große Verwunderung gesorgt und erboste nicht zuletzt die Tabak- und Spirituosen-Industrie, die sich lieber durch Altbundeskanzler









und/oder bayerische Lokalpolitiker










repräsentiert sieht.

Doch mag man es ihm (ihm?) nachsehen. Geistige Verwirrung und Wortdurchfall sind da sehr oft die Folgen einer zu hohen Arbeitsbelastung. Immer im Dienste für die Metropolregion Castrop-Rauxel, nie eine freie Minute und dann noch auf das eigene Geschwätz achten, das geht nun wirklich nicht.

Dass hieraus sogar elementare Identitätskrisen erwachsen, überrascht somit nur die wenigsten. Man mag es als Akt der Akzeptanz der eigenen Indifferenz werten, dass Phillipina Mißfelder hieraus keinen Hehl macht und offensiv mit dem Problem umgeht.









Hier ist Folgendes zu lesen:

Liebe Besucher,

herzlich Willkommen auf meiner Homepage.

Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 wurde ich als Kandidat des Wahlkreises Recklinghausen I zum ersten Mal in den Deutschen Bundestag gewählt. Dieses Vertrauen, das mir dabei die Wählerinnen und Wähler gegeben haben, ist mir Ansporn und Auftrag, mich in Berlin für alle Belange Recklinghausens, Castrop-Rauxels und Waltrops einzusetzen, damit sich die Potenziale unserer Region wieder stärker entfalten können. Auf diesem Wege können Sie sich über meine Person, meine Arbeit als Abgeordnete des Deutschen Bundestages und meinen Wahlkreis informieren.
Ihr Philipp Mißfelder

Ich wünsche ihr an dieser Stelle auf jeden Fall gute Besserung und baldige Genesung.

Und hier der Quallennachweis:
http://www.philipp-missfelder.de/

Donnerstag, Februar 19, 2009

Dienstag, Februar 17, 2009

Genug davon!

Montag, Februar 16, 2009

Einige Viechies

Ein Kea versucht sich den Weg in die Freiheit zu nagen. Aber wohl nicht ernsthaft. Weil, würde er rauswollen, ich wette, er würde einen Weg finden!



Keas können noch fliegen, mögen es aber nicht. Sie laufen dafür gern, können es aber nicht.



Waschbären gehören auch zur Gattung der "uiwassinddiesüß"-Tiere. Leider scheint ihnen der Aufenthalt im Zoo weniger Spaß zu machen, als z.B. den Keas.



Und er hier ist wohl einfach nur scheißen-mies-drauf. Ein Seeadler mit einer Flügelspannweite von 2.30 hat einfach nix in einer Voliere zu tun, in der es selbst Tweetie vorzöge, von Sylvester endlich gefressen zu werden.



Anders ist es allerdings bei ihm hier. Während in China Baumpandabärflossensuppe bei den Reichen und Dämlichen immer noch als Aphrodisiakum gilt, hat er es hier zusammen mit einem baumsüchtigen Kollegen wirklich gut. Großes Gelände, viel Ruhe und offensichtlich wohlmeinende exilholländische Pfleger, die ihm ein wenig Gras ins Futter mischen.



Da lacht die Koralle. Auch bei ihm hier könnte man meinen, er habe einen über den Frust geraucht.

Sonntag, Februar 15, 2009

Hehe...